13. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Mitten auf der Balkanroute steckengeblieben“ · Kategorien: Balkanroute, Serbien

Quelle: derStandard

Derzeit sitzen insgesamt 2000 Flüchtlinge in Serbien fest. Niemand weiß, was nun mit ihnen geschehen soll

Andrej Ivanji aus Preševo

„Weißt du, dass die Grenzen geschlossen sind?“ Zainab lächelt, während die Frage ins Arabische übersetzt wird. „Wie denn geschlossen?“, fragt sie unbekümmert zurück. Sie hat mit ihrer vierjährigen Tochter in den vergangenen Wochen schon so viele Grenzen legal und illegal überquert. Der Übersetzer Abdul, selbst ein Flüchtling aus Syrien, erläutert ihr ausführlich die Lage. Er hat es an diesem Mittwoch schon so oft getan. Er erklärt der jungen Frau, dass die ganze Balkanroute geschlossen sei, dass sie ohne gültigen Reisepass und Visa nicht mehr weiterkommt, weil Österreich und Slowenien gar keine Flüchtlinge mehr hereinlassen und folgerecht Kroatien, Serbien und Mazedonien ihre Staatsgrenzen dichtgemacht haben.

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13. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlings-Deal mit der Türkei: Plan ohne Sinn und Verstand“ · Kategorien: Europa, Türkei · Tags:

Quelle: Spiegel Online

Der geplante Austausch von Flüchtlingen mit der Türkei ist unlogisch, bestenfalls inkompetent, schlimmstenfalls aber zynisch zu nennen. Er kann nicht funktionieren.

Ein Gastbeitrag von Joachim Behnke

Beim EU-Gipfel vom 7. März wartete die Türkei überraschend mit einem Vorschlag auf, der von Angela Merkel als „Durchbruch“ bezeichnet wurde, aber auch von anderen Akteuren als ein Fortschritt in Hinsicht auf die Lösung des Flüchtlingsproblems angesehen wird. Positiv an diesem Vorschlag ist, dass die EU als EU über ihn diskutiert – und das Flüchtlingsproblem also als ein europäisches Problem behandelt, was es ohne Zweifel auch ist. Insofern kann man hierin in gewisser Weise eine Bestätigung der grundsätzlichen Haltung Angela Merkels sehen.

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13. März 2016 · Kommentare deaktiviert für Bericht aus Belgrad · Kategorien: Balkanroute, Serbien

Quelle: Open Borders

Seit einer Woche sind wir nun wieder in Belgrad und knüpfen an die Erfahrungen an, die wir Ende Februar in dieser Stadt gemacht haben. Wie im Bericht vom 28. Februar angeklungen, befinden sich die Aktivist*innen der NoBorder Serbia Gruppe bereits am Limit ihrer Kapazitäten und bekommen wenig Unterstützung von anderen lokalen Gruppen. Der Wunsch nach einer kontinuierlichen, regierungsunabhängigen Struktur und Support von anderen Gruppen ließ uns zurück in diese Stadt kommen. In der vergangenen Woche ist dann so viel passiert, dass wir keine Zeit hatten kurze Zwischenberichte zu veröffentlichen. Diesem wollen wir nun nachkommen…

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13. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Europa plant Turbo-Asyl für syrische Flüchtlinge“ · Kategorien: Europa, Türkei · Tags:

Quelle: Die Welt

Die EU bereitet sich darauf vor, der Türkei viele Flüchtlinge abzunehmen. Bei der Auswahl soll der Fokus darauf liegen, dass von einem Flüchtling keine Gefahr ausgeht. Aber dazu sind Ausweise nötig.

Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) arbeiten an einem beschleunigten Auswahlverfahren, um schnell große Flüchtlingskontingente aus der Türkei aufnehmen zu können. Das erfuhr die „Welt am Sonntag“ aus EU-Verhandlungskreisen. Bereits am Montag treffen sich die Expertengruppen der 28 Staaten zu weiteren Beratungen. Ziel ist, noch vor dem EU-Gipfel Ende der Woche eine Einigung zu erzielen.

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12. März 2016 · Kommentare deaktiviert für Militarisierung hilft nicht: Europas Sturheit und die Not der Flüchtlinge · Kategorien: Balkanroute, Europa, Griechenland, Türkei · Tags:

Quelle: n-tv

Die EU behandelt die Flüchtlingskrise als militärisches Problem. Die Folgen: Neue Schlepperrouten entstehen, Flüchtlinge werden hemmungslos ausgebeutet und immer mehr Menschen sterben in der Ägäis.

Ein Kommentar von Marianna Karakoulaki, Idomeni

Nach Wochen, in denen Flüchtlinge nur noch eingeschränkt nach Nordeuropa reisen konnten, scheint die sogenannte Balkan-Route jetzt endgültig geschlossen zu sein. Obwohl es weder eine offizielle Erklärung noch eine Entscheidung über den Status der Route gibt, haben Alleingänge einiger Balkan-Staaten, die stillschweigend von EU-Mitgliedsländern unterstützt wurden, einen Dominoeffekt ausgelöst.

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12. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Beschwerliche Flüchtlingsroute über die Ukraine“ · Kategorien: Ukraine · Tags:

Quelle: Deutschlandfunk

Eine der Schleuserrouten für Flüchtlinge unter anderem aus Syrien führt von Russland oder dem Hafen Odessa über die Karpaten bis in die Ukraine. Bisher sind nur wenige Flüchtlinge darüber ins Land gekommen, weil dies ein beschwerlicher Weg ist – das könnte sich aber bald ändern.

Von Jan Pallokat

Hussam Al-Jamani ist ukrainischer Vorzeige-Syrer. Der Mann aus Damaskus lebt seit drei Jahren in Kiew. Er hat ein plüschiges syrisches Restaurant eröffnet, das er Englisch „In Mood“ genannt hat, „In Stimmung“. Er hat dort ukrainische Kellner, es gibt Rosentee. Und der Kirsch-Schaschlik schmeckt gut. Der Chef kocht selbst.

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12. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Österreich erwägt weitere Grenzzäune“ · Kategorien: Balkanroute, Österreich · Tags:

Quelle: DW

Österreich will die Sicherung seiner Grenzen ausweiten. So möchte Innenministerin Mikl-Leitner verhindern, dass Flüchtlinge auf andere Routen ausweichen, nachdem die Balkanroute praktisch geschlossen wurde.

Österreich treibt nach den Worten von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner Planungen für Kontrollen an weiteren Grenzübergängen voran. Es sei davon auszugehen, dass die Flüchtlinge nach der Schließung der Balkanroute versuchen würden, auf andere Routen auszuweichen, sagte die Ministerin der „Welt am Sonntag“. „Wir bereiten uns daher darauf vor, die österreichische Grenze auch an anderen Grenzübergängen zu sichern.“

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12. März 2016 · Kommentare deaktiviert für Bulgaria as an alternative Route? · Kategorien: Bulgarien · Tags: ,

Quelle: bordermonitoring.eu

The complete closing of the humanitarian corridor caused a humanitarian emergency in the Greek village Idomeni. In the recent days Bulgaria’s politicians have expressed their fear, that an alternative humanitarian corridor could emerge via Bulgaria. The Foreign Minister Daniel Mitov warned about such developments and the Interior Minister Rumyana Bachvarova stated that the EU Commission was already asked by Bulgaria for help in order to boost the security at the Greek border. Bulgaria’s Defense Minister Nikolay Nenchev talked about the possibility of building a new fence between Greece and Bulgaria. Until now Nenchev did not see it as an important step, but rather as a ‚last resort‘. He mentioned that the army at the border will only be used in “emergency cases“. In the beginning of March 2016, a drill was held by Bulgarian authorities at the border crossing Kulata-Promachonas, which is located about 125 km away from Idomeni.

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12. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Bulgarien will nicht zur Ausweichroute werden“ · Kategorien: Bulgarien, Rumänien · Tags:

Quelle: DW

Grenzzäune zur Abwehr der Flüchtlingsströme sind für immer mehr Staaten in Südosteuropa das Mittel der Wahl. Jetzt erwägt auch Bulgarien den Bau einer solchen Barriere an seiner Grenze zu Griechenland.

Damit will Bulgarien verhindern, dass Migranten nach Schließung der bisherigen sogenannten „Balkanroute“ auf alternative Fluchtrouten Richtung Westeuropa über sein Staatsgebiet ausweichen. Das Verteidigungsministerium sei bereit, notfalls unverzüglich einen Schutzzaun an der Grenze zu Griechenland zu bauen, sagte Verteidigungsminister Nikolaj Nentschew im staatlichen Fernsehen. Allerdings räumte er ein: „Zu diesem Zeitpunkt gibt es keine Flüchtlinge, die sich in Richtung der bulgarischen Grenze bewegen.“ „Wir haben dieses Risiko erkannt und ergreifen alle Maßnahmen dagegen“, sagte Innenministerin Rumjana Batschwarowa, die auch stellvertretende Regierungschefin ist.

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11. März 2016 · Kommentare deaktiviert für Flüchtlinge: Neue Route könnte über Bulgarien führen · Kategorien: Balkanroute, Bulgarien

Quelle: derStandard

Das Bundeskriminalamt berichtet von verstärkten Aktivitäten. Flüchtlinge im Land fühlen sich durchaus wohl, von NGOs kommt aber massive Kritik

Kim Son Hoang aus Banya und Sofia

Im Herzen Bulgariens klingt im ersten Moment wie mitten im Geschehen. Vor Ort wirkt Banya aber doch relativ weit vom Schuss. Und mit knapp 4.000 Einwohnern kann man hier wirklich guten Gewissens von einem ruralen Ambiente sprechen. Auf einer Anhöhe am Rande der Ortschaft ragt zwischen der verschneiten Landschaft ein oranges, modern wirkendes, zwei- bis dreistöckiges Gebäude empor. Der Zaun rundherum und der Sicherheitsdienst lassen es schon erahnen, hier handelt es sich um ein brisantes Gebäude: Es ist das zweitälteste in Bulgarien errichtete Flüchtlingslager und mit Platz für 70 Personen auch gleichzeitig das kleinste der insgesamt sechs Einrichtungen. Viel mehr erfährt man hier aber nicht.

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