DW | 29.05.2017
Im Süden Tunesiens rumort es. Seit Wochen fordert eine große Prostestbewegung, an den Einnahmen aus der Ölförderung in der Region beteiligt zu werden. Nun kam es erstmals zu gewalttätigen Auseinandersetzungen.
Um nach Kamour zu gelangen, geht es die Landstraße Richtung libyscher Grenze entlang. Die Ortschaften haben hier pragmatische Namen. In „Brunnen Dreißig“, einem Weiler mit einem Dutzend Häuser, säumen ungefähr genauso viele informelle Wechselstuben aus Wellblech den Straßenrand, in friedlicher Koexistenz mit dem Posten der Nationalgarde am Ortseingang. Die letzten Kilometer führt eine holprige Piste mit Sandverwehungen durch die Wüstenlandschaft. Kamour selbst besteht aus einer Anlage des staatlichen Stromversorgers und einer Pumpstation der Öl-Pipeline, die sich durch die Wüste zieht. Weiterlesen »

