Quelle: TAZ
Tausende Afghanen, Syrer und Nordafrikaner sind auf der Flucht. Spätestens an der serbisch-ungarischen Grenze ist für viele Schluss.
von Andrej Ivanji
HORGOS/ SUBOTICA taz | An der Grenzstation Horgos geht trotz erhöhten Sommerverkehrs die Abfertigung zügig voran. Von schärferen Kontrollen ist nichts zu sehen. Es scheint, dass die mürrischen ungarischen Grenzpolizisten sogar etwas zuvorkommender sind als sonst. Als wollten sie demonstrieren, dass nichts Außergewöhnliches vor sich geht. Auf den Grenzzaun angesprochen, den Ungarn bauen will, winken sie nur ab. Etwa 175 Kilometer lang und drei Meter hoch soll die „ungarische Mauer“ werden, die den Flüchtlingsstrom aus Serbien aufhalten soll. Die Regierung in Belgrad hält sich zurück. Doch viele in Europa sind empört.
