09. Februar 2014 · Kommentare deaktiviert für Lampedusa Charta – Reportage (taz) · Kategorien: Italien · Tags: , ,

http://www.taz.de/Fluechtlingspolitik-von-unten

Aktivisten und Flüchtlinge verfassen ein Manifest für ein offenes Europa. Sie treffen sich dafür an einem symbolischen Ort – auf Lampedusa.

Christian Jacob

LAMPEDUSA taz | Als er das erste Mal hier ankam, wollte Friday Emitola alles: eine Arbeit, eine Zukunft, ein neues Leben. Exakt 900 Tage ist das her. Nichts davon hat er bekommen. Deswegen ist er heute wieder da. Er steht im Konferenzraum des nagelneuen Flughafens von Lampedusa; es ist der größte Saal, den es auf der winzigen Mittelmeerinsel gibt, und er nimmt das Mikrofon. „Keiner meiner Träume hat sich erfüllt“, sagt Emitola. „Meine Jahre in Europa waren Jahre des Leids und Jahre der Gewalt.“
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07. Februar 2014 · Kommentare deaktiviert für Lampedusa: Rasante Militarisierung · Kategorien: Hintergrund, Italien, Lesetipps · Tags: , ,

http://www.slate.fr/story/83169/lampedusa

Lampedusa: la face cachée de l’opération Mare Nostrum

Le 5 février 2014, les migrants secourus par la marine italienne. REUTERS/Marina Militare/Handout via Reuters

Après le naufrage du 3 octobre 2013 qui a vu 366 migrants mourir au large de Lampedusa, l’une des principales portes d’entrée vers l’Europe, le gouvernement italien a lancé une opération militaire et humanitaire avec l’appui de l’Union européenne. Mais, derrière cet objectif «humanitaire», se cache un intérêt lucratif non négligeable.
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06. Februar 2014 · Kommentare deaktiviert für Süditalien, Lampedusa: 1.120 Boat-people aufgebracht · Kategorien: Italien · Tags: ,

Augusta, In arrivo sulla San Marco gli oltre mille migranti soccorsi ieri dalla Marina Militare

Continua incessante il fenomeno migratorio dalle coste del Nord Africa. Dopo gli oltre 2mila immigrati giunti nel solo mese di gennaio, nella giornata di ieri le navi della Marina Militare Italiana, impegnate nell’operazione „Mare Nostrum“, hanno soccorso con diverse operazioni nel Canale di Sicilia nove imbarcazioni con a bordo un totale di 1120 immigrati.

Le operazioni di salvataggio e trasbordo sono state effettuate dal pattugliatore Vega, dalle motovedette CP303 e CP319 della Capitaneria di porto e dalla nave anfibia San Marco. Proprio su quest’ultima sono stati convogliati tutti i migranti e la stessa sta già facendo rotta verso il porto di Augusta per dare il via alle operazioni di sbarco.

via Augusta, In Arrivo Sulla San Marco Gli Oltre Mille Migranti Soccorsi Ieri Dalla Marina Militare | Siracusa News

06. Februar 2014 · Kommentare deaktiviert für Lampedusa: „Im Winter übers Mittelmeer“ – nzz · Kategorien: Eritrea, Italien, Libyen, Syrien · Tags: , , , ,

nzz 06.02.2014

„Im Winter übers Mittelmeer
Flüchtlingszustrom reisst nicht ab

Trotz Kälte und Stürmen haben im Januar wieder über 2000 Bootsflüchtlinge von Afrika aus Italien erreicht. Die meisten kommen aus drei nahe gelegenen Krisenländern.

Die Zahlen sprechen für sich: Im Januar sind 2156 Flüchtlinge aus Afrika mit Booten an den Küsten Italiens gelandet. Im ganzen Jahr 2013 erreichten total 42 925 Bootsflüchtlinge Italien, dreimal so viele wie im Jahr 2012. 3818 von ihnen waren Minderjährige unter 18 Jahren, die ohne Angehörige ankamen. Die meisten von ihnen, nämlich 37 258, wurden schon auf See von Italiens Küstenwache aufgespürt und eskortiert. Auch am Mittwoch wurden wieder vier Boote mit insgesamt 550 Personen vor der Insel Lampedusa gesichtet.
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05. Februar 2014 · Kommentare deaktiviert für Lampedusa: Militär spürt 550 Boat-people auf · Kategorien: Italien · Tags: ,

Immigrazione:nuova ondata migranti,in arrivo 550 a Lampedusa

(ANSA) – ROMA, 5 FEB – L’elicottero EH101 della nave anfibia San Marco stamattina ha individuato, a sud est di Lampedusa, quattro imbarcazioni con a bordo oltre 450 migranti. Il pattugliatore Vega inoltre ha individuato, a sud est di Lampedusa, una ulteriore imbarcazione con circa 100 migranti a bordo. Constatata la scarsa galleggiabilità e il sovrannumero di persone a bordo, la nave Vega – ha reso noto la Marina Militare – ha dichiarato la situazione di emergenza ed è attualmente impegnata nel soccorso.

via Immigrazione:nuova ondata migranti,in arrivo 550 a Lampedusa

05. Februar 2014 · Kommentare deaktiviert für Spanien, Italien, Zypern: Unmenschliche rechtswidrige Abschiebehaft – Studie · Kategorien: Hintergrund, Italien, Lesetipps, Spanien · Tags:

Pressemitteilung 4. Februar 2014

“At the limen” – Bericht über Abschiebungshaft und die EU-Rückführungsrichtlinie
Untersuchung zeigt gravierende Mängel bei der Umsetzung der Rückführungsrichtlinie in Spanien, Italien und Zypern

Unmenschliche und rechtswidrige Bedingungen in der Abschiebungshaft

Vom 1. August 2012 bis zum 31. Januar 2014 hat borderline-europe e.V. in Kooperation mit den Partnerorganisationen KISA in Zypern, Borderline Sicilia in Italien und Mugak und Acoge in Spanien die Umsetzung der so genannten Rückführungsrichtlinie der EU (2008/115/EG) und hierbei insbesondere die konkrete Ausgestaltung der Abschiebungshaft in den drei Ländern untersucht.

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03. Februar 2014 · Kommentare deaktiviert für Lampedusa-Carta (italienisch) · Kategorien: Italien

http://www.meltingpot.org/La-Carta-di-Lampedusa

La Carta di Lampedusa

Testo approvato a Lampedusa l’1 Febbraio 2014

PREAMBOLO

La Carta di Lampedusa è un patto che unisce tutte le realtà e le persone che la sottoscrivono nell’impegno di affermare, praticare e difendere i principi in essa contenuti, nei modi, nei linguaggi e con le azioni che ogni firmatario/a riterrà opportuno utilizzare e mettere in atto.

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02. Februar 2014 · Kommentare deaktiviert für Lampedusa Treffen, 2. Tag · Kategorien: Italien · Tags: ,

http://www.globalproject.info/it/in_movimento/carta-di-lampedusa
[dort auch mit Kurzvideos]

Carta di Lampedusa secondo giorno
Una scrittura collettiva, a volte difficile, perché non è semplice costruire percorsi in comune, eppure riuscito.
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30. Januar 2014 · Kommentare deaktiviert für Sizilien: Kriminalisierung Fluchthilfe · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: , ,

nzz 30.01.2014

„Schlag gegen Schlepper auf Sizilien

(apa) · Auf Sizilien sind elf Personen verhaftet worden, denen vorgeworfen wird, ein kriminelles Netzwerk aufgebaut zu haben, um afrikanische Migranten von Süditalien nach Nordeuropa zu bringen. Das berichteten italienische Medien. […]“

28. Januar 2014 · Kommentare deaktiviert für „Libyen bleibt das bevorzugte Transitland für Flüchtlinge“ · Kategorien: Italien, Libyen · Tags:

Quelle: NZZ

„Von Afrika via Tripolis nach Europa

Libyen bleibt das bevorzugte Transitland für Flüchtlinge

Libyen ist das Transitland für Tausende von afrikanischen Flüchtlingen, die pro Jahr nach Europa reisen. Der schwache Staat ist weitgehend machtlos. Milizen und Schlepperbanden verdienen am lukrativen Menschenhandel.

Astrid Frefel, Kairo

[…] Der Flüchtlingsstrom über das Mittelmeer Richtung Europa spiegelt die Kriege und politischen Krisen, die Armut und Unterentwicklung in der näheren und weiteren Region. Derzeit stammen besonders viele Bootsflüchtlinge aus dem ostafrikanischen Bürgerkriegsland Somalia und aus der Militärdiktatur Eritrea. Aber auch Tunesier und Ägypter schätzen die Chancen bei einem Umweg über Libyen höher ein als beim direkten Fluchtweg nach Europa. Unter den Toten von Lampedusa befanden sich sogar Migranten aus fernen asiatischen Ländern wie Bangladesh.

Ein relativ neues Phänomen sind syrische Familien, von denen immer mehr den Weg nach Europa auf dieser gefährlichen Route suchen. Davor, ausgelöst durch den arabischen Frühling, waren es vor allem Tunesier, die die Libyen-Route wählten. Der Andrang war allerdings weniger bedingt durch die politischen Veränderungen selbst als durch laxere Grenzkontrollen in den betroffenen Ländern.

Hochsaison sind die Sommermonate, wenn das Meer relativ ruhig ist. Insgesamt hatte die Flüchtlingswelle auf diesem Weg im vergangenen Sommer und Herbst ungefähr die Stärke des Jahres 2011. Frontex, die Agentur, die das Management der EU-Aussengrenzen koordiniert, bezifferte die illegalen Grenzübertritte über die zentrale Mittelmeer-Route bis Ende September 2013 auf 31 000. Im Jahr 2011, dem Jahr des arabischen Frühlings, lag der Wert bei 64 300. Im Jahr 2012 sank die Zahl dann auf 15 900, vor allem bedingt durch die Nachkriegswirren in Libyen. Frontex hat keine Statistiken über Todesfälle und Verletzte.

[…] In Libyen blühte dieses Geschäft nach einer kurzen Flaute im Gefolge von Ghadhafis Sturz rasch wieder auf. Fährt man durch die Hauptstadt Tripolis stechen auf grossen Plätzen und an Strassenkreuzungen die wilden, ambulanten «Arbeitsmärkte» ins Auge, die in den Monaten nach dem Krieg gegen das Ghadhafi-Regime im Jahr 2011 verschwunden waren. Jetzt bieten sich wieder Hunderte von Schwarzafrikaner als Taglöhner an, ohne die der gegenwärtige Bauboom nicht möglich wäre. Libyen ist auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen. Es ist daher ein ideales Transitland, da es den Fluchtwilligen auch die Möglichkeit bietet, sich das Geld für die Schlepper zu verdienen – das heisst derzeit etwa 1500 Dollar für die Überfahrt nach Italien. Diese Schleppernetze sind intakt und die Beamten nicht pflichtbewusster und nicht weniger korrupt als unter Ghadhafi.

[…] Die Behörden vereitelten jeden Tag Hunderte von illegalen Grenzübertritten, erklärte der Regierungschef Ali Zaidan kürzlich. Ebenso viele schlüpfen aber durch die Lücken in der Tausende Kilometer langen Grenze in der Wüste. Viele der Schwarzafrikaner, die geschnappt werden, landen in Gefängnissen. Diese Zentren stehen zum Teil unter der Kontrolle von Milizen und werden von internationalen Organisationen regelmässig wegen Folter und Misshandlungen sowie Zwangsarbeit für Militär und Milizen kritisiert. Eines der berüchtigtsten Lager ist jenes in der Stadt Sebha im Süden des Landes, das ein italienischer Staatsanwalt nach der Lampedusa-Katastrophe als Konzentrationslager bezeichnete.

Amnesty International hat sieben dieser Zentren besucht und die Zustände als unhaltbar bezeichnet. Übergriffe auf Menschen aus dem subsaharischen Afrika seien ein Kennzeichen der Ghadhafi-Herrschaft gewesen und drohten jetzt zu einem Dauerzustand zu werden, schrieb Amnesty in dem Bericht. Forscher der belgischen Tilburg-Universität haben kürzlich Flüchtlinge interviewt, die der Hölle von Sebha entkommen konnten. Sie berichteten, dass in dem Lager libysche Milizen und afrikanische Schlepper zusammengearbeitet hätten. Für 3500 Dollar konnten sich die Flüchtlinge freikaufen, woraufhin sie an die Küste gebracht wurden.

[…] Libyen unterscheidet nicht zwischen Migranten und Flüchtlingen, die Schutz verdienen. Eine eigentliche Asylgesetzgebung gibt es noch nicht. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) ist derzeit dabei, Tripolis bei der Erarbeitung eines Systems zum Management der Migration zu unterstützen, nachdem die Migrationsfrage bisher auf das Problem der Grenzkontrolle beschränkt gewesen war.

Eine enge Kooperation auf diesem Gebiet gibt es seit Jahren mit Italien. Im Jahr 2009 schloss Ghadhafi mit Rom ein Abkommen, das auch Rückschaffungsaktionen umfasste. Im Sommer 2012 wurde ein neues Memorandum of Understanding unterzeichnet, dessen Text nicht publiziert ist. Es umfasst insbesondere eine Sicherheitszusammenarbeit und technische Hilfe aus Italien bei den Grenzkontrollen. Vor wenigen Tagen erklärte ein Sprecher des libyschen Verteidigungsministeriums, italienische Experten hätten eben damit begonnen, an den südlichen Grenzen modernste Sicherheitstechnik zu installieren. Die Wüste soll auch mit Satelliten überwacht werden.


Ghadhafis afrikanisches Erbe

el. Kairo ⋅ Frustriert über seine arabischen Brüder hatte sich der libysche Diktator Muammar Ghadhafi in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre dem schwarzen Kontinent zugewandt. Er bezeichnete sein Land als Tor zu Afrika und machte die Grenzen für alle Afrikaner weit auf. An die zwei Millionen kamen, bis sie zu einer Hypothek für das Land wurden und für Probleme mit Europa sorgten. Hunderttausende fanden in dem nordafrikanischen Ölstaat, der auf Fremdarbeiter angewiesen ist, einen Job. Tausende nutzten Libyen aber auch nur als Sprungbrett nach Europa.

[…] Ohne grosses Aufheben hatte aber bereits Ghadhafi begonnen, etwas Gegensteuer zu gegeben. Er liess nicht nur die Spruchbänder mit den Lobpreisungen des Schwarzen Kontinents aus den Strassen von Tripolis weitgehend entfernen, sondern versuchte auch, potenzielle Migranten zu entmutigen, nach Libyen zu kommen. Ghadhafi begann sogar damit, illegale Eingewanderte in ihre Heimatländer zurückzuschaffen. «Herumlungern» werde nicht geduldet, nur wer Arbeit habe, könne bleiben, erklärte er in einer seiner Reden markig. Diese Kehrtwende war auch Teil seines Entgegenkommens gegenüber den Europäern, um die Aufhebung der politischen Isolation Libyens zu erreichen. In der Ghadhafi-Ära und unter den Augen seines immensen Sicherheitsapparates entstanden allerdings auch die Schmugglernetze, die heute noch intakt sind.“