20. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für „Willkommenskultur auf Italienisch: Ein Palazzo für die Flüchtlinge“ · Kategorien: Europa, Italien

Quelle: Spiegel-Online

Immer mehr Flüchtlinge kommen übers Mittelmeer – und Italiens Auffanglager sind längst überfüllt. Weil der Staat nicht weiter weiß, organisieren Bürger die Integration nun selbst.

Von Hans-Jürgen Schlamp, Florenz

Als Abdourahmane in Florenz ankam, wollte er nur eines: weg!

Ein Bus hatte ihn mit 30 anderen afrikanischen Flüchtlingen von Sizilien in die Toskana gebracht. „F“ stand auf ihrem Transportschein. Dass damit Florenz gemeint war, erfuhren sie erst vor Ort. „Morgens sind wir lange durch die Stadt gefahren“, erinnert sich der Senegaler. „Dann ging es plötzlich in den Wald, und wir dachten, was ist jetzt los, wo kommen wir hin? Wir hatten Angst. Einer schrie: Gibt’s hier Löwen?“

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20. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für „Abwehr in Afrika“ · Kategorien: Afrika, Deutschland, Europa · Tags:

Quelle: Jungle World

Schwerpunkt der Afrika-Rundreise Angela Merkels war die politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit Deutschlands mit den afrikanischen Staaten. Dass Afrika plötzlich wieder größere politische Bedeutung zugeschrieben wird, hat allerdings noch andere Gründe.

von Christian Jakob

So viel diplomatische Aufmerksamkeit hatte Afrika nicht einmal während der Ebola-Krise. Ein regelrechter Besuchsmarathon spielte sich in den vergangenen Wochen zwischen Berlin und dem afrikanischen Kontinent ab.

Den Grund nannte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) in ungewohnter Deutlichkeit: Wenn sich nichts ändere, drohe Europa eine dramatische Migration aus Afrika. Worin genau das Drama bestehe, ließ Müller offen. Dafür forderte er einen neuen »Marshall-Plan für Afrika«, der unter anderem einem »neuen Neokolonialismus« großer internationaler Investoren Einhalt gebieten solle. Dieser nämlich beute »Menschen und Ressourcen aus« und arbeite dabei »mit korrupten Minderheiten und Eliten in einigen Ländern zusammen«. Gemünzt waren die Äußerungen auf China.

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20. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für „Roma gegen Flüchtlinge: Bulgariens Drama“ · Kategorien: Bulgarien

Quelle: DW

Die Präsenz von Flüchtlingen in Bulgarien löst soziale Konflikte aus. Roma wettern gegen Afghanen und Syrer, zusätzliche Polizisten kontrollieren die Roma, und die neuen EU-Grenzschützer bleiben unbemerkt.

„Europäische Grenzschützer? In Bulgarien? Das kann nicht sein!“ Ivan glaubt es nicht. Er hat noch nicht mitbekommen, dass die neue EU-Agentur für Grenz- und Küstenschutz seit 6. Oktober ihre Arbeit an der bulgarisch-türkischen Grenze aufgenommen hat.

Der Obstverkäufer steht auf dem Markt in Harmanli, eine Kleinstadt mit 18.000 Einwohnern, nur 30 Kilometer von der türkischen Grenze entfernt. Auch ein Flüchtlingslager gibt es in der Stadt. „Die Flüchtlinge tun mir leid, sie werden betrogen“, seufzt Ivan. Sie würden ihr Leben riskieren, viel Geld an Schlepper zahlen, um letztendlich in Bulgarien zu landen, wo die Bedingungen in den Flüchtlingslagern furchtbar und die Polizisten brutal seien, so sieht es Ivan.

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20. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für „Dschungel von Calais“: Wohin mit den Flüchtlingen? · Kategorien: Frankreich, Großbritannien · Tags:

Quelle: Deutschlandfunk

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen hat sich für eine Räumung des sogenannten „Dschungel von Calais“ ausgesprochen. Die Lebensbedingungen im Lager seien „erbärmlich“. Doch bisher gibt es keinen konkreten Räumungsplan und es ist weiter unklar, wohin mit den bis zu 10.000 Flüchtlingen.

Von Jürgen König

Ende September hatte Staatspräsident Francois Hollande angekündigt, das Flüchtlingslager, der „Dschungel von Calais“, werde noch in diesem Jahr geräumt. Doch wann das sein wird, das sagt niemand. Was bei den in Calais arbeitenden Hilfsorganisationen auf Unverständnis stößt. Bei Ronja zum Beispiel, 23 Jahre alt. Schon seit Februar kocht sie für die Hilfsorganisation „L‘Auberge des migrants“, die eng mit der britischen Einrichtung „Refugee Community Kitchen“ zusammenarbeitet. Täglich versorgen sie rund Zweieinhalbtausend Menschen.

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20. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für „Zeit für Plan B in der Europäischen Flüchtlingskrise“ · Kategorien: Deutschland, Europa, Lesetipps · Tags: ,

Quelle: Heinrich-Böll-Stiftung

Die Anzahl der in 2015 nach Europa Geflüchteten legte die Unzulänglichkeit der gemeinsamen EU-Asylpolitik offen und belastete die südlichen Mitgliedsstaaten unverhältnismäßig stark. Um die EU aus der Krise zu führen braucht es mehr als ein EU-Türkei-Abkommen.

Bodo Weber

Im Laufe des Jahres 2015 machten sich geschätzte 1,5 Millionen Menschen, die größte Gruppe unter ihnen Kriegsflüchtlinge aus Syrien, von Griechenland über die Balkanroute auf den Weg nach Westeuropa. Die Verlagerung hin zu dieser vormals marginalen Route für die irreguläre Einreise von Flüchtlingen und Migranten in die EU führte zum Zusammenbruch der Außengrenzen der Union in der Ägäis, und verwandelte das langjährige Problem einer fehlerhaften gemeinsamen europäischen Asylpolitik, welche die südlichen Mitgliedsstaaten unverhältnismäßig in Mitleidenschaft zog, in eine ernsthafte Krise.

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19. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für „Libyen: Die Küste bleibt Revier der Milizen und Geschäftemacher“ · Kategorien: Europa, Hintergrund, Libyen

Quelle: Telepolis

Ein „Putschversuch“ in Tripolis unterminiert die Einheitsregierung. Auf deren Hilfsgesuch warten die Nato und die EU, um die Außengrenzen besser zu kontrollieren

Thomas Pany

Libyen ist eine Schatzkammer für viele. Die Mafia unterhält beispielsweise einen lukrativen Schwarzmarkthandel mit „monumentalen Antiquitäten„, die ihr IS-Milizen aus dem Land beschaffen (im Gegenzug liefern die Verbrecherbanden den Terroristenbanden Waffen).

Der Ölreichtum des Landes ist für viele verlockend, insbesondere weil es darum geht, die Milizen zu bezahlen.

Dann gibt es noch den beinahe sagenumwobenen zig Milliarden Dollar schweren Schatz aus Gaddafis Zeiten, der schon zu dessen Lebzeiten den Appetit einer großen Investmentbank erregte, die mit Prostituierten zum Abschluss großer Geschäfte verführte – eine „extra mile“, die schon in Ordnung geht, beschied kürzlich ein US-Gericht.

Darüber hinaus gibt es noch die beinahe sagenumwobenen „Millionen Flüchtlinge“ (vgl. EU-Flüchtlingsdeal mit Libyen: Auffanglager und „Inhaftierungszentren“), die darauf warten, dass sie von Libyens Küsten aus nach Europa gelangen. Auch das ist ein lukratives Geschäftsmodell – und zugleich die größte Sorge der EU.

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19. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für „EU-Gipfel zu Flüchtlingspolitik: Keine Flucht aus Afrika“ · Kategorien: Afrika, Europa

Quelle: taz

Auf ihrem Gipfel peilt die EU die komplette Schließung der „Mittelmeerroute“ aus Afrika an. Bis Dezember sollen „konkrete und messbare Ergebnisse“ vorliegen.

Eric Bonse

BRÜSSEL taz | Europa will sich noch mehr vor „illegalen“ Flüchtlingen abschotten. Dies ist der Tenor eines Beschlussentwurfs für den EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag, der der taz vorliegt. Die östliche Mittelmeerroute (über die Türkei) müsse besser überwacht, die zentrale Route (über Italien) komplett geschlossen werden.

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19. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für „Fluchtursachen bekämpfen heißt EPAS abschaffen“ · Kategorien: Afrika, Europa

Quelle: attac

Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPAs) der EU mit Namibia, Botswana, Swasiland, Südafrika und Lesotho treten in Kraft

Anlässlich des Welternährungstages am vergangenen Sonntag weist Attac auf die erwarteten Auswirkungen der in dieser Woche in Kraft getretenen Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPAs) der EU mit Namibia, Botswana, Swasiland, Südafrika und Lesotho hin: Durch die Freihandelsabkommen werden Entwicklungschancen, Lebensgrundlagen und Märkte zerstört, wodurch weiter Menschen in die Flucht getrieben werden. Weitere afrikanische Länder, die noch nicht unterzeichnet haben und Einwände erheben, werden durch die EU massiv unter Druck gesetzt.

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19. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlingslager in Calais wird geräumt“ · Kategorien: Frankreich, Großbritannien · Tags:

Quelle: DW

Ein französisches Gericht hat die geplante Räumung des Flüchtlingslagers von Calais grundsätzlich gebilligt. Der Abriss der improvisierten Siedlung könnte nächste Woche beginnen.

Das Verwaltungsgericht der Stadt Lille lehnte am Dienstag einen Eilantrag von elf Hilfsorganisationen gegen die anstehende Auflösung des sogenannten Dschungels ab. Die Räumung des Lagers als solche sei kein Verstoß gegen das Verbot von „unmenschlicher und entwürdigender Behandlung“ von Menschen, argumentierte das Gericht. Vielmehr ziele die Auflösung des Lagers unter anderem darauf ab, eine solche Behandlung von Flüchtlingen zu beenden.

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19. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für „BKA-Bericht: Fast 800 Angriffe auf Asylunterkünfte“ · Kategorien: Deutschland · Tags:

Quelle: Spiegel Online

Rechtsextreme Hetze, Brandstiftungen, Überfälle: Die Zahl der Angriffe gegen Flüchtlingsheime ist stark gestiegen. Laut Bundeskriminalamt gab es im laufenden Jahr bereits viermal so viele Straftaten wie 2014.

Seit Beginn des Jahres sind einem Zeitungsbericht zufolge bereits fast 800 Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte verübt worden. Das Bundeskriminalamt (BKA) habe im laufenden Jahr 797 Straftaten gegen Flüchtlingsheime registriert, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe.

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