nzz 22.04.2013:
„Fehlende Reformen im libyschen Justizsystem
Gefolgsleute Ghadhafis arbeiten unbehelligt als Richter und Staatsanwälte
Das libysche Justizsystem hat sich seit Ghadhafis Sturz kaum verändert. Eine Reform aber ist notwendig, um einen Rechtsstaat aufzubauen und die Selbstjustiz der Milizen zu bekämpfen. Laut der International Crisis Group betreiben bewaffnete Gruppen in Libyen immer noch eigene Gefängnisse, in denen angebliche Gefolgsleute Ghadhafis ohne rechtliche Grundlage festgehalten, gefoltert oder gar umgebracht werden. Als Grund für diese Selbstjustiz nennt ein Bericht der Organisation unter anderem die fehlenden Reformen und das tiefe Misstrauen gegenüber dem heutigen Justizapparat .[…]
Bericht der International Crisis Group:
Die Innenminister Libyens, Tunesiens, Algeriens, Marokkos, Mauretaniens, Maltas, Italiens, Frankreichs Spaniens und Portugals treffen sich am 09.04.2013 in Algier und am 20.04.2013 in Rabat. Es handelt sich um die 15. Konferenz der 5+5-Gruppe, die jetzt auch unter CIMO firmiert (les ministres de l’Intérieur de la Méditerranée occidentale). Diese Konferenzreihe wurde von der IOM (International Organisation for Migration) ins Leben gerufen und hat sich im Laufe der Jahre auch zu einer politisch-militärischen Institution im westlichen Mittelmeer entwickelt.
Les ministres de l’Intérieur des 5+5 à Alger : Une rencontre de routine dans un contexte sahélien troublé
par Salem Ferdi
http://www.lequotidien-oran.com/index.php?news=5181391
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In Tunesien ist ein Gesetz in Vorbereitung, das die Ausreise tunesischer Jugendlicher – unter 25 Jahren – nach Libyen verbietet, wenn sie keine formelle Ausreise-Genehmigung ihrer Eltern vorlegen können.
Detailliert wird in folgendem Artikel beschrieben, wie die Boat-people erfolgreich über Satellitentelefone SOS gemeldet haben, wie diverse Schiffe die Flüchtlinge zunächst an Bord genommen und später an die italienische Küstenwache übergeben haben.
Unterdessen sind 2 Boat-people an Unterkühlung gestorben (s.u.)
Immigrazione, riprendono gli sbarchi a Lampedusa: soccorse 500 persone
Gli arrivi negli ultimi due giorni
Con la primavera riprendono i ‚viaggi della speranza‘ verso le coste italiane di migranti extracomunitari
Roma, 29 marzo 2013 – Con l’arrivo della primavera e il conseguente miglioramento delle condizioni meteorologiche, riprendono i ‚viaggi della speranza‘ verso le coste italiane di migranti extracomunitari. Negli ultimi due giorni sono state 475 le persone soccorse in mare, quasi tutte già arrivate a Lampedusa o in Sicilia.
Weiterlesen »In den vergangenen 48 Stunden sind über 470 Boat-people in Lampedusa und auf Sizilien angekommen, unter ihnen viele Kinder, auch Frauen mit Babys. Die Ankommenden werden anscheinend sofort abgeschoben, ohne jegliche individuelle Prüfung – Kollektivabschiebungen dieser Art sind international geächtet. Wohin wurden sie abgeschoben? Als erste Organisation protestiert Save the Children gegen diese Praxis, ihnen wurde wie allen anderen der Zugang zu den Boat-people verweigert.
http://com.unita.it/mondo/2013/03/29/sbarchi-e-nuovi-respingimenti/
Die Boat-people waren größtenteils 2 Tage unterwegs. Unter ihnen waren nicht nur subsaharische Flüchtlinge, sondern auch Pakistanis, Bangladeshis und MarokkanerInnen (1 Boot).
90 weitere Boat-people sind zeitgleich in Malta angekommen.
http://www.andalucianoticias.es/los-guardacostas-intecerptan-al-sur-de-italia-ocho-pateras-con-470-inmigrantes-a-bordo-310955/
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65 immigrés clandestins de différentes nationalités sauvés au large de Médenine
Les gardes côtes de Médenine ont réussi, ce jeudi 28 mars 2013 à sauver 65 prétendants à l’immigration clandestine de différentes nationalités, partis de Libye en direction des côtes siciliennes.
http://www.maghrebemergent.com/actualite/fil-maghreb/22290-libye-des-sites-petroliers-bloques-par-des-manifestants-ministre.html
Libye – Des sites pétroliers bloqués par des manifestants (ministre)
Des protestataires bloquent des sites pétroliers dans l’est et le sud de la Libye, a déploré dimanche le ministre du Pétrole, Abdelbari al-Aroussi, mettant en garde contre les incidences négatives de ces mouvements sociaux sur l’économie nationale.
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