Auf Initiative der italienischen Regierung und der EU-Kommission soll Mare Nostrum nach und nach von „Frontex Plus“ abgelöst werden. Während sich die Mare Nostrum Operation zu einer Seenotrettungsaktion mit historischen Ausmassen entwickelt hat, wird Frontex Plus versuchen, die Boat-people in den Gewässern der EU-Staaten abzuwehren. Die Seenotrettung vor der libyschen Küste und zwischen Libyen, Tunesien und Lampedusa würde damit weitgehend zusammenbrechen. Das deutsche Innenministerium hat seine Unterstützung für Frontex Plus erklärt, weitere Unterstützer: Frankreich und Spanien. Weiterlesen »
Dal sistema satellitare di controllo del traffico marino scompaiono le piattaforme di Bouri Field e le navi in navigazione a sud di Lampedusa. Oscurate le acque libiche.
Neben dieser Schiffskatastrophe vom gestrigen Samstag werden aus dem Meer zahlreiche Leichen an anderen Orten vor der libyschen und tunesischen Küste gefischt.
—
Migrant boat carrying 100 capsizes off LibyaMigrant boat carrying 100 capsizes off Libya
Sunday, 31 August 2014, 11:00
Libyan coast guard official said a boat carrying more than 100 migrants has capsized off the coast near the capital. Abdel-Latif Mohammed said the coast guard found the damaged rubber boat early Sunday off the shores of al-Qarbouli, 50 kilometreseast of Tripoli. Weiterlesen »
Private migrant rescue mission MOAS has saved its first group of migrants, 130 men, 40 women and 57 children, many of whom are infants. Weiterlesen »
Bürgermeisterin Nicolini nimmt in einem Interview die Entscheidung, Mare Nostrum allmählich herunterzufahren und Frontex Plus aufzubauen, in die Kritik. Sie bezeichnet die entschiedene Entwicklung als Rückkehr in die Vergangenheit. Weiterlesen »
http://www.imo.org/blast/blastDataHelper.asp?data_id=15276&filename=UNHCRIMOleafletpersonsrescuedatsea.pdf UNHCR IMO leaflet persons rescued at sea http://www.unhcr.org/531990199.html UNHCR Central Mediterranean Sea Initiative (CMSI) EU solidarity for rescue at sea and protection of refugees and migrants Weiterlesen »
Die italienische Tageszeitung „La Stampa“ beschreibt die ersten Umrisse des „Frontex Plus“ Vorhabens, das in den kommenden Monaten „Mare Nostrum“ allmählich ersetzten soll. „Frontex Plus“ würde nur in den Territorialgewässern der EU-Staaten patrouillieren. Die italienische Marine würde ihre Fahrten in die internationale Gewässer vor Libyen reduzieren. Die französische Regierung hat erstes Interesse an Teilnahme an „Frontex Plus“ gezeigt. Weiterlesen »
Entscheidungen, die – nach heutigem Sprachgebrauch – als Verabredung zu „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ gewertet werden können, werden im Stillen getroffen. Das heutige Treffen zwischen der EU-Kommissarin Cecilia Malmström und dem italienischen Innenminister Angelino Alfano kann sich als eine wirkungsvolle Weichenstellung erweisen, die in der knapp 5-minütigen Pressekonferenz
http://ec.europa.eu/avservices/video/shotlist.cfm?ref=I092071
nur für Insider erkennbar ist und deren Gehalt salamischeibchenweise in den kommenden zwei Monaten in den unterschiedlichsten EU-Gremien ausgestaltet und ausformuliert werden wird. Weiterlesen »
PRO ASYL fordert Europäisierung der Seenotrettung
Mittwoch, den 27. August 2014 um 11:50 Uhr
Brüssel. – Am Mittwoch haben sich in Brüssel EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström und der italienische Innenminister Angelino Alfano getroffen, um über die Fortführung der Rettung schiffbrüchiger Flüchtlinge im Mittelmeer zu verhandeln. Die Flüchtlingsorganisation PRO ASYL fordert aus diesem Anlass die sofortige Ausweitung und Europäisierung der Seenotrettung.Italien droht, die Militäroperation „Mare Nostrum“ im Oktober zu beenden. Das Land sei nicht mehr in der Lage, diesen Einsatz, der bereits tausenden Flüchtlingen das Leben rettete, zu finanzieren. Mehrfach hat Rom die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten um Hilfe gebeten, mehrfach wurde diese abgelehnt. PRO ASYL befürchtet, dass am Ende der Verhandlungen eine Art „Mare Nostrum light“ entstehen könnte, mit der fatalen Konsequenz, dass noch weniger Menschen gerettet werden. […]
http://noticiasvenezuela.info/2014/08/en-impactactes-fotos-encuentran-cientos-de-cadaveres-en-las-costas-de-libia/
Offensichtlich handelt es sich auf den Fotos um Leichen der letzten Schiffskatastrophe in der Nacht von Freitag auf Samstag, die 270 Menschenleben gekostet hat. Die Särge – oder zumindest diese Fotos in Großformat – sollte man nach Brüssel bringen, wo morgen die italienische Regierung und die EU-Kommission über Push back und noch wachsenden Massentod im Zentralen Mittelmeer entscheiden wird.