Quelle: Spiegel-Online
Immer mehr Flüchtlinge kommen übers Mittelmeer – und Italiens Auffanglager sind längst überfüllt. Weil der Staat nicht weiter weiß, organisieren Bürger die Integration nun selbst.
Von Hans-Jürgen Schlamp, Florenz
Als Abdourahmane in Florenz ankam, wollte er nur eines: weg!
Ein Bus hatte ihn mit 30 anderen afrikanischen Flüchtlingen von Sizilien in die Toskana gebracht. „F“ stand auf ihrem Transportschein. Dass damit Florenz gemeint war, erfuhren sie erst vor Ort. „Morgens sind wir lange durch die Stadt gefahren“, erinnert sich der Senegaler. „Dann ging es plötzlich in den Wald, und wir dachten, was ist jetzt los, wo kommen wir hin? Wir hatten Angst. Einer schrie: Gibt’s hier Löwen?“