26. April 2015 · Kommentare deaktiviert für Rabat: Rasthaus für Migrantinnen und ihre Kinder · Kategorien: Marokko · Tags:

Einzel- und Dauerspenden gesucht!

Anfang Februar hat das transnationale Netzwerk Afrique-Europe-Interact in Rabat (Marokko) ein Rasthaus für Migrantinnen eröffnet, die gerade in Marokko angekommen sind (was meist bedeutet dass sie erst vor kurzem die anstrengende Reise durch die Wüste hinter sich gebracht haben).

Das Projekt ist von einigen Spenderinnen angestoßen worden, die unserem Netzwerk mit der ausdrücklichen Bitte Geld überwiesen haben, Migrantinnen in Marokko zu unterstützen. Aufhänger war dabei das Buch von Emmanuel Mbolela, der in seinem von Afrique-Europe-Interact herausgegebenen Buch „Mein Weg vom Kongo nach Europa. Zwischen Widerstand, Flucht und Asyl“ unter anderem die schwierige, häufig von massiver sexualisierter Gewalt begleitete Situation von Frauen auf den Flucht- und Migrationsrouten beschreibt.

Weiterlesen »

26. April 2015 · Kommentare deaktiviert für Ferries not Frontex! · Kategorien: Alarm Phone · Tags: ,

[AR] [DT] [FR] [IT]

10 points to really end the deaths of migrants

The Alarm Phone

On April 20, the Joint Foreign and Home Affairs Council of the EU released a ten- point action plan outlining their response to the recent deaths of migrants in the Mediterranean Sea. Many other proposals have also been made over the last few days. We are activists who have been involved in the struggles against the European border regime for several years and who have been in touch on a daily basis with hundreds of people who have crossed the Mediterranean through Watch The Med and the Alarm Phone project. Faced with the hypocrisy of the “solutions” that have been proposed so far, we feel compelled to undermine their falsity and attempt to open up an alternative space for reflection and action.

Weiterlesen »
23. April 2015 · Kommentare deaktiviert für „Der Marsch“ – Film von D. Wheatly 1990 · Kategorien: Video

der Freitag

KalleWirsch

Festung Europa 1990 warnte „Der Marsch“ vor einem Flüchtlingsstrom von Verzweifelten nach Europa. Das für viele damals unrealistische Horrorszenario wird heute bei weitem übertroffen.

Vor zehn Jahren wurde der Drehbuchautor von „Der Marsch“ William Nicholson von der Frankfurter Allgemeinen interviewt. Da hatte die Realität des 1990 utopischen Films bereits eingeholt. Die Botschaft des Filmes lautete, dass die Europäer erst handeln würden, wenn sie die Menschen in ihren Straßen sterben sähen. Heute hat die Realität den Film damit schon überholt und offenbart uns eine viel grausamere Realität. Während unsere Poliker zig Tausende von Menschen im Mittelmeer ertrinken lassen und mit aktueller Betroffensheitslyrik glänzen, lassen wir es zu, dass Menschen unter uns gegen Asylanten hetzen, Flüchtlinsheime anzünden und Flüchtlinge ermorden.

Weiterlesen »

23. April 2015 · Kommentare deaktiviert für »Der verantwortliche Seemann wird unter Druck gesetzt« – jw · Kategorien: Mittelmeer · Tags:

junge Welt

Die Reederei Hapag-Lloyd fordert ihre Kapitäne auf, bei Seenotfällen besser auf Distanz zu bleiben.

Ein Gespräch mit Heike Proske ***

Interview: Burkhard Ilschner

Sie kennen das Rundschreiben, in dem Hapag-Lloyd seine Kapitäne verklausuliert auffordert, bei Sichtung von Flüchtlingsbooten nicht so genau hinzuschauen – was empfinden Sie angesichts solcher Botschaften?

Aufmerksamkeit ist auf See nicht einfach nur selbstverständlich, sondern überlebensnotwendig. Wird diese Aufmerksamkeit durch verordnete Vorsicht eingeschränkt, geht es an die Grundlagen des Überlebens: Denn wer wüsste es besser als Seeleute, dass sie selbst in Seenot geraten können und dann selbstverständlich ohne Verzögerung gerettet werden wollen und müssen. Eine Rückfrage bei der Reederei kann daher Seeleute durchaus in einen inneren Konflikt stürzen: Retten wie gewohnt und dann vielleicht dem Arbeitgeber begründen müssen, warum dies eine lebensbedrohende Situation war – oder nachfragen, abwarten und die Konsequenzen mit sich selbst ausmachen müssen? Der verantwortliche Seemann an Bord wird unter Druck gesetzt, weil Staaten und Politik bislang keine adäquate, humane Problemlösung gefunden haben, finden wollen.

Weiterlesen »

23. April 2015 · Kommentare deaktiviert für The EU’s Proposed Plan to Destroy Migrant Boats in Libya Must be Rejected by the European Council · Kategorien: Mittelmeer · Tags:

Migrants At Sea

by Niels Frenzen

A plan for EU Member States to capture or destroy the boats used by people smugglers in the Mediterranean is one of ten possible courses of action that will be considered during the Extraordinary European Council Meeting on the Situation in the Mediterranean that will be held on 23 April.

The boat destruction proposal should be rejected for multiple reasons. There is no basis in law for the proposal and it would endanger lives of innocent people including migrants and fishermen, among others. It would certainly have little effect on its intended target, the people smugglers.

Weiterlesen »

23. April 2015 · Kommentare deaktiviert für “Seenotrettung” als Teil des Problems: Dass Menschen ihr Leben riskieren müssen – IMI · Kategorien: Hintergrund · Tags: , ,

IMI-Standpunkt 2015/018

von: Christoph Marischka

Nach der neuerlichen Katastrophe mit womöglich über 900 toten Migrant_innen im Mittelmeer wird zu Recht von einer Schande für Europa – genauer müsste es heißen: die Europäische Union – gesprochen. Zugleich fordern v.a. linke Oppositionspolitiker_innen der verschiedenen Mitgliedsstaaten eine Neuauflage der italienischen Militärmission “Mare Nostrum”, die von Oktober 2013 bis Oktober 2014 stattfand und durch die bis zu 140.000 Menschen vor dem Ertrinken gerettet worden sein sollen.(1) In Deutschland wurde zunächst insbesondere die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, mit der Forderung nach einer Neuauflage des “Programm[s], das sich Mare Nostrum nennt”, zitiert. Auch der Vorsitzende der Linksfraktion, Gregor Gysi, bezeichnete das Ende der Mission als “katastrophal und absolut inhuman”.(2) Selbst das ansonsten durchaus die Interessen westlicher Sicherheitspolitik zuverlässig durchschauende Nachrichtenportal German-Foreign-Policy.com übernimmt die aktuell herrschende Beschreibung der italienischen Marineoperation als “Seenot-Rettungsmission”.(3)

Weiterlesen »

23. April 2015 · Kommentare deaktiviert für „Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen“ · Kategorien: Deutschland · Tags: ,

ARI Berlin

22 Jahre Recherche und Dokumentation des staatlichen & gesellschaftlichen Rassismus

Die jetzt 22 Jahre umfassende Dokumentation ist ein Spiegelbild der menschenverachtenden Lebensbedingungen, denen Flüchtlinge, Asyl­bewerber_innen und Menschen ohne Papiere in Deutschland ausgesetzt sind. Anhand der vielen Einzelgeschehnisse (circa 7000) wird der gesetzliche, behördliche und gesellschaftliche Druck deutlich, der auf die Betroffenen kollektiv wirkt, und den nur die wenigsten unbeschadet überstehen können.

Weiterlesen »

22. April 2015 · Kommentare deaktiviert für „Eine Falle für Flüchtlinge“ – medico international · Kategorien: Mittelmeer

medico international

10-Punkte-Plan der EU

Statt Hilfe eine Verschärfung der Abschottung? Ousmane Diarra von der malischen Abgeschobenen-Organisation AME bewertet den 10-Punkte-Plan der EU.

Statt Hilfe kommt die Verschärfung der Abschottung? Sind neue Tote einkalkuliert? Ousmane Diarra, Präsident der malischen Organisation AME, bewertet Punkt für Punkt den EU-Plan, der Schutz für Flüchtlinge verspricht. Oder?

Die dpa-Meldung über den 10-Punkte-Plan der EU, der rasch angesichts der Katastrophe im Mittelmeer aufgelegt wurde, bezeichnet den ersten Punkt als „Seenothilfe“. Es geht um die Verstärkung von Grenzüberwachungsprojekten wie „Triton“ und „Poseidon“. Wird das die Sicherheit der Flüchtlinge erhöhen?

Wir beobachten schon eine Weile die Arbeit von „Triton“ und „Poseidon“. Es geht dabei nicht darum Leben von Flüchtlingen zu retten, sondern die Grenzen sichern, und die Flüchtlinge abzuschrecken. Mit mehr Geld werden sie mehr Personal einstellen. Das wird nicht mehr Leben retten. Im Gegenteil, die Menschen sterben wegen Triton und Poseidon.

Weiterlesen »

22. April 2015 · Kommentare deaktiviert für „Handelsschiffe im Mittelmeer“ – FAZ · Kategorien: Mittelmeer · Tags: ,

FAZ

„Die Menschenfischer stoßen an ihre Grenzen“

Seit Monaten retten Handelsschiffe Flüchtlinge im Mittelmeer. Ihre Seeleute sehen dabei immer wieder das ganze Elend. Lange schwiegen die Reeder – doch sie sind mit der Situation überfordert.

von Frank Pergande, Hamburg

Am Montag wurde einer der Mehrzweckfrachter der Reederei Rörd Braren, der gerade im Mittelmeer unterwegs ist, von der italienischen Küstenwache angefunkt und zu einem Boot mit Flüchtlingen beordert. Mehr als 100 Flüchtlinge seien an Bord, hieß es zunächst. Es waren dann 94, und alles ging glimpflich ab. Nicht zuletzt dank des guten Wetters konnte die Besatzung alle Flüchtlinge aufnehmen. Allerdings musste das Schiff der in der Nähe von Glückstadt beheimateten Reederei einen Umweg von nahezu drei Stunden fahren. Doch die Flüchtlinge konnten den Frachter bald wieder verlassen, denn ein Schiff der Küstenwache kam ihnen entgegen.

Weiterlesen »

22. April 2015 · Kommentare deaktiviert für Neuauflage: Refugees in distress at sea: acting and assisting · Kategorien: Mittelmeer · Tags:

Pro Asyl

Guidance for skippers and crews