23. Oktober 2015 · Kommentare deaktiviert für „Der Massenexodus vom Hindukusch“ · Kategorien: Afghanistan

Quelle: Frankfurter Rundschau

Von Willi Germund

Afghanistans Jugend hat den Glauben an eine friedliche Zukunft längst verloren. Zu Tausenden machen sich die jungen Menschen deshalb auf den gefährlichen Weg nach Europa.

KABUL Die hochgewachsene Farkunda steht in ihrem schwarzen Kostüm am Ende der Warteschlange vor Kabuls Passamt. Etwa 200 Frauen sind vor ihr. „Ich will nach Usbekistan“, sagt sie, „ich werde heiraten und dort hinziehen.“ Ein aufgeregter Polizist eilt herbei und unterbricht das Gespräch. Er will nicht, dass Männer in aller Öffentlichkeit mit den wartenden Frauen reden. Auf der anderen Straßenseite windet sich die Warteschlange der Männer um zwei Häuserblocks. Es ist sieben Uhr morgens. Das Passamt öffnet erst in einer Stunde. Irgendwo in der Mitte der ordentlichen Reihe bewahrt der 23-jährige Shahzad seine Engelsgeduld. „Ich weiß nicht, ob ich heute noch drankomme“, sagt der junge Mann aus Kabul, „wenn nicht, muss ich morgen früh eben um drei Uhr wiederkommen.“

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23. Oktober 2015 · Kommentare deaktiviert für „Globalisierung: Mit Anleihen gegen die Flüchtlingskrisen?“ · Kategorien: Nicht zugeordnet · Tags: , ,

Quelle: DW

Neue Zeiten erfordern neue Maßnahmen – das denkt sich derweil auch die Weltbank. Ein Instrument aus der Wirtschaft soll frisches Geld einspielen und so die Situation in vielen Ländern verbessern.

Mehr als 60 Millionen Menschen sind aktuell auf der Flucht vor Armut, Krieg und Vertreibung. Angesichts dieser Zahlen hat es das Thema auch auf die Agenda der Finanzeliten geschafft. So sprach der Chef der Weltbank, Jim Yong Kim, von „der größten Vertriebenenkrise seit dem Zweiten Weltkrieg“ und sagte, ein „weiter so wie bisher“ sei „keine Option“ mehr.

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22. Oktober 2015 · Kommentare deaktiviert für Bulgaria’s Border Police cooperates with hunters · Kategorien: Bulgarien · Tags: ,

Quelle: bordermonitoring bulgaria

One could think it was just a bad coincidence when a group of 19 hunters met a group of refugees near the Turkish-Bulgarian border, near of the village of Evrenozovo (near Malko Tarnovo) last Saturday. After the hunters called the police, the group of 30 migrants was arrested by the Bulgarian border police. On the very same day, hundreds of right wing protesters walked on the streets of Sofia to support the police officer that shot the Afghani man.

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22. Oktober 2015 · Kommentare deaktiviert für Flüchtlinge in Slowenien und Österreich: Kritische Lage an der Grenze · Kategorien: Balkanroute, Österreich, Slowenien · Tags:

Quelle: Frankfurter Rundschau

Tausende Flüchtlinge kommen über Slowenien nach Österreich. Die Lage an der Grenze in Spielfeld in der Südsteiermark wird immer unübersichtlicher, die Transitlager sind überfüllt. Viele Menschen machen sich auf eigene Faust auf den Weg Richtung Norden.

SPIELFELD Jahrelang lagen die weitläufigen Anlagen des früheren Grenzüberganges Spielfeld brach: Nach dem EU-Beitritt Sloweniens im Jahr 2004 wurde zunächst die Zollabfertigung überflüssig, drei Jahre später zogen mit der Ausweitung des Schengen-Raumes auch die Grenzpolizisten ab. Seit einigen Wochen herrscht nun im Grenzort am Fuß der südsteirischen Weinberge wieder hektische Betriebsamkeit: Viele Hundert Flüchtlinge kommen jeden Tag aus Slowenien nach Österreich. Seit Ungarn seine Grenze zu Kroatien abgeriegelt hat, steigt die Zahl stetig an. Kamen noch bis vor Kurzem die meisten Flüchtlinge über den ungarischen Grenzübergang Nickelsdorf nach Österreich, hat sich die Route nun nach Südösterreich verlagert. Spielfeld ist zum neuen Brennpunkt der Flüchtlingskrise geworden.

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22. Oktober 2015 · Kommentare deaktiviert für „Serbischer Grenzort: Mit ‚Allahu akbar‘ über die Weinberge in die EU“ · Kategorien: Balkanroute, Kroatien, Serbien · Tags:

Quelle: der Standard

Adelheid Wölfl aus Berkasovo

In dem serbischen Grenzort Berkasovo gibt es einen Zelttunnel, in dem hunderte Flüchtlinge darauf warten, grüppchenweise nach Kroatien gelassen zu werden

In der Dunkelheit klackern die Rollkoffer auf dem Asphalt, als würden Leute in Stöckelschuhen laufen. Ein paar Frauen halten Autos auf und rufen: „Baby, Baby!“, damit sie und ihre Kinder mitgenommen werden. Wer sich der serbisch-kroatischen Grenze nähert, stößt auf Militärzelte, die hier über die Straße gespannt sind. Links und rechts liegen eingemummelt Menschen, graue Decken, blaue Decken, Menschen, die sich einringeln, Menschen, die frieren, alle auf Holzpaletten. Von den Spitzen der Militärzelte hängen alle paar Meter Stromkabel und von diesen baumeln wiederum Handys herab, die die Flüchtlinge hier aufladen.

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22. Oktober 2015 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlinge auf Balkanroute: Europa schaut zu“ · Kategorien: Europa

Quelle: ARD Tagesschau

Erst war es der Stacheldraht in Ungarn, jetzt aktiviert Slowenien seine Armee. In der Flüchtlingskrise ist Europa uneins und kommt allen Krisengipfeln zum Trotz nur in kleinen Schritten voran. Wie viele Dramen braucht Europa noch, um zu reagieren?

Von Kai Küstner, ARD-Hörfunkstudio Brüssel

Was macht Europa eigentlich, wenn es nach dem Aufstehen morgens in den Spiegel schaut? Begrüßt es sich nach wie vor mit einem fröhlichen: „Guten Morgen, Friedensnobelpreisträger!“ oder kann es seinen Anblick kaum mehr ertragen? Die Hilflosigkeit, mit der dieser Kontinent nach wie vor durch die größte Herausforderung der Nachkriegsgeschichte tapst, ist für die EU selbst bedenklich. Und für die Flüchtlinge – im schlimmsten Fall – lebensgefährlich.

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22. Oktober 2015 · Kommentare deaktiviert für „Es liegt an euch, dass ihr nicht fremd bleibt „ · Kategorien: Deutschland, Medien

Quelle: FAZ

Deutsche Welle und Flüchtlinge

Die Deutsche Welle erreicht mit ihrem Online-Angebot Millionen Menschen, die von Deutschland träumen. Die Sonderseiten für Flüchtlinge beschönigen nichts. Sie beginnen mit zehn Geboten.

von Matthias Hannemann

Zehn Dinge sind es, die ein Flüchtling bei der Ankunft in Deutschland im Blick halten soll: Fürs Arbeiten braucht es eine Arbeitserlaubnis. Wer arbeiten darf, muss Steuern bezahlen. Kinder darf man nicht schlagen. Schule ist Pflicht. Pünktlichkeit zählt. Im Supermarkt wird nicht gefeilscht. Tag und Nacht hat man leise zu sein. Nachbars Katze wird nur vom Nachbarn gefüttert, Nachbars Kind nur vom Nachbarn geküsst. Und selbstverständlich: „Don’t wash your car on the street.“ Beim Umweltschutz verstehen die Deutschen keinen Spaß.

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22. Oktober 2015 · Kommentare deaktiviert für „Hilfsorganisation mahnt: Flüchtlinge in Lebensgefahr“ · Kategorien: Balkanroute, Kroatien, Serbien, Slowenien

Quelle: Deutschlandfunk

Immer mehr Flüchtlinge versuchen, auf der sogenannten Balkanroute über Slowenien nach Mitteleuropa zu gelangen. Nach Angaben der slowenischen Polizei kamen allein dort in den vergangenen 24 Stunden 12.600 Menschen über die Grenze. Laut der Hilfsorganisation Care sind die Flüchtlinge nicht auf den Winter vorbereitet.

Von Samstag bis Donnerstagfrüh kamen den Angaben zufolge mehr als 34.000 Menschen in Slowenien an. Tausende Flüchtlinge warteten zudem in Kroatien und an der Grenze zu Österreich auf ihre Weiterreise. Die Kroaten lassen am Grenzübergang Berkasovo/Bapskanur mit Serbien kleinere Gruppen durch, weil ihre nahe gelegenes Erstaufnahmelager Opatovac mit 3.500 Menschen bereits überfüllt ist.

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22. Oktober 2015 · Kommentare deaktiviert für Innenministerin Mikl-Leitner: „Müssen an einer Festung Europa bauen“ · Kategorien: Europa, Österreich · Tags: , ,

Quelle: der Standard

Innenministerin fordert in Spielfeld besseren Schutz der EU-Außengrenzen – Bis zu 10.000 Menschen in Spielfeld erwartet

Spielfeld – Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hat bei einem Besuch in Spielfeld die bessere Absicherung der EU-Außengrenzen gefordert. „Wir müssen an einer Festung Europa bauen“, griff die Ministerin beim Lokalaugenschein mit Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) zu ungewohnt drastischen Worten. Dazu brauche es Hotspots zur Registrierung an den Außengrenzen und die Verteilung der Flüchtlinge.

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22. Oktober 2015 · Kommentare deaktiviert für UNO-Hochkommissar kritisiert Tschechien mit scharfen Worten · Kategorien: Nicht zugeordnet · Tags:

Quelle: Deutschlandfunk

In der Flüchtlingskrise hat der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, Al Hussein, schwere Vorwürfe gegen Tschechien erhoben.

Der Jordanier sagte in Genf, das Land verstoße systematisch gegen die Menschenrechte. Routinemäßig würden Migranten bis zu 90 Tage festgesetzt und nach Geld durchsucht, das einbehalten werde. Auch Kinder würden eingesperrt. Al Hussein äußerte sich zudem alarmiert über fremden- und islamfeindliche Äußerungen von Präsident Zeman. Dessen Sprecher wies die Kritik zurück. Zeman warne schon seit längerem vor der Gefahr durch den islamischen Fundamentalismus. Der Präsident stehe zu seiner Meinung und werde auch unter dem Druck aus dem Ausland nicht nachgeben.

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