11. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Sea-Eye ist wieder im Rettungseinsatz“ · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeer · Tags: ,

Zeit Online | 10.09.2017

Das private Schiff ist wieder auf See, die Crew sieht sich aber von der Küstenwache Libyens bedroht. Kanzlerin Merkel verteidigt die Zusammenarbeit mit libyschen Milizen.

Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye entsendet wieder Schiffe ins Mittelmeer, um Flüchtlinge vor dem Ertrinken zu retten. Allerdings sollen ihre zwei Schiffe Sea-Eye und Seefuchs nicht näher als 70 bis 90 Seemeilen vor die libysche Küste fahren, kündigte Sea-Eye an. Damit wolle die Organisation der „fortdauernden Bedrohung durch die libysche Küstenwache“ Rechnung tragen und die Sicherheit ihrer Crewmitglieder nicht gefährden. Bisher waren die Seenotretter auch bis an die Zwölfmeilenzone herangefahren.

Sea-Eye begründete die Entscheidung damit, dass die für alle Rettungseinsätze im Mittelmeer zuständige Seenotrettungsleitstelle in Rom die Crew der Seefuchs Anfang September auf einen Einsatz geschickt habe. Die Helfer hätten 16 Menschen aus einem Holzboot vor dem Ertrinken gerettet. Das Ereignis zeige, dass die Behauptung von Frontex und EU nicht stimme, es gebe inzwischen keine Flüchtenden vor der libyschen Küste mehr, hieß es von der Organisation.

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11. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Deal mit den Dealern“ · Kategorien: Italien, Libyen · Tags:

Süddeutsche Zeitung | 10.09.2017

Italien soll nach Berichten einer Zeitung libysche Schlepper mit Geld bekehrt und so eine Flüchtlingsroute stillgelegt haben. Doch Rom dementiert den hartnäckigen Vorwurf und spricht vom erfolgreichen Einsatz der Küstenwache.

Von Oliver Meiler, Rom

Auf jeden Bericht folgt ein Dementi der Regierung, doch der Verdacht hält sich hartnäckig: Bezahlt Italien dubiose libysche Milizen dafür, dass sie Migranten an der Weiterreise nach Europa hindern und dann in fürchterliche Auffanglager stecken? Den jüngsten Beitrag dazu lieferte am Wochenende die Zeitung Corriere della Sera. Sie hat einen Reporter in die Küstenstadt Sabratha geschickt, damit er sich dort mit Politikern, Polizisten und Bürgern unterhält. Sabratha war bis vor Kurzem der wichtigste Ablegeplatz für Bootsreisen über das zentrale Mittelmeer gewesen, so etwas wie der Hoffnungshafen für Flüchtlinge. Seit einigen Monaten ist diese Route fast ganz stillgelegt, und in Sabratha sollen dieselben Leute, die bisher als Menschenschmuggler gearbeitet hatten, jetzt als Polizisten auftreten.

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11. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Es stauen sich Migranten in Libyen“ · Kategorien: Libyen · Tags: ,

Welt | 11.09.2017

Weniger Flüchtlinge erreichen Italien. Der Sondergesandte des UNHCR für das zentrale Mittelmeer, weiß warum – und wie lange das so bleibt

Von Flora Wisdorf

Die EU arbeitet mit Libyen zusammen, um zu verhindern, dass Tausende Migranten über die Mittelmeerroute nach Italien gelangen. Vincent Cochetel erklärt die Gründe für den abnehmenden Flüchtlingsstrom – und die Schattenseite der Entwicklung. Immer mehr Migranten landen jetzt in Haftzentren, wo ihre Menschenrechte verletzt werden.

DIE WELT:

Herr Cochetel, die Zahl der Migranten, die über die Mittelmeerroute nach Italien gekommen sind, ist in den Sommermonaten drastisch gesunken – im August im Vergleich zum Vorjahr um über 80 Prozent. Warum?

Vincent Cochetel:

Ja, im August überquerten nur 3800 Migranten und Flüchtlinge das Mittelmeer, und auch jetzt in den ersten Septembertagen kamen nur 827. Das ist eine bedeutende Abnahme. Die stärkere Präsenz der libyschen Küstenwache in den Gewässern vor der libyschen Küste hat einen abschreckenden Effekt auf die Schmuggler, sie legen seltener ab.

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11. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Schande über Dich, Europa!“ · Kategorien: Europa, Libyen, Mittelmeer · Tags: ,

Migazin | 08.09.2017

Europa bekämpft nicht die Schleuser und die Menschenrechtsverletzungen in Libyen, sondern vielmehr die Flüchtlinge und diejenigen, die sie vor dem Ertrinken retten.

Von Heiko Kauffmann

Die EU rüstet Libyen mit Hunderten Millionen Euro auf, um sich die Flüchtlinge vom Hals zu schaffen: Geld für eine zwielichtige Küstenwache und eine schwache Regierung, die der verbrecherischen und gewalttätigen Milizen im Land und in den Flüchtlingslagern nicht Herr wird. Lager, in denen – auch nach Erkenntnissen des Auswärtigen Amtes – KZ-ähnliche Zustände herrschen; eine Kooperation mit schlimmsten Folgen für Flüchtlinge: ein eklatanter Bruch von Völker- und Menschenrechten.

Die europäischen Regierungen haben ihr Ziel fast erreicht, das sie – gegen alle Bedenken und gegen jede Humanität – mit allen Mitteln und um jeden Preis verfolgten: die Schließung der zentralen Mittelmeerroute. Eurozentrismus, institutioneller europäischer Rassismus siegt über Menschlichkeit. Die Geringschätzung von Menschenleben, die Inkaufnahme ihres Todes: Ist das die politische und moralische Signatur Europas im frühen 21. Jahrhundert?

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10. September 2017 · Kommentare deaktiviert für Tra i migranti bloccati in Libia: «Qui solo abusi, rimpatriateci» · Kategorien: Libyen · Tags:

Corriere della Sera | 10.09.2017

Nel campo di Sabratha dove si consuma la lunga attesa di migliaia di profughi che vorrebbero partire verso l’Italia, tra abusi, truffe e furti

di Lorenzo Cremonesi, inviato a Sabratha (Libia)

Tre volte ci ha provato e tre volte ha fallito ad arrivare in Italia dalla Libia. La prima, nel settembre 2014, una milizia locale a Garabulli, uno dei porti a est di Tripoli, ha fermato il suo gommone e derubato lui assieme agli oltre 120 migranti a bordo. La seconda, nel novembre dello stesso anno, è finita in tragedia con il motore in panne e il naufragio a poche centinaia di metri dalla costa. «Almeno una dozzina sono affogati tra il buio e la confusione», ricorda. La terza non ha neppure messo i piedi in acqua. È avvenuto nel maggio 2016. Lui aveva già pagato i quasi 1.000 euro, quando gli scafisti si sono semplicemente dileguati. «Una beffa, un grande imbroglio, come del resto capita spesso in Libia», esclama allargando le braccia e con quel sorriso di bonaria, rassegnata impotenza che spesso accompagna i racconti di questi frammenti d’umanità offesa, violata. A sentirli qui tra i campi per migranti tra Tripoli e Sabratha viene spontaneo chiedersi come facciano a resistere ancora, come possano sopportare tante angherie e una sorte così amara.

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10. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Union erwägt Obergrenze beim Familiennachzug“ · Kategorien: Deutschland · Tags:

Zeit Online | 10.09.2017

Politiker von CDU und CSU fordern grundlegende Änderungen beim Familiennachzug von Flüchtlingen. Im Gespräch ist die Einführung eines Jahreslimits.

Mehrere Unionspolitiker fordern beim Familiennachzug von Flüchtlingen einen Systemwechsel: Im Gespräch sind eine Art variable Obergrenze und eine Familienzusammenführung außerhalb Deutschlands. Der Obmann im Bundestagsinnenausschuss, Armin Schuster (CDU), sagte der Welt am Sonntag: „Was wir letztendlich brauchen, ist ein atmender Richtwert für die gesamte humanitäre Zuwanderung, also für selbst Eingereiste und ihre nachziehenden Familien.“ Dieser solle entsprechend der Aufnahmefähigkeit Deutschlands jedes Jahr neu beschlossen werden. „Wenn wir dann feststellen, dass mehr Schutzsuchende unerlaubt einreisen, als erwartet, muss der Familiennachzug entsprechend gedrosselt werden. Umgekehrt gilt das natürlich auch“, sagte Schuster

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10. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Emigration clandestine vers l’Italie: L’Algérie, un nouvel Eldorado des passeurs?“ · Kategorien: Algerien, Italien · Tags:

Le Quotidien d’Oran | 10.09.2017

par Yazid Alilat

L’Algérie est-elle devenue la nouvelle route de l’immigration clandestine vers l’Italie ? Pour une partie de la presse anglaise, relayée par les autorités italiennes, l’Algérie serait en train de devenir un point de passage privilégié de l’immigration, et une «nouvelle Libye». «L’Algérie risque de devenir la nouvelle Libye», avertissent certains titres britanniques, dont le ‘Times‘, ‘The Telegraph‘ et ‘The Financial Times‘.

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09. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Migranti e scafisti, cosa accade davvero in Libia“ · Kategorien: Libyen · Tags: , ,

Corriere della Sera | 09.09.2017

Nel covo di zio Dabbashi. Così il principe degli scafisti ha schierato le sue milizie per fermare i migranti

di Lorenzo Cremonesi, inviato in Libia

Ancora nel 2010 Ahmad Dabbashi era un facchino appena ventenne al mercato all’aperto. Uno di quelli che si presta per lavoretti a ore di ogni tipo, trasporta le cassette della frutta, scarica i camion e aiuta anche nei traslochi, con il padre impiegato all’ufficio postale di Sabratha e i fratelli ancora bambini che giocano a pallone per la strada. «Un poveraccio a cui non avresti dato un soldo. “Ammu, mi regaleresti una sigaretta?”, chiedeva strascicato a quelli che incontrava. Così diceva, “ammu”, che in arabo significa zio. E per tutti era diventato “Al Ammu” lo zio. Chi avrebbe mai detto che in pochissimi anni sarebbe diventato il bandito più famoso della regione, contrabbandiere di petrolio e trafficante di esseri umani, sino a trasformarsi adesso in poliziotto anti migranti per eccellenza, che tratta con il governo di Tripoli e persino con quello italiano?». Sono le parole di Mohammad, un suo vecchio vicino di casa. E rispecchiano fedelmente ciò che a Sabratha e dintorni è oggi il parere più comune: Al Ammu, l’ex facchino, ha fatto fortuna.

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09. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „Southern border reported blockaded as Qatrun leader confirms “big” drop in migrants coming from Niger“ · Kategorien: Libyen, Niger · Tags:

Libya Herald | 07.09.2017

Reports that the border with Niger and Chad has been closed today by an independent force from Qatrun have been partially confirmed by a usually reliable Tebu source.

According to Fezzan Libya Org, the force consisting of army regulars, volunteers and revolutionaries from Qatrun, some 240 kilometres south of Sebha, closed the entire southern border. Confirming the closure, the Tebu source, however, says that the force is led by Barka Shedemi, who is normally based in northern Niger. The source said that Shedemi announced today that he was now blockading the border to end people-smuggling from Niger into Libya.

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09. September 2017 · Kommentare deaktiviert für „UN to deploy 250 peacekeepers in Tripoli“ · Kategorien: Libyen · Tags: ,

The Libya Observer | 08.09.2017

Update: The UN Mission in Libya denied reports of sending peacekeepers to Tripoli, and confirmed it respects the country’s sovereignty

UN is preparing to deploy 250 peacekeepers to Libya in an aim to guard its base in the capital Tripoli as part of a plan to return its support mission’s operations to the country, the Head of the UNSMIL, Ghassan Salame said on Friday.

Salame told the Italian newspaper La Stampa that about 250 peacekeepers can be deployed in the coming weeks in Tripoli.

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