31. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Kompass – AntiRa – Newsletter Nr. 12 – Februar 2013 · Kategorien: Nicht zugeordnet
Kompass – AntiRa – Newsletter Nr. 12 – Februar 2013
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Kompass-Antira-Newsletter Februar 2013
Proteste der Choucha-Flüchtlinge in Tunis +++ Flüchtlingsprotestdemo in Wien +++ Blockupy-Vorbereitungen in Frankfurt +++ Weißer Marsch in Mali verschoben +++ Flüchtlingskonferenz in München +++ Weltsozialforum in Tunis mit Schwerpunkt Migration +++ Demoaufruf zum NSU-Prozess in München +++ Weitere (über)regionale und transnationale Termine …Liebe Freundinnen und Freunde!
Während der Fertigstellung dieses Newsletters protestieren knapp 100 Flüchtlinge vor dem UNHCR-Büro in Tunis. Sie sind über 500 km mit Bussen aus dem Flüchtlingslager Choucha angereist, um für ihre Rechte auf Versorgung und Aufnahme zu streiten, was ihnen vom UNHCR versagt wird. Solidarität ist auf allen Ebenen gefragt, mehr dazu unten inklusive aktueller Links.
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31. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Tunis Choucha: Flüchtlingsprotest, taz 31.01.2013 · Kategorien: Libyen, Tunesien · Tags: , ,

taz 31.01.2013

http://m.taz.de/Protestaktion-in-Tunesien/!110101;m/

Protestaktion in Tunesien

Flüchtlinge belagern UN-Büro in Tunis

Seit dem Libyen-Krieg sitzen hunderte Afrikaner in der Wüste fest. Der UNHCR will sie nicht als Flüchtlinge anerkennen. In Tunesien sollen sie nicht bleiben. von Christian Jakob

Seit zwei Jahren sitzen diese Bewohner des Lagers Choucha in der Wüste fest. Kein Land will sie aufnehmen.  Bild:  Article 13

BERLIN taz | Rund 100 afrikanische Flüchtlinge belagern seit Montag das Büro des UN-Flüchtlingskommissars UNHCR in der tunesischen Hauptstadt Tunis. Sie fordern, in ein sicheres Land ausreisen zu dürfen.

Die aus dem Tschad, Sudan, Liberia, Elfenbeinküste, Äthiopien und Nigeria stammenden Männer und Frauen sind die letzten von tausenden Flüchtlingen, die während des Libyenkrieges in ein UNHCR-Camp in der tunesischen Wüste gekommen waren. „Wir können nicht wieder nach Libyen, und wir können nicht in unsere Heimatländer“, sagt der Nigerianer Bright Samson am Mittwoch der taz. „Wir gehen hier nicht wieder weg, bis es eine Lösung für uns gibt.“ Sonntagnacht waren die Protestierenden mit Bussen aus dem rund 400 Kilometer entfernten Camp in die Hauptstadt gekommen. Seither campieren sie unter freiem Himmel vor dem Büro des UNHCR.

Als Anfang 2011 der Bürgerkrieg in Libyen ausbrach, fanden Zehntausende im Lager Choucha nahe der libyschen Grenze Zuflucht. Die meisten von ihnen kehrten in ihre Heimatländer zurück. Einige Tausend wurden vom UNHCR als „schutzbedürftig“, als so genannte „Persons of concern“ eingestuft und im Laufe der letzten Monate in sichere Drittstaaten ausgeflogen. Deutschland beispielsweise nahm – nach langem Drängen des UNHCR – im September 195 Menschen aus Choucha auf.

„Nicht schutzbedürftig“

Doch rund 230 Menschen verweigert der UNHCR die Aufnahme in sein Umsiedlungsprogramm. Sie gelten als „nicht schutzbedürftig“. ITunesien will ihnen kein Aufenthaltsrecht geben, im Juni soll das Camp Choucha geschlossen werden. Was mit den Menschen geschieht, ist unklar. „Wir leben seit zwei Jahren in dem Lager in der Wüste; das ist eine enorme psychische und körperliche Belastung“, sagt Samson. Der UNHCR habe „einen großen Fehler“ begangen, als er ihnen die Anerkennung als Flüchtlinge verweigert habe.

Tatsächlich lebten die Flüchtlinge in dem provisorischen Zeltlager unter ausgesprochen harten Bedingungen. Neben der extremen Hitze, rationierter Nahrung und teils rationiertem Wasser wurden sie auch von der einheimischen Bevölkerung attackiert: Vor einem Jahr griff ein Mob von Tunesiern das Lager an. Sie brannten 400 Zelte nieder, acht Flüchtlinge starben. Das tunesische Militär, das das Lager bewacht, half nicht. Immer wieder gab es seither teils heftige Proteste der Camp-Bewohner, die vom Militär auch mit Gewalt niedergeschlagen wurden. Mehrfach waren Flüchtlinge aus Choucha im Mittelmeer ertrunken, als sie versuchten, in Booten nach Europa zu gelangen.

Dafür machte ihnen der UNHCR auch am Mittwoch wenig Hoffnung: „Sie haben ein reguläres Verfahren durchlaufen, wurden aber von uns nicht als Flüchtlinge anerkannt“, sagt der deutsche UNHCR-Sprecher Stefan Telöken. Er sehe lediglich die Möglichkeit, dass sie in ihre Länder zurückkehren oder dass Tunesien ihnen einen Aufenthalt gewähre. Das lehnt die Regierung jedoch ab. Ein Gespräch zwischen Flüchtlingsvertretern und dem UNHCR war am Dienstag in Tunis ohne Ergebnis verlaufen.

„Die internationale Gemeinschaft hat den UNHCR eine Auslese treffen lassen zwischen „wirklichen“ und „falschen“ Flüchtlingen“ heißt es in einer Erklärung die bis Mittwoch 15 Flüchtlingsorganisationen aus verschiedenen europäischen und afrikanischen Ländern unterschrieben haben. „Sie sind ohne juristischen Status in Tunesien und ohne Möglichkeit, in ihre Herkunftsländer zurück zu kehren.“ Der UNHCR habe sie in eine „aussichtslose Situation“ getrieben.

30. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Tunis, Choucha: Flüchtlingsprotest, Presse · Kategorien: Libyen, Tunesien · Tags: , ,

[AR]

لاجؤون من مخيم الشوشة يتظاهرون بالعاصمة

http://www.facebook.com/photo.php?v=474642855906141

[EN] français plus bas
Refugees from the Choucha camp, whose application for asylum have been rejected, are now in their third day of sit-in in front of the UNHCR headquarters in Tunis. They demand the reopening of their files and their resettlement in countries likely to offer international protection (Tunisia has no asylum system). Refugees are sleeping outside the gates of the UNHCR (near the headquarters of Total in the neighborhood “Lac”) and need food, tents, blankets etc. It is now essential that this mobilization is supported internationally so that their claims are heard.
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30. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Jordanien, syrische Flüchtlinge: „Überwintern im Sommerzelt“ · Kategorien: Syrien

nzz 30.01.2013

„[…] Das Zaatari-Lager wurde im Juli 2011 eröffnet. Zunächst gab es nur Zelte. Inzwischen wurde ein Teil durch Container ersetzt, die auch geheizt werden sollen. Doch die Hilfsorganisationen können mit dem Flüchtlingsstrom kaum mithalten und müssen daher wieder auf Zelte und mobile Toiletten zurückgreifen. Bisher kamen rund 1200 Flüchtlinge pro Tag, doch in den letzten drei Tagen waren es insgesamt über 10 000.[…] In Jordanien sind bei dem Uno-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) insgesamt über 160 000 Personen registriert. Ihre Gesamtzahl dürfte in Jordanien aber bei 300 000 liegen. Das Haschemitenreich kommt damit an den Rand seiner Kapazitäten. Auch das UNHCR mag kaum mithalten. Termine für die Registrierung der Flüchtlinge werden mittlerweile für Oktober 2013 vergeben.[…]“

30. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Ägypten: „Der «schwarze Block» prägt die Strassenproteste“ · Kategorien: Ägypten

nzz 30.01.2013

http://www.nzz.ch/aktuell/international/der-schwarze-block-praegt-die-strassenproteste-in-aegypten-1.17969211

[…] Die Hintermänner mit schwarzer Maske, schwarzem Outfit und schwarzer Fahne mit grossem A liessen keinen Zweifel daran, dass die Ziele der Revolution auch mit Gewalt oder Sabotageakten erreicht werden sollen. Die Mitglieder oder Sympathisanten der neuen Bewegung bleiben anonym. Sie formieren sich in einzelnen, unabhängigen Zellen von 10 bis 100 Mitgliedern und verständigen sich in klandestiner Art. Bis anhin darf niemand in ihrem Namen sprechen, denn als eine strukturierte Organisation versteht sich der «schwarze Block» nicht. Als Vorbild dieser in Ägypten bisher unbekannten Bewegung dienen womöglich Proteste in europäischen Städten während der siebziger und achtziger Jahre, wo speziell in Deutschland jeweils ein «schwarzer Block» in Erscheinung getreten war. Die Tradition findet in Demonstrationen von Globalisierungsgegnern teilweise eine Fortsetzung.

Das Phänomen des «schwarzen Blocks» war in Ägypten in den letzten Tagen in mehreren Städten zu beobachten, als Proteste in Gewalt gegen die Sicherheitskräfte ausarteten, Eisenbahnlinien unterbrochen wurden, die Metro lahmgelegt wurde oder Regierungsgebäude angegriffen wurden. Zum Teil agierten schwarz Vermummte gemeinsam mit sogenannten Ultras (radikale Anhänger von Fussballklubs). Dies führte zur Mutmassungen, der «schwarze Block» könnte zum militärischen Arm der Ultras werden. Bei Plünderungen in einem Luxushotel in Kairo sollen schwarz Vermummte präsent gewesen sein. Der Generalstaatsanwalt hat bereits eine Untersuchung wegen solcher Gewaltakte eingeleitet. […]“

30. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Sahelzone als Schlachtfeld · Kategorien: Mali, Sahara · Tags:

SPIEGEL_2013_5

30. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Mali: Fortsetzung des Drohnenkriegs gegen Dschihadisten · Kategorien: Mali, Sahara · Tags:

http://www.heise.de/tp/artikel/38/38463/1.html
Thomas Pany 29.01.2013
Das US-Drohnenprogramm soll auf Nordwestafrika ausgeweitet werden

Was an Flugkörpern im Himmel über Mali eingesetzt oder dafür bereitgestellt wird, darüber gibt, wie schon bei dem Nato-Einsatz in Libyen, der italienische Blogger, „The Aviationist“, David Cenciotti, mit ziemlicher Zuverlässigkeit und Akkuratesse Bescheid.

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29. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Mauretanien: neues Grenzregime gefördert von EU · Kategorien: Nicht zugeordnet

Mauritania opens new border posts

2013-01-29

http://www.magharebia.com/cocoon/awi/xhtml1/en_GB/features/awi/features/2013/01/29/feature-03

The new Rosso border post will help security.

By Bakari Guèye in Nouakchott for Magharebia – 29/01/13

Mauritania’s defence policy begins with its borders.

„Mauritania, like many other countries, is faced with the challenge of ensuring control of its borders in a regional context of an evolving security situation,“ European Union (EU) Ambassador Hans-Georg Gerstenlauer said at the Rosso post opening on January 23rd. „Border management plays a key role in countering all forms of smuggling. One response to this challenge is the effective management of flows of people entering and leaving according to international agreements and laws,“ the ambassador added.

The new post is one of eleven financed by the EU, in partnership with the International Organisation for Migration (IOM) and Mauritania’s Territorial Security Directorate.

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29. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Tunis Choucha Flüchtlingsprotest, Bericht auf „Economiste Maghrebin“ · Kategorien: Libyen, Tunesien · Tags: , , ,

http://www.leconomistemaghrebin.com/2013/01/29/camp-de-choucha-le-calvaire-continue/

L’UNHCR REJETTE LE DROIT D’ASILE

Camp de Choucha: le calvaire continue

Il pleuvait sur Tunis en ce 28 janvier 2013. Les quelque cent réfugiés arrivés la veille du camp de Choucha dans la capitale, épuisés, attendaient sous la pluie devant les portes closes de l’UNHCR.

« Je viens de Choucha », répond un jeune réfugié coiffé d’un bonnet aux couleurs classiques de la bannière nigériane quand on lui demande d’où il vient. « Je suis de Choucha » insiste-t-il, même après lui avoir posé la question autrement et lui avoir demandé de quel pays il venait.

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29. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Tunis Choucha Flüchtlingsprotest, Bericht auf „Nawaat“ · Kategorien: Tunesien · Tags: , , ,

http://nawaat.org/portail/2013/01/28/camp-de-choucha-les-migrants-manifestent-a-tunis/

Camp de Choucha : les migrants manifestent à Tunis
by Sana Sbouaï

C’est un peu le coup de la dernière chance pour les migrants du camp de Choucha qui se sont vu refuser le statut de réfugié. Ils ont quitté le camp hier soir pour venir ce matin à Tunis où ils ont décidé d’organiser une manifestation. Ils sont une centaine et espèrent se faire entendre par le UNHCR, l’Agence des Nations Unies pour les réfugiés en organisant un sit-in Place des Droits de l’Homme à Tunis.

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