Today 02:05
http://www.bbc.co.uk/programmes/p0101r27
In March last year, 72 African migrants were forced onto an inflatable boat by Libyan soldiers in Tripoli. They were desperate to escape the fighting in Libya and hoping for a new life in Europe. Their boat headed for the small Italian island of Lampedusa, only 18 hours away across the Mediterranean.
There was a Nato naval blockade of Libya at the time and the area was full of military ships and aircraft. Yet, despite a number of sightings, the boat was never rescued.
Fifteen days later it washed up back on Libya’s coast with only 11 survivors on board – two more died soon after.
In this documentary the survivors tell their story to producer Sharon Davis and she investigates how it was that these people were left to die in a boat in one of the most heavily-monitored seas on earth
In Reaktion auf die ersten Veröffentlichungen über unterlassene Hilfeleistung durch ein deutsches Frontex-Flugzeug – ca. 56 Boat-people waren in den vergangenen Tagen bei Gibraltar ertrunken, obwohl die Situation des Boots in Seenot von einem deutschen Frontex-Flugzeug zuvor fotografisch dokumentiert worden war – , folgen nun Verwirrung stiftende Informationen der spanischen und marokkanischen Regierungen und von Frontex. Es wird zugegeben, dass ein Frontex-Flugzeug in der Region war und ein überladenes Flüchtlingsschiff fotografiert hat. Allerdings sei es ein maltesisches Flugzeug gewesen. [Wahrscheinlich wird die Operation Indalo von Malta aus gefuehrt, aber die Frontex-Flugzeuge und -Schiffe kommen aus verschiedenen Staaten]. Zudem habe es ein weiteres Flüchtlingsschiff mit 60 Passagieren in der Meeresregion gegeben, das die marokkanischen Behörden aufgebracht haben wollen.
Damit wird deutlich, dass in der engen Meeresstraße von Gibraltar, eine der am meisten überwachten und „sichersten“ Meeresregionen der Welt, sich nicht nur Küstenwachen-Schiffe, Militärschiffe, Flugzeuge der Küstenwachen befanden, sondern auch eine Frontex-Überwachung stattfand.
Welche Frontex-Flugzeuge und -Schiffe nehmen in diesen Tagen an der sog. „Indalo“-Operation in der Straße von Gibraltar teil? Wer führt den Einsatz, welche europäischen Staaten beteiligen sich? Wo werden die Überwachungsfotos gespeichert? Wer überwacht die Überwacher? Wie kann gegen Frontex wegen unterlassener Hilfeleistung und wegen der wachsenden Abschottung vorgegangen werden?
Die einzigen glaubhaften Informationen zur unterlassenen Hilfeleistung und zur Rettungsaktion stammen von den Überlebenden und den Rettungskräften selbst. Diesen Hinweisen, u.a. auf die Beteilung eines deutschen Frontex-Flugzeugs, sollte unverzüglich nachgegangen werden.
Bei den Boat-people von Gibraltar handelt es sich um Flüchtlinge aus West- und Zentralafrika, unter ihnen Frauen, heranwachsende Kinder und Babys. Sie sehen sich einem wachsend gewaltsamen Verfolgungsdruck in Marokko ausgesetzt und erblickten in der Überwindung des EU-Zauns von Melilla nicht ihre Chance. Sie waren nahe des EU-Zauns von Melilla aus der marokkanischen Stadt Nador, Richtung Spanien aufgebrochen.
http://www.abc.es/20121026/espana/abci-rescate-confuso-inmigrantes-desaparecidos-201210261755.html
http://politica.elpais.com/politica/2012/10/27/actualidad/1351370892_526066.html
Die spanische flüchtlingssolidarische Organisation „Andalucía acoge“ veröffentlicht auf ihrer Website einen Bericht über den Tod von 40 Boat-people (siehe: https://archiv.ffm-online.org/2012/10/27/gibraltar-40-boat-people-umgekommen-16-tote-bislang-aufgefunden/)
Demnach hat ein deutsches Frontex-Flugzeug das überladene Boot, als es sich in Seenot befand, überflogen und fotografiert. Es initiierte keine Rettungsoperation. Hier der spanische Text in Übersetzung:
http://www.acoge.org/index.php/es/8-nuestras-noticias/217-nueva-tragedia-ante-la-inaccion-de-frontex
Neue Tragödie – Frontex griff nicht ein
Mehrere Dutzend MigrantInnen sind gestern ertrunken, als sie versuchten, die spanische Küste zu erreichen. Obwohl sie von einem Frontex-Flugzeug, das an der Operation Indalo teilnahm, aufgespürt und fotografiert wurden, bevor das Boot unterging, hat diese Agentur sich nicht für eine Rettungsaktion eingesetzt. Die Rettung der Schiffbrüchigen leistete das „Salvamento Marítimo“ der Guardia Civil, nachdem bereits Dutzende der Bootspassagiere ertrunken waren. „Salvamiento Marítimo“ hat 18 Personen gerettet und die Leichen von 14 Ertrunkenen geborgen; weitere 40 Personen werden vermisst.
Zum Weltsozialforum 2013 in Tunis folgende Meldung [französisch / englisch / spanisch]:
[FR] Lancement des inscriptions et des propositions d’activités pour le FSM de Tunis (26 au 30 mars 2013)
Suite à la déclaration du Comité de Suivi du Forum Social Maghrébin sur la tenue du Forum Social Mondial 2013 à Tunis et au calendrier adopté dans cette déclaration et pour faire du FSM 2013 une réussite Le Comité de Suivi du Forum Social Maghrébin et le Secrétariat Tunisien du FSM 2013 invitent les mouvements, syndicats, associations et groupes de militantes et militants des sociétés civiles de Tunisie, du Maghreb, du Machrek, du continent africain, de la Méditerranée et du monde à s’inscrire dans le processus d’enregistrement des organisations et d’ouverture des propositions d’activités. Dès maintenant et jusqu’au 1er décembre, vous pouvez inscrire votre/vos organisation(s) et proposer les activités (séminaires, ateliers, rencontres…) que vous souhaitez organiser lors du prochain FSM. Pour rappel, à l’issue de cette phase de propositions, vous pourrez, lors de la phase d’agglutination du 1er décembre au 15 janvier 2013, regrouper vos propositions avec celles d’autres groupes, réseaux et campagnes, avant enregistrement définitif et paiement. Nous vous invitons à visiter dès maintenant le site officiel du FSM 2013 : http://www.fsm2013.org/registration Si vous avez des difficultés d’accès à Internet, ou si vous connaissez des organisations qui ont besoin d’enregistrer mais n’ayant pas Internet, nous vous conseillons de vous rapprocher du secrétariat du comité d’organisation, à Tunis secretariat@fsm2013.org En cas de difficultés techniques pendant l’enregistrement consulter webmaster@fsm2013.org Vous trouverez également, dans la rubrique Commissions du site, la liste des commissions de préparation auxquelles vous pouvez participer en vous inscrivant sur leurs listes électroniques respectives. Voir http://www.fsm2013.org/commissions Nous nous engageons, tous ensemble, pour la réussite du 12e Forum social mondial à Tunis, du 26 au 30 mars 2013 pour une autre Tunisie, un autre Maghreb-Machrek, une autre Afrique, un autre monde ! Pour que fleurissent les fruits du printemps, pour qu’un autre monde soit possible ! Pour le Secrétariat Tunisien Pour le Comité de Suivi du FSMaghreb Abderrahman Hedhili Tel : 00 216- 97456541 Mail : secretariat@fsm2013.org http://www.fsm2013.org
Zwischen der marokkanischen Stadt Al Huceima und der andalusischen Stadt Almeria sind in den Tagen vor dem 25.10.2012 mindestens 40 Flüchtlinge aus west- und zentalafrikanischen Ländern auf dem Meer etrunken oder verdurstet. Am 25.10.2012 hat die spanische Küstenwache 17 Überlebende und 14 Tote des Schiffs entdeckt, die Passagiere hatten seit Tagen an Angehörige SOS gesendet. Am Folgetag suchten nach einem weiteren Notruf marokkanische und spanische Küstenwachen nach einem weiteren Schiff, übernahmen die Boat-people und fanden 2 weitere Tote.
Insgesamt wurden an den beiden Tagen 49 überlebende Boat-people wurden von Marokko „zurückgenommen“, 14 wurden von Spanien aufgenommen. Unter ihnen sind 12 Frauen und ein Baby.
http://ccaa.elpais.com/ccaa/2012/10/25/andalucia/1351183618_125071.html
http://www.kifftrust.org/docs/program/PROGRAMME%20WEB%20FINAL.pdf
Family fathers, female workers, young boys and girls born in Italy. Many of them arrive every day in the Identification and Expulsion centres (CIE) of Rome. They did not commit any crime, nevertheless they risk to spend 18 months behind bars waiting to be expelled. They detention is validated by a Justice of the Peace. In the name of the Italian People.
Am 26.10.2012, dem Opferfest (Aid el Adha), versuchten um 14 Uhr 50 Flüchtlinge, die 6 Meter hohe EU-Zaunanlage von Melilla zu überklettern. 30 von ihnen schafften es. Auf spanischer Seite anbgekommen, zogen sie sich weitgehend aus, weil anschließend die Flucht vom EU-Zaun in die Innenstadt von Melilla ansteht und sie ohne Kleidung schwerer von Polizei und Guardia Civil gefasst werden können. Nach Zeitungsberichten wurden sie in Melilla von Polizei und Guardia Civil gejagt, gefasst und zusammengeschlagen. Manche sollen sich gewehrt haben. Anscheinend wurden alle auf ein Polizeirevier gebracht. – Ärzte ohne Grenzen berichten, dass sie immer mehr zusammengeschlagene Flüchtlinge mit Knochenbrüchen versorgen.
http://www.larazon.es/noticia/6644-asalto-y-ataque-en-melilla-por-la-fiesta-del-cordero
Flüchtlnge aus Mali, die als Boat-people vor eineinhalb Jahren nach Lampedusa gekommen und von dort nach Neapel verteilt worden waren, haben noch immer keine Aufenthaltspapiere. Die Anerkennung ihres Flüchtlingsstatus steht eigentlich außer Frage, aber wurde immer weiter verzögert. Vor wenigen Tagen wurden ihre Asylanträge in erster Instanz pauschal abgelehnt: die Bürgerkriegssituation in Mali wurde nicht einmal benannt. Wie die Tageszeitung La Repubblica, gestützt auf Polizeiberichte, am 26.10.2012 schreibt, griffen 30 von ihnen deswegen das Ausländeramt in Neapel an. Es kam zu schweren Auseinandersetzungen mit 20 dort Angestellten, es gab Verletzte. 5 von ihnen wurden verhaftet und werden in den kommenden Tagen vor ein Schnellgericht gestellt. – In der Region Neapel wurden 1.250 Boat-people aus dem Frühjahr 2011 untergebracht.