Intelligente Festung Europa
Eine neue Studie kritisiert das hochgerüstete EU-Migrationsregime. Den weiteren Ausbau von „virtuellen Grenzen“ beraten die EU-Innenminister bald in Luxemburg
Eine neue Studie kritisiert das hochgerüstete EU-Migrationsregime. Den weiteren Ausbau von „virtuellen Grenzen“ beraten die EU-Innenminister bald in Luxemburg
Panzergraben, Grenzzaun, Wachroboter und mehr deutsche Polizei
Matthias Monroy 15.05.2012 (Telepolis)
Griechenland wird auch in der Neubestimmung der EU-Migrationspolitik zum Testfall. Deutschland zwingt die Regierung in Athen zur rücksichtslosen Aufrüstung der Grenzüberwachung
Die Bundesregierung will weitere Bundespolizisten nach Griechenland schicken. Dies geht aus einem Dokument hervor, das kürzlich auf der Plattform Quintessenz veröffentlicht wurde. Die Beamten der Bundespolizei sollen demnach die Migrationsabwehr aufstocken, die von der EU-Grenzschutzagentur Frontex seit vier Jahren an der Grenze zur Türkei installiert wird. Griechische und türkische Grenztruppen sind mit Frontex als „Endnutzer“ an einem EU-Forschungsprojekt zur Entwicklung von Überwachungsrobotern beteiligt
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EU-Überwachungstechnik gegen Boat-people
Die Unternehmen Thales und Aerovision haben eine Drohne unter dem Namen Fulmar entwickelt, die Frontex ab jetzt regulär von der spanischen Südküste aus einsetzt. Sie nimmt Fotos wie Videos auf. Diese Daten werden in Echtzeit mit Schiffsradars und mit dem spanischen Überwachungssystem SIVE verknüpft und verarbeitet. – Für Abflug und Landung braucht die Drohne keinen Flugplatz. Sie startet von einem mobilen Katapult aus und wird nach 2 Stunden Flug mit einem Netz wieder eingefangen.
www.aerovision-uav.com/newsDetail.php?new=189
www.thalesgroup.com/Press_Releases/Countries/Spain/2012/Thales_and_Aerovisión_present_FRONTEX_with_an_unmanned_aerial_vehicle_for_border_control/
Mit Hightech gegen Flüchtlinge
Ruth Reichstein berichtet in der TAZ vom 25.04.2012, dass die EU sich in ein neues Aufrüstungsprogramm stürzt. Die Europäische Kommission schlägt vor, mit einem technischen Überwachungsprogramm die EU-Kontrollen bis auf die Küstenstreifen des afrikanischen Kontinents auszudehnen.
5 m hohe und 150 km lange Mauer aus Schrottautos an der Süd-Grenze
Flüchtlinge und MigrantInnen kommen wieder nach Libyen
Wie der BBC in einer Reportage aus der libyschen Wüstenstadt Kufra berichtet, hat die grenzüberschreitende Flucht und Migration nach Libyen wieder begonnen.
Fünf Leichname haben die italienische Küstenwache und der italienische Zoll im Kanal von Sizilien, noch in libyschen Gewässern, geborgen. Sie befanden sich an Bord eines Zodiac, 52 Flüchtlinge wurden gerettet. Unter ihnen waren fünf Frauen und ein Mann in völligem Erschöpfungszustand. Der Mann wurde von einem Militärhubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. 2011 wurden im Kanal von Sizilien 1.822 tote Boat-people registriert.