26. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für „Wisam backt das letzte Brot in Idomeni“ · Kategorien: Balkanroute, Griechenland, Mazedonien

Quelle: Zeit Online

Die Behörden wollen keine Öffentlichkeit bei der Räumung des Camps in Idomeni. Wer es dennoch rein schafft, trifft zermürbte Menschen, die von Schleusern umworben werden.

Von Lenz Jacobsen, Idomeni

Wisam winkt einen hinein. Sie steht unter einer Plane, zwischen vier Zelte gespannt, trägt Jogginghose und T-Shirt und ein rotes Kopftuch. Wisam sagt, sie sei aus ihrer Stadt Palmyra geflohen, als der IS kam. Das war im Frühjahr 2015. Neun Monate habe sie danach im türkischen Mersin als Verkäuferin auf einem Markt gearbeitet, erzählt die 26-Jährige, um Geld zu verdienen für den weiteren Weg nach Europa, für sich und ihre Familie. Mutter, Bruder, zwei Schwestern.

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26. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für „Idomeni – das stille Ende des Lagers“ · Kategorien: Balkanroute, Griechenland, Mazedonien

Quelle: Telepolis

Im Hintergrund steht auch die geplante Privatisierung der Bahn, Gerichte erkennen die Türkei nicht als sicheres Herkunftsland an


Wassilis Aswestopoulos

Plötzlich kam es doch, das Ende des Lagers der Flüchtlinge in Idomeni. Direkt nach der überstandenen Abstimmung im griechischen Parlament wurde die Räumung des Lagers durch Polizeikräfte angekündigt. Bis zum Ende der Woche soll die gesamte Räumung beendet sein. Dann werden die Bahngleise repariert und der Zugverkehr mit dem europäischen Ausland wieder aufgenommen.

Als erster Termin für den Beginn der Aktion war zunächst der Mittwoch avisiert worden. Es begann jedoch am Dienstag um 7 Uhr im Morgengrauen. In den Tagen zuvor war das Camp immer leerer geworden. Waren am Sonntag noch 8.863 Menschen gezählt worden, sank die Zahl am Montag auf 8.424, bevor mit Beginn der Räumungsaktion 8.199 Personen als im Lager lebend erfasst wurden.

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26. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für Libyen: Aktuelle Schiffskatastrophen heute – mehrere hundert Tote? · Kategorien: Alarm Phone, Italien, Libyen · Tags:

Nach unseren Informationen sind in der vergangenen Nacht mehrere tausend Flüchtlinge und MigrantInnen von der westlibyschen Küste Richtung Italien aufgebrochen, mit Schlauchbooten wie auch mit Fischerbooten aus Holz. Die italienische Seenotrettung MRCC Rom ist seit mehreren Tagen ununterbrochen mit der Rettung Tausender Boat-people in der Todeszone nahe der Petro-Bohrinsel El Bouri im Einsatz und dirigiert Frachter, Schleppschiffe der Bohrinsel, Kriegsschiffe der Eunavfor Med Flotte und Frontex-Schiffe zu Hilfsaktionen vor Ort.

Wir gehen davon aus, dass es bereits in den vergangenen Tagen zu weit mehr Toten kam als offiziell angegeben. Seit heute morgen überschlagen sich die informellen Nachrichten. Die europäische Kriegsmarine Eunavfor med, die den expliziten Auftrag hat, die internationalen Gewässer vor Libyen zu überwachen, meldet Schiffskatastrophen, bei denen die Rettungsaktionen zu spät kamen. Wir befürchten aufgrund zahlreicher Hinweise, dass im Laufe des heutigen Tages Hunderte Bootsflüchtlinge vor der westlibyschen Küste ertrunken sind – vor den elektronischen Augen der hochgerüsteten EU-Marine. Es handelt sich um ein angekündigtes massenhaftes Ertrinken. Seit Tagen berichten auch die Massenmedien über die Aufbruchssituation an der libyschen Küste.

Das WatchTheMed Alarm Phone wurde heute seit den frühen Morgenstunden u.a. von syrischen und irakischen Flüchtlingen angerufen, deren Boot mit 500 Menschen vor der westlibyschen Stadt Zuwara sank.

Indomeni Zuwara – open the borders! Ferries not Frontex!

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26. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für „EU fürchtet eine ganz neue Flüchtlingsroute“ · Kategorien: Ägypten, Europa, Griechenland

Quelle: Die Welt

Die Balkanroute ist zu, vor Libyens Küste kreuzen Anti-Schlepper-Schiffe. Nun fürchtet Brüssel, dass die Flüchtlinge sich eine neue Route suchen – und will das verhindern. Doch Griechenland blockiert.

In der Europäischen Union herrscht große Sorge, dass sich die Flüchtlingsrouten in Richtung Ägypten verlagern und das Land zu einem der größten Transitstaaten für Migranten auf ihrem Weg nach Europa werden könnte. „Es gibt konkrete Hinweise darauf, dass die Migrationsströme aus Ägypten zunehmen“, sagte ein EU-Spitzendiplomat. Wegen der neuen Entwicklungen haben nach „Welt“-Informationen mehrere Mitgliedsstaaten, darunter Italien und Frankreich, eine Ausweitung des EU-Militäreinsatzes „Sophia“ nach Osten in Richtung Ägypten und Kreta gefordert.

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25. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für Naufragio al largo della Libia, affonda barcone: in 590 a bordo · Kategorien: Alarm Phone, Italien, Libyen, Mittelmeerroute

Quelle: Corriere della Sera

Ci sarebbero almeno 7 morti e diversi dispersi. Non sono ancora chiare le cause dell’affondamento. Nelle ultime 48 ore sono giunti più di 3000 migranti

di Fiorenza Sarzanini

Un gommone con almeno 590 migranti è affondato al largo della Libia. Una nave che si trovava poco distante sta effettuando i primi soccorsi. Non è ancora chiaro quale sia la causa del naufragio, né quante ne siano le vittime. Secondo le prime informazioni i morti sarebbero sette e ci sarebbero alcuni dispersi mentre in 500 sarebbero salvi. Da qualche giorno erano ripresi i viaggi dalla coste africane per raggiungere l’Italia. Nelle ultime 48 ore sono giunte più di 3000 persone e non è escluso che in mare ci siano attualmente altri barconi che tentano di raggiungere il nostro Paese.

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25. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für „Räumung von Idomeni: Linker Super-GAU“ · Kategorien: Griechenland

Quelle: taz

Die griechische Linksregierung versagt nicht nur bei der Flüchtlingspolitik. Sie bleibt in ihrer Oppositionsmanier: reagieren statt agieren.

Kommentar von Theodora Mavropoulos

Eigentlich wollte der linke griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras alles anders machen als seine Vorgänger: Die untere Mittelschicht und die Ärmsten im Lande stärken, Flüchtlingen und Migranten zur Seite stehen, Transparenz schaffen und Vetternwirtschaft eindämmen. All das versprach der Hoffnungsträger der Linken schon als Opposition und dann auch als Staatsoberhaupt – stets mit der „Sprache der Wahrheit“, wie er immer wieder gerne betont.

Wäre es doch nur bei den Worten geblieben. Die Taten der griechischen Linken führen zu einem Super-GAU nach dem anderen. Zuerst hat ausgerechnet die Linksregierung härtere Einsparungen durchgesetzt als alle konservativen Vorgänger. Das heißt: Den betrogenen Wählern bleibt nun überhaupt kein Ausweg mehr aus der eigenen Lebensmisere. Denn wen sollen sie jetzt noch wählen?

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25. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für EU-Entwicklungshilfe: Jagd auf Migranten in Afrika · Kategorien: Afrika, Europa · Tags:

Quelle: medico international

Die EU finanziert den Grenzschutz afrikanischer Despoten, die deutsche Entwicklungshilfe-Agentur GIZ baut Lager im Sudan.

Von Ramona Lenz

Der 20jährige Malier Mody Boubou Coulibaly arbeitete als Bauarbeiter im Nachbarland Mauretanien. Am 9. Mai 2016 sprang er auf einer Baustelle aus dem dritten Stock und starb wenig später an den Folgen dieses Sprungs. Ein Pfahl hatte beim Aufprall auf dem Boden seine Hüften durchbohrt. Veranlasst zu dem verzweifelten Sprung hat ihn die Verfolgung durch einen Polizisten. Coulibalys Verbrechen? Er hielt sich illegal in Mauretanien auf, weil er sich die umgerechnet 85 Euro für eine Aufenthaltsgenehmigung nicht leisten konnte.

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25. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für „Wieder 3000 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet“ · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeerroute

Quelle: DW

Die Flüchtlinge waren in seeuntauglichen Booten an der libyschen Küste gestartet. Ihr Ziel: die italienische Küste. Seit Montag griffen Helfer damit im Mittelmeer insgesamt 5600 Migranten auf.

An den jüngsten insgesamt 23 Rettungseinsätzen im Mittelmeer beteiligten sich Schiffe der italienischen Küstenwache, der Militäroperation EUNAVFOR MED und einer Hilfsorganisation, wie ein Sprecher in Rom bekannt gab. Damit kamen nach Zählungen des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR seit Jahresbeginn fast 40.000 Menschen auf diesem Weg im Süden Italiens an.

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25. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für „Räumung des Flüchtlingslagers Idomeni: Nichts außer einem gleichgültigen Himmel“ · Kategorien: Balkanroute, Griechenland, Mazedonien

Quelle: Spiegel Online

Die Flüchtlinge sind an allem schuld – so läuft die Diskussion. Sogar an den Missständen in einem Camp, in dem sie nicht sein wollten und nichts hatten. Was also war dieses Camp? Ein Nachruf.

Aus Idomeni berichtet Georg Diez

Müde, sagt er, endlos müde sei er. Er ist vielleicht Mitte 20 und schaut aus wie Mitte 40. Vor fünf Monaten ist Muammar in Libyen aufgebrochen. Nun ist er am Ende seiner Reise angekommen. In Griechenland, mitten in Europa, am Rande der Welt.

Er ist mit seinen drei Freunden unterwegs. Gemeinsam haben sie noch einmal versucht, die Grenze zu Mazedonien zu überwinden. Sie haben im Wald geschlafen, sie sind weit gelaufen. Sie sind gescheitert.

Sie sind auf dem Weg zurück ins Camp. Aber das Camp gibt es nicht mehr.

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24. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für Video „Räumung Idomeni“ · Kategorien: Nicht zugeordnet

Quelle: WDR Aktuelle Stunde

24.05.2016 | 3 Min. | Verfügbar bis 24.05.2017 | Quelle: WDR

Die griechischen Behörden machen ernst: Wie angekündigt, haben sie damit begonnen, das Flüchtlingslager in Idomeni an der Grenze zu Mazedonien zu räumen. Die rund 8400 Menschen sollen in Aufnahmezentren im Landesinneren gebracht werden.

 

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