04. Dezember 2016 · Kommentare deaktiviert für „Bundesregierung will Hotspots in Tunesien“ · Kategorien: Afrika, Ägypten, Deutschland, Mittelmeerroute, Tunesien

Quelle: Zeit Online | 03.12.2016

Flüchtlinge sollen nach Plänen des Innenministeriums gar nicht erst über das Mittelmeer gelangen. Laut Medienbericht sollen die Menschen nach Tunesien gebracht werden.

Die Bundesregierung will laut einem Bericht des Spiegel den Weg für Flüchtlinge über die Mittelmeerroute massiv erschweren. Das Bundesinnenministerium unter Minister Thomas de Maizière (CDU) plane Hotspots für Flüchtlinge in Tunesien.

Ganz neu ist die Diskussion darum nicht. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte schon vor Monaten vorgeschlagen, mit Tunesien und Ägypten einen ähnlichen Flüchtlingspakt auszuhandeln wie mit der Türkei. Deutschland hat außerdem 2016 bereits einen zweistelligen Millionenbetrag in Tunesiens Grenzschutz investiert. „Vorverlagerungsstrategie“ nannte Helmut Teichmann, der Abteilungsleiter der Bundespolizei im Innenministerium, das im Oktober in der ZEIT.

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04. Dezember 2016 · Kommentare deaktiviert für „Tirol: Zwei Flüchtlinge bei Unfall auf Güterzug getötet“ · Kategorien: Italien, Österreich · Tags:

Quelle: derStandard | 03.12.2016

Beim Abladen der Rollenden Landstraße – Dritter mit schwersten Verletzungen in Innsbrucker Klinik eingeliefert

Wörgl – Zwei Tote und einen Schwerstverletzten hat in der Nacht auf Samstag ein Unfall im Bahnhof Wörgl gefordert. Beim Entladen eines Güterzuges wurden laut Polizei zwei Männer und eine Frau, die sich auf der Ladefläche versteckt hatten, von Schwerfahrzeugen überrollt. Für zwei von ihnen kam jede Hilfe zu spät, einer der Männer wurde mit schwersten Verletzungen in die Innsbrucker Klinik eingeliefert.

Der Zug der sogenannten Rollenden Landstraße (RoLa), die Lkw auf der Schiene von Verona nach Wörgl transportiert, wurde kurz nach 1.30 Uhr entladen. Bei den drei Opfern dürfte es sich laut Polizei um Flüchtlinge handeln, die versucht haben, nach Deutschland zu gelangen.

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04. Dezember 2016 · Kommentare deaktiviert für Fluchthilfepreis geht an Franziska Hagelstein · Kategorien: Afghanistan, Deutschland · Tags:

Quelle: Flüchtlingsrat Niedersachsen | 03.12.2016

Der nach dem ehemaligen Vorsitzenden des Flüchtlingsrats Niedersachsen, Dr. Matthias Lange, benannte, in diesem Jahr erstmals vergebene, Fluchthilfepreis geht an Franziska Hagelstein.

Franziska Hagelstein hat, wie die Vorsitzende des Flüchtlingsrats, Claire Deery, in ihrer Laudatio hervorhob,  mit Mut, Entschlossenheit und unter Inkaufnahme persönlicher Konsequenzen dem in Griechenland gestrandeten 15-jährigen afghanischen Flüchtling Ramesh auf seiner Flucht geholfen und wurde dafür mit ihm in Bulgarien festgenommen und 32 Tage inhaftiert (siehe HAZ-Bericht vom 15.06.2015: Menschenschmuggel aus Überzeugung sowie Bericht der Elbe Jeelze-Zeitung vom 11.07.2015: Die Gefangenschaft, Verurteilung und Heimkehr der Franziska Hagelstein). Dem tatkräftigen Einsatz von Menschen wie Franziska Hagelstein ist es zu verdanken, dass Flüchtlinge allen Grenzbefestigungen, Kontrollen und Abwehrmaßnahmen zum Trotz nach wie vor Schutz und Asyl in Deutschland finden.

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03. Dezember 2016 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlingsdeal mit Ägypten: Berlin schaut bei Al-Sisi nicht so genau hin“ · Kategorien: Ägypten, Deutschland · Tags: ,

Quelle: n-tv | 02.12.2016

Ägypten sei kein sicherer Herkunftsstaat, erklärt die Bundesregierung, Menschenrechtslage und Haftbedingungen seien besorgniserregend. Dennoch will Berlin ein Flüchtlingsabkommen mit dem Land.

Von Sofian Philip Naceur, Kairo

Die Bootskatastrophe vor der ägyptischen Mittelmeerküste Ende September, bei der mindestens 300 Menschen bei dem Versuch ertranken, nach Italien überzusetzen, hat ein politisches Nachspiel. Seither fordern deutsche Politiker, auch mit Ägypten ein Flüchtlingsabkommen abzuschließen.

In der Tat ist die Anzahl der Flüchtlingsboote, die an der ägyptischen Küste in See stechen, in diesem Jahr stark gestiegen. Rund 12.000 Menschen sollen die gefährliche Überfahrt bisher gewagt haben. Doch die derzeit diskutierte engere Kooperation mit Kairo in Migrationsfragen ist höchst umstritten.

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03. Dezember 2016 · Kommentare deaktiviert für „Gestrandet in Serbien: Der Limbus mit Läusen“ · Kategorien: Balkanroute, Serbien

Quelle: DW | 02.12.2016

Die Balkanroute beherrscht zwar nicht mehr die Schlagzeilen, aber es gibt sie noch. Es ist eine Route der Ausgebremsten, die mit jedem Tag verzweifelter werden. Sie sammeln sich unter anderem in Belgrad.

„Wie alt bist du?“ „Ich bin 15.“ „Reist du allein?“ „Ja, allein.“ „Und keiner schützt dich?“ „Nein, keiner.“ „Hast du Familie in Deutschland?“ „Nein. Meine Familie hat mich hierher geschickt. Denn du weißt, wie die Situation in Afghanistan ist. Mein Vater wollte nicht, dass ich Landwirt werde wie er.“

Sohail ist ein zierlicher Junge, große kluge Augen und pubertär spärlicher Schnurrbart. Er ist einer von Tausenden in Serbien gestrandeten Flüchtlingen. Sie sind alle auf der Balkanroute ausgebremst, weil sie einfach zu spät kamen, als die Zäune, Grenzkontrollen und Abschiebungen in Europa zur „Mode“ wurden. Serbien macht fleißig mit und hat kaum eine andere Wahl: Nachbarländer machten auch dicht, Ungarn lässt lediglich etwa 20 Menschen pro Tag über die Grenze. Sohail hat da keine Chance. Obwohl niemand mit Sicherheit sagen kann, nach welchen Maßstäben die Ungarn entscheiden, wer weiter darf, eins ist klar: Es werden fast ausschließlich Familien durchgelassen.

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03. Dezember 2016 · Kommentare deaktiviert für „Deutschland will Aufnahmelager für Migranten in Tunesien“ · Kategorien: Deutschland, Tunesien · Tags:

Quelle: derStandard | 03.12.2016

Flüchtlinge sollen nach Rettung aus Seenot auf das afrikanische Festland zurückgebracht werden Berlin

Das deutsche Innenministerium will einem Medienbericht zufolge den Weg für Flüchtlinge und Migranten über das Mittelmeer erschweren. Nach einer Rettung aus Seenot könnten sie aufs afrikanische Festland zurückgebracht werden, berichtete der „Spiegel“ am Samstag. So könnte in Tunesien ein Aufnahmelager entstehen – mit der Möglichkeit, dort Asyl in Deutschland oder anderen EU-Staaten zu beantragen.

Das Ministerium werbe zurzeit in Italien und bei der EU-Kommission für den Plan. Die deutsche Bundesregierung fürchte im Wahljahr 2017 offenbar eine weitere Flüchtlingswelle, hieß es in dem Bericht weiter. Österreichische Regierungsmitglieder wie Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP), Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) und Verteidigungsminister Hans-Peter Doskozil (SPÖ) haben sich schon vor Monaten für die Schaffung von Flüchtlingsaufnahmelagern in Nordafrika ausgesprochen.

171.000 Menschen kamen übers Mittelmeer

Heuer sind so viele Migranten wie nie zuvor über das Mittelmeer nach Italien gekommen. Bis Ende November zählten die Behörden über 171.000 Menschen. Die meisten der Migranten kommen aus Afrika. Schätzungen zufolge sind knapp 5000 bei der Überfahrt ums Leben gekommen.

02. Dezember 2016 · Kommentare deaktiviert für „Blutige Grenze: Wie die EU bei Ungarn wegsieht“ · Kategorien: Balkanroute, Europa, Ungarn, Video

Quelle: ARD Panorama | 01.12.2016

Jolt P. marschiert mit strammen Schritten entlang des ungarisch-serbischen Grenzzauns. Es ist ein regnerischer Tag, er trägt Kleidung im Camouflage-Look, das Haar seitlich abrasiert. „Schau hier!“ sagt er und zeigt auf eine geflickte Stelle im Stacheldraht. „Hier haben Migranten versucht, den Zaun aufzuschneiden“. Mit Sicherheit seien sie aber erwischt worden, fügt er schmunzelnd hinzu. „Eigentlich machen wir jeden Tag einen Fang“.

Flüchtlinge, oder wie Jolt sagen würde, Migranten zu erwischen, das ist seine Aufgabe. Er gehört zur Bürgerwehr der ungarischen Grenzstadt Asotthalom. Seite an Seite mit Polizei und Militär patrouilliert er nächtlich an der Grenze, ausgestattet mit Handschellen, Pfefferspray, einer Schreckschusspistole, die er stolz präsentiert. Im Auto habe er auch noch eine Schrotflinte, sagt er.

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02. Dezember 2016 · Kommentare deaktiviert für „EU-Funded Border Projects in Bulgaria at Risk“ · Kategorien: Bulgarien, Europa · Tags: ,

Quelle: BalkanInsight | 01.12.2016

Bulgaria’s absorption of 160 million euros of EU funds for management of the refugee crisis is endangered by the country’s political instability and by issues to do with public procurements, a deputy minister warned.

Mariya Cheresheva

The absorption of some of the 160 million euros, granted to Bulgaria by the European Commission in September, is under risk because of short time frames, outgoing Deputy Interior Minister Philip Gounev said on Thursday.

The riskiest project that Bulgaria is due to carry out in the next 12 months involves setting up an integrated video surveillance system on the Bulgarian-Turkish border.

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02. Dezember 2016 · Kommentare deaktiviert für „Türkei: Alles auf eine Karte“ · Kategorien: Europa, Türkei · Tags:

Quelle: Süddeutsche Zeitung | 01.12.2016

Die Europäische Union lässt künftig Flüchtlingen in der Türkei 350 Millionen Euro zukommen – elektronisch mithilfe der Geldkarte. Zunächst gibt es 30 Euro pro Kopf.

Von Mike Szymanski, Istanbul

Ungeachtet des Dauerstreits zwischen Ankara und der Europäischen Union läuft in diesen Tagen eines der größten humanitären Hilfsprojekte in der Geschichte der EU in der Türkei an. Mit einem Anfangsbudget von knapp 350 Millionen Euro sollen Geldkarten an Flüchtlinge ausgeteilt werden, mit denen sie einkaufen und ihre Miete zahlen sollen. Pro Familienoberhaupt soll es eine Karte geben, die an Geldautomaten und Supermarktkassen eingesetzt werden kann. Je Familienmitglied werde diese mit 100 Lira im Monat aufgeladen. Dies entspricht knapp 30 Euro. Insgesamt will die Europäische Union mit diesem Projekt in kurzer Zeit eine Million Flüchtlinge finanziell unterstützen. Seit ein paar Tagen kann die Karte beantragt werden. Die ersten Exemplare sollen zum Jahreswechsel ausgegeben werden.

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01. Dezember 2016 · Kommentare deaktiviert für „Wie Afrika über Deutschlands Zukunft entscheidet „ · Kategorien: Afrika, Deutschland, Europa

Quelle: Welt | 30.11.2016

Unsere Reporter sind auf ihrer Spurensuche in das ärmste Land der Erde gereist – und in ein afrikanisches Musterland.

  • Sie haben in diesen beiden Staaten viele Menschen getroffen, haben sie nach ihren Träumen und Ängsten befragt.
  • Junge, Alte, Arme, Reiche. Topmanager, Lehrer, Politiker, Bauernsöhne – von denen Afrikas und unsere Zukunft abhängt.

Die Räuber in den zwei Jeeps näherten sich schnell. Omar beschleunigte. „Nicht anhalten“, brüllte sein Freund Moussa vom Beifahrersitz. Anhalten bedeutet das Ende in dieser gesetzlosen Gegend. Nur Sekunden trennten sie noch vom sicheren Tod. Aber kaum jemand navigiert so geschickt über Sahara-Dünen wie Omar, der drahtige Hüne vom Nomaden-Stamm der Tuareg. Er fuhr schneller als die Angreifer, er war im Begriff, sie abzuschütteln. Da schossen sie. – Durch die Heckscheibe trafen sie Moussa in den Rücken. Omar musste seinen Kameraden in der Wüste begraben.

Omar hatte Migranten nach Libyen gebracht. „Geliefert“, sagt er. 28 Männer, so viele wie er auf die Ladefläche seines Toyota Hilux zwängen konnte. Für den Rückweg beluden er und Moussa den Pick-up mit Zigaretten, ein guter Zusatzverdienst. Das lockte die Mörder an.

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