03. April 2016 · Kommentare deaktiviert für Libyen: Ausbruch aus Flüchtlingsmassengefängnis – 5 erschossen · Kategorien: Libyen · Tags: , ,

Nahe der westlybischen Stadt Zawiya, aus der oft Boat-people Richtung Italien starten, hat es in den ersten Morgenstunden des 02.04.2017 einen Ausbruch aus einem furchtbaren Flüchtlingsmassengefängnis gegeben. In dem Gefängnis sollen 15.000 Flüchtlinge und MigrantInnen festgehalten worden sein. Als sie ausbrachen, feuerten die Bewacher mit Schusswaffen auf die Flüchtenden, erschossen mindestens 5 und verletzten 15 von ihnen. Die Bewaffneten gehören zur Al Nasser Miliz, die auch die nahen Erdölraffinerien „beschützen“.

Quelle: Migrant Report

LIBYA: Five Migrants Dead, 15 Injured After Detention Centre Escape

At least five African migrants are dead and 15 injured, some of them seriously after guards at a detention in the coastal town of Zawiya opened fire during a mass escape early on Saturday morning.

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11. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Die Lage in Idomeni kann schnell kippen“ · Kategorien: Balkanroute, Griechenland · Tags: ,

Quelle: DW

Tausende Flüchtlinge in Idomeni sind bereits an grippalen Infekten erkrankt. Wenn sie weiter in durchnässten Zelten schlafen müssen, könnten daraus ernste Krankheiten werden, sagt Corinne Kanistra von „Ärzte der Welt“.

DW: Frau Kanistra, wie steht es um die Gesundheit der Flüchtlinge in Idomeni?

Kanistra: Inzwischen leidet die große Mehrheit der Flüchtlinge unter verschiedenen Krankheiten: In Idomeni haben 60 Prozent einen Atemwegsinfekt, auch Magen-Darm-Infekte sind sehr häufig. Wenn diese Menschen nun Regen, Wind und Kälte ausgesetzt sind, hilft ihnen das natürlich nicht bei der Genesung.

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10. März 2016 · Kommentare deaktiviert für Unaccompanied minors inside Bulgaria’s detention centers / Drills at the border to Greece · Kategorien: Bulgarien · Tags: ,

Quelle: Bordermonitoring Bulgaria

The Bulgarian ombudsman, Maya Manolova, announced this week that unaccompanied minors are placed in Bulgaria’s detention centers with other adults, “who are not members of their families or authorized companions“. The announcement was part of a report about the results of evaluating detention facilities and jails in Bulgaria. Already in November 2015 Valeria Ilareva, from the Foundation for Access to Rights (FAR), warned that after the new asylum regime, “detention of unaccompanied minor asylum seekers is permitted“.

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07. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Die europäische Lösung“ · Kategorien: Europa, Griechenland, Türkei · Tags: ,

Quelle: German Foreign Policy

Mit aller Macht bemüht sich die Bundesregierung auf dem heutigen EU-Türkei-Gipfel um eine „europäische Lösung“ für die Flüchtlingsabwehr. Der Pakt mit Ankara soll die Abschottung der griechisch-türkischen Seegrenze ermöglichen. Darüber hinaus soll sich die Türkei abschließend verpflichten, sämtliche über ihr Territorium eingereisten Flüchtlinge, denen die EU keine Zuflucht gewähren will, zurückzunehmen. Mit solchen Abschiebungen verstieße die EU gegen internationale Normen. Ankara ist zur Rücknahme bereit, will jedoch zunächst Abschiebeabkommen mit den Herkunftsländern schließen, um die zurückgenommenen Flüchtlinge sofort weiterschieben zu können. Für Haftlager zu ihrer Zwischenunterbringung stellt Brüssel Mittel zur Verfügung.

Menschenrechtsorganisationen berichten, bereits existierende Lager, in denen Flüchtlinge von jeglichem Kontakt zur Außenwelt abgeschnitten und zumindest zum Teil geschlagen und gefesselt würden, würden ebenfalls von der EU kofinanziert. Der künftige Flüchtlingsabwehrpartner der EU schiebt auch in Kriegsgebiete ab, unter anderem nach Syrien, und lässt auf Flüchtlinge schießen. Wie am Wochenende bekannt geworden ist, haben türkische Grenzer unlängst neun Syrer beim Versuch, in die Türkei einzureisen, getötet.

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07. März 2016 · Kommentare deaktiviert für Vor EU-Türkei-Gipfel: Erdogan will „Flüchtlingsstadt“ in Nordsyrien bauen · Kategorien: Europa, Syrien, Türkei · Tags: ,

Quelle: FAZ

Um den Zustrom syrischer Flüchtlinge in die Türkei zu begrenzen, hat Staatschef Erdogan einen neuen Plan. Das vom Krieg zerstörte Nachbarland spielt dabei eine Schlüsselrolle.

Angesichts des Flüchtlingsandrangs in seinem Land hat der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan den Bau einer „Flüchtlingsstadt“ im Norden des benachbarten Bürgerkriegslands Syrien vorgeschlagen. Die Stadt könne nahe der Grenze zur Türkei mit Hilfe der internationalen Gemeinschaft errichtet werden, sagte Erdogan nach Angaben der halbamtlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu vom Samstag am Vorabend in Istanbul. Sie könne eine Fläche von 4500 Quadratkilometern haben.

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05. März 2016 · Kommentare deaktiviert für Tunesien bereitet Flüchtlingslager an Grenze zu Libyen vor · Kategorien: Italien, Libyen, Tunesien · Tags: ,

Quelle: Tunisie Numerique

Tunisie – Dhehiba se prépare à accueillir les réfugiés venant de Libye

Une délégation du haut comité des réfugiés auprès de l’ONU a rendu visite dans l’après-midi du 4 mars 2016 une visite à la délégation de Dhehiba pour évaluer les positions proposés pour abriter des camps de réfugiés dans la région. La délégation a visité aussi le passage frontalier de Dhehiba.

Un accord a été conclu pour choisir des endroits hors de la ville. Un des sites, sera choisi en cas d’affluence massive de réfugiés de la Libye en cas d’éclatement d’une guerre dans ce pays.

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02. März 2016 · Kommentare deaktiviert für Idomeni: Drohne zeichnet Bilder vom Lager auf · Kategorien: Griechenland · Tags: ,

Quelle: La Repubblica

Grecia, profughi: il campo di Idomeni visto dal drone

Queste le immagini prese da un drone sul campo al confine con la Macedonia dove sono oltre 8mila secondo la Bbc – più di 10mila per la stampa ellenica – i migranti accalcati in condizioni sempre più precariein attesa di poter proseguire il viaggio verso il nord dell’Europa

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siehe auch: Channel 4 News

Drone footage from the Greece/ Macedonia border shows the build-up of migrants who are being prevented from travelling further north.

At least 25,000 migrants and refugees are stranded in Greece, with Macedonia only allowing in a small number from Syria and Iraq and barring other nationalities.

 

11. Februar 2016 · Kommentare deaktiviert für Protest gegen Flüchtlinge in Thessaloniki: „Wir lassen sie das Lager nicht fertigstellen“ · Kategorien: Griechenland · Tags: ,

Quelle: Spiegel Online

Im Norden Griechenlands formiert sich Widerstand gegen ein Aufnahmecamp, 4000 Flüchtlinge sollen hier unterkommen. Sogar Schüler demonstrieren gegen die Hilfesuchenden.

Heruntergerissene Zäune, Polizisten in Alarmbereitschaft, aufgebrachte Einwohner. Auf einem Banner steht in großen Buchstaben: „Wir sagen Nein zur Verlegung von Flüchtlingen.“ Die Hilfesuchenden haben sich sicher einen anderen Empfang in Europa erhofft. Und auch Griechenlands Premier Alexis Tsipras hatte wohl anderes im Sinn, als er kürzlich versprach: Das in Thessaloniki geplante Lager für 4000 Migranten wird Mitte Februar fertig sein.

Die Regierung in Athen hat sich dazu verpflichtet, diese Einrichtung im Nordosten des Landes zu bauen. Eigentlich sollten schon bis Ende 2015 30.000 Plätze für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt werden. Mit dem Lager soll sich nun auch die Situation an der griechisch-mazedonischen Grenze entspannen. Dort gibt es immer wieder Chaos. Tausende Menschen harren an einer Tankstelle aus – meist unter katastrophalen Bedingungen.

„Das Letzte, was wir brauchen“

Doch hier, in Thessalonikis Arbeiterbezirk Delta, gehen die Einwohner auf die Straße. Sie wollen den Bau des Lagers verhindern und blockieren die Zufahrt zu dem Gelände, einer ehemaligen Kaserne. Einige sagen, sie lebten ohnehin in einer armen Gegend mit viel Kriminalität. „Das Letzte, was wir hier brauchen, sind 4000 Flüchtlinge“, schimpft Babis Iliadis. Seit dem Morgen steht er mit anderen Demonstranten an einem Lagerfeuer. Sie diskutieren. Iliadis wohnt nur 500 Meter von der heruntergekommenen Anlage entfernt.

Nicht nur in Thessaloniki, auch in Athen soll ein Aufnahmelager entstehen. Dazu kommen die Zentren, sogenannte Hotspots, auf den griechischen Inseln Kos, Chios, Samos, Leros und Lesbos, die für viele Flüchtlinge das Tor zur EU sind. Künftig sollen die Migranten hier registriert und verteilt werden.

Tsipras will, dass alles vor dem EU-Gipfel am 18. und 19. Februar fertig ist. Dann wollen die europäischen Staats- und Regierungschefs bewerten, inwieweit die Abmachungen in der Flüchtlingskrise bereits umgesetzt wurden. Athen will zeigen, dass es tut, was es versprochen hat – und allen Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen, die mit Grenzschließungen oder gar Griechenlands Rauswurf aus dem Schengenraum gedroht haben.

Doch nach wie vor gibt es viele Probleme: Auf der Insel Kos gab es bereits erste Randale. Einwohner fürchten, der geplante Hotspot könnte dem Tourismus schaden. In Athen ist der Bürgermeister zwar für das geplante Lager. Doch viele Bürger wehren sich. Und in Thessaloniki? Sogar Schüler beteiligen sich am Protest. Am Montag unterbrechen einige für zwei Stunden den Unterricht. Im Hof einer Schule wird ein Schild aufgestellt. „Keine weitere Verschlechterung für unsere Region“, ist darauf zu lesen.

„Warum nicht bei den Reichen?“

Wohl jeder der Demonstranten würde sagen, dass er kein Rassist ist. Doch es folgt immer ein großes „aber“. Einer von ihnen sagt: „Ich habe nichts gegen Flüchtlinge. Aber im Frühling werden die Kinder nicht mehr draußen spielen wollen. Wer traut sich auch noch, ihnen das zu erlauben?“ Wenn es nur 100 oder 200 wären, „würden wir die Flüchtlinge willkommen heißen. Aber unsere Region hat sich in eine Müllhalde von Nordgriechenland verwandelt.“ Grundsätzlich sei es für ihn in Ordnung, wenn die Flüchtlinge in Thessaloniki bleiben. „Aber warum bauen die das Lager nicht in den reichen Vororten?“

Laut dem Plan der Regierung werden nur Familien in dem Lager aufgenommen. Die Flüchtlinge sollen hier maximal 72 Stunden bleiben. Das Lager soll bewacht, aber offen sein. An den Eingängen gibt es Kontrollen – aber die Menschen können kommen und gehen, wann sie möchten. Auch deshalb machen sich einige Einwohner Sorgen, sie zweifeln daran, dass die Sicherheitskräfte die Lage in den Griff bekommen. Nur 20 Polizisten arbeiten in der örtlichen Wache, berichtet ein Beamter.

Klar ist: Es hat sich einiges getan, seit die Armee vor zehn Tagen mit den Bauarbeiten vor Ort begonnen hat. Müllberge sind verschwunden, Unkraut wurde beseitigt. Sogar die gefährlichen Hunde auf dem Militärgelände sind heute nicht mehr zu sehen.

Doch es muss noch viel passieren, um die ersten Flüchtlinge in zehn Tagen hier unterbringen zu können – selbst wenn die Proteste nachlassen würden. Und darauf deutet im Moment nichts hin. „Wir werden sie das Lager nicht fertigstellen lassen“, sagt ein Mann. In Thessaloniki wartet auf die Flüchtlinge ein kalter Empfang.

05. Februar 2016 · Kommentare deaktiviert für „Hast Du Dich gesehen, Du Affe?“ – Rumble in the Jungle in Calais · Kategorien: Frankreich, Großbritannien · Tags: , ,

Quelle: Telepolis

Die informellen Flüchtlingscamps an der Küste des Ärmelkanals werden zu einem europäischen Problem

Bernard Schmid

Frankreich, Großbritannien, Belgien: Die Sache scheint dabei, zu einem europäischen Problem zu werden. „Die Sache“ – es geht dabei um die Präsenz wachsender informeller Flüchtlingscamps an der Küste des Ärmelkanals. Der so genannte „Jungle“ in Calais ist nur das mit Abstand bekannteste davon. Ein Problem, das erst durch die Politik der Grenzschließung für „Unerwünschte“, deren menschliche Präsenz sich jedoch nicht wegzaubern lässt, überhaupt entstanden ist.

Ein paar Schlaglichter: Der belgische Premierminister Charles Michel, der am Montag dieser Woche in Brüssel mit seinem Amtskollegen aus Frankreich, Manuel Valls, zusammentraf, gab im Vorfeld der französischen Presse ein längeres Interview. In dem Interview wie auch bei den bilateralen Gesprächen wird die Flüchtlingsthematik, mit Bezug auf die Migrantencamps am Ärmelkanal, munter mit der Terrorismusproblematik vermischt.

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05. Februar 2016 · Kommentare deaktiviert für „Syrische Flüchtlinge in Jordanien Integration unerwünscht“ · Kategorien: Jordanien · Tags: ,

Quelle: taz

Hunderttausende Syrer leben im Land, viele von ihnen in Flüchtlingscamps. Die Regierung ist überfordert und will, dass sie weiterziehen.

Florian Barth

ZAATARI taz | „Ich arbeite für meine Familie, ich nehme keine Almosen an. Ich bin kein Bettler“, sagt der 12-jährige Ahmed, während er seine Tageseinnahmen zählt, ungefähr sieben jordanische Dinar, knapp zehn Euro. Jeden Tag läuft Ahmed nach der Schule durch die Cafés der jordanischen Hauptstadt Amman und verkauft Kekspackungen für umgerechnet 35 Cent.

Dennoch reicht das Geld kaum aus, um seiner Schwester und Mutter das Überleben zu sichern. Ahmed muss für den Lebensunterhalt der Familie sorgen, weil der Vater gestorben ist. So wie Ahmed arbeiten viele Kinder im Land, um ihre Familien zu unterstützen.

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