Quelle: derStandard
Derzeit sitzen insgesamt 2000 Flüchtlinge in Serbien fest. Niemand weiß, was nun mit ihnen geschehen soll
Andrej Ivanji aus Preševo
„Weißt du, dass die Grenzen geschlossen sind?“ Zainab lächelt, während die Frage ins Arabische übersetzt wird. „Wie denn geschlossen?“, fragt sie unbekümmert zurück. Sie hat mit ihrer vierjährigen Tochter in den vergangenen Wochen schon so viele Grenzen legal und illegal überquert. Der Übersetzer Abdul, selbst ein Flüchtling aus Syrien, erläutert ihr ausführlich die Lage. Er hat es an diesem Mittwoch schon so oft getan. Er erklärt der jungen Frau, dass die ganze Balkanroute geschlossen sei, dass sie ohne gültigen Reisepass und Visa nicht mehr weiterkommt, weil Österreich und Slowenien gar keine Flüchtlinge mehr hereinlassen und folgerecht Kroatien, Serbien und Mazedonien ihre Staatsgrenzen dichtgemacht haben.