13. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für Innerafrikanische Migrationen · Kategorien: Afrika, Libyen, Marokko · Tags:

bpb | 07.2017

Mehrere Millionen afrikanische Migranten, die nur auf eine Gelegenheit warten, sich mit dem Boot auf den Weg nach Europa zu machen – das ist die dominante Vorstellung, wenn es um Migration aus Afrika geht. Sie blendet einen wichtigen Aspekt aus: Der Großteil der Migrationsbewegungen verläuft zwischen einzelnen afrikanischen Staaten. Kontinentale Grenzen werden nur vergleichsweise selten überschritten, nicht zuletzt, weil Migration über große Distanzen ein teures Projekt ist, das sich nur wenige leisten können. Das hier entstehende Dossier beleuchtet Facetten von Migration und Mobilität in Afrika, die nicht zwangsläufig Europa als Ziel haben.

  • Laurence Marfaing
    Mobilität in Westafrika: Migranten als Akteure der Globalisierung
    In medialen und politischen Debatten erscheint es oft so, als würden viele Millionen Menschen aus Afrika nur darauf warten, nach Europa migrieren zu können. Tatsächlich verbleibt der Großteil der Migrantinnen und Migranten aber auf dem afrikanischen Kontinent. In Westafrika ist Mobilität für viele Familien eine alltägliche Strategie der Existenzsicherung. Weiter…
  • Benjamin Etzold
    Migrations- und Fluchtpfade aus Afrika nach Europa
    Migrationen aus Afrika nach Europa stehen immer wieder im Fokus der Aufmerksamkeit – nicht zuletzt aufgrund tragischer Schiffsunglücke auf dem Mittelmeer. Auf welchen Migrations- und Fluchtpfaden versuchen Menschen aus afrikanischen Staaten den europäischen Kontinent zu erreichen? Der Beitrag stellt die Migrationsrouten und humanitären Konsequenzen langer und unsicherer Flucht- und Migrationswege vor. Weiter…
  • Inka Stock
    Vor den Toren Europas: Marokko als Einwanderungs- und Transitland
    Länder des Südens werden in der Öffentlichkeit vor allem als Herkunftsländer von Migrationsbewegungen thematisiert. Was dabei oft übersehen wird, ist die Tatsache, dass es sich hierbei auch um Einwanderungs- und Transitländer handeln kann, wie das Beispiel Marokko zeigt. Weiter …
  • Marcus Engler
    Libyen – ein schwieriger Partner der europäischen Migrationspolitik
    Libyen ist ein wichtiges Transitland für Migranten und Flüchtlinge, die über das Mittelmeer in die Europäische Union gelangen wollen. Die EU und ihre Mitgliedstaaten streben an, die Migrationsbewegungen über Libyen zu stoppen. Menschenrechtsorganisationen äußern scharfe Kritik an der Kooperation mit dem bürgerkriegsgeschüttelten Land. Weiter…
10. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für „Migrants once again drawn to deadly Spanish route to Europe“ · Kategorien: Marokko, Mittelmeer, Spanien · Tags: , ,

EurActiv | 10.07.2017

The number of migrants arriving on Spain’s southern coast has more than doubled in 2017 compared to last year, as they avoid passing through conflict-wracked Libya on their way to Europe.

Eight boats carrying 380 people have been rescued since Wednesday (5 July) in the Alboran Sea, which connects northeastern Morocco and southeastern Spain, in the Western Mediterranean.

“We are worried because we are seeing numbers which we have not seen in years. And it’s a dangerous area, where the currents are very strong,” said the spokesman for the Spanish branch of rights group SOS Racisme, Mikel Araguas.

Last week, an inflatable dinghy that had apparently set out from Morocco with 52 people aboard was flipped over after being hit by a strong wave. Only three survivors were rescued by the Spanish coastguard.

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07. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für Marokko, Figuig: Syrische Flüchtlinge nach Europa · Kategorien: Algerien, Marokko · Tags:

Fast zwei Monate lang hatte der marokkanische Staat nach einem Push-Back ungefähr 50 syrische Flüchtlinge im algerisch-marokkanischen Grenzgebiet blockiert. Nach Einspruch des UNHCR hat der marokkanische Staat schliesslich im Juni 2017 28 dieser syrischen Flüchtlinge aufgenommen, die Anderen konnten kurz vorher untertauchen.

Wie die marokkanische Zeitschrift „TelQuel“ Nr. 772 (07.-13.07.2017) heute auf S. 14 berichtet, werden 22 dieser Flüchtlinge mit Unterstützung des UNHCR in Deutschland, Kanada und Dänemark aufgenommen. Nur 6 syrische Flüchtlinge bleiben bei Familienangehörigen in Oujda (Marokko).

05. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für Marokko, Spanien, Schiffskatastrophe: 49 Tote, 3 Überlebende · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: ,

el diario | 05.07.2017

Tragedia en Alborán: „Estaban enganchados en una patera deshecha tras ver desaparecer a sus compañeros“

  • El jefe del Centro de Salvamento Marítimo Almería. Miguel Zea, asegura que la tragedia del Mar de Alborán es el naufragio con mayor número de desaparecidos registrado en la zona
  • „Cuentan que un golpe de mar les volcó la embarcación, se cayeron todos al agua y vieron a sus compañeros desaparecer“, explica
  • Salvamento Marítimo mantiene la búsqueda de los desaparecidos pero admite que no hay esperanzas de que se encuentren con vida

Gabriela Sánchez

„Ha sido dantesco, una auténtica tragedia. Son las cifras de desaparecidos más altas que nos hemos encontrado en la zona en la que trabajamos“, admite Miguel Zea, jefe del Centro Salvamento Marítimo Almería, después de pasar las últimas 48 horas pendiente del rastreo de una patera desaparecida con 52 personas a bordo. Cuando la localizaron, ya era tarde. Tan solo tres personas permanecían con vida, aferrándose a los restos de lo que había sido la embarcación en la que depositaron sus esperanzas para alcanzar las costas españolas.

„La patera estaba deshecha, casi deshinchada, semihundida… Y estas tres pobres criaturas enganchadas como podían en contacto con el agua“, explica Zea en declaraciones a eldiario.es.

El responsable del Centro de Salvamento de Almería, que ha coordinado las labores de rescate de la mayor tragedia del Mar de Alborán, relata las escasas palabras que fueron capaces de transmitir los tres supervivientes una vez ser rescatados.

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01. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für „Marokkos Norden steht auf“ · Kategorien: Marokko · Tags:

NZZ | 29.06.2017

Marokkos aufmüpfiger Norden probt erneut den Aufstand. Die Forderungen nach Arbeit und Würde sind verständlich. Doch die Zentralmacht reagiert mit Festnahmen und Überwachung.

von Ulrich Schmid, Hoceima

Ramadan im Sommer. Nichts regt sich in Imzouren, einer Stadt im Norden der marokkanischen Rif-Region. In der erbarmungslosen Sonne verglühen Farben, Bewegungen und Gedanken. Kaum vorstellbar, dass hier noch am selben Abend Tausende auf die Strasse gehen und ihrer Wut auf Regierung, Willkür und Korruption freien Lauf lassen werden. Und doch kommt es so, und niemand weiss das besser als die Regierung selber. Dicht an dicht stehen in den Seitenstrassen die Mannschaftswagen. Aus Verwaltungsgebäuden dringen barsche Befehle, Hundertschaften der Polizei werden auf ihren Einsatz vorbereitet.

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29. Juni 2017 · Kommentare deaktiviert für „Vereinte Nationen: Migrationspolitik auf dem Prüfstand“ · Kategorien: Deutschland, Marokko · Tags: ,

DW | 28.06.2017

Bei einer UN-Konferenz in Berlin hat Außenminister Gabriel für ein grundsätzliches Umdenken in Fragen der Ein- und Auswanderung geworben. Ein klares Regelwerk sei besser als neue Verbote, gab er zu bedenken.

Bei der Konferenz machte sich Bundesaußenminister Sigmar Gabriel erneut für ein Einwanderungsgesetz stark und betonte, dass Abschottung nicht die Lösung für Fluchtursachen sein könne. Angesichts der niedrigen Geburtenrate in Deutschland könne Zuwanderung „durchaus auch im wirtschaftlichen Eigeninteresse“ sein, meinte der SPD-Politiker.

Auf dem „Global Forum on Migration and Development“ (GFMD) unter Vorsitz von Deutschland und Marokko beraten Vertreter aus rund 140 Staaten drei Tage lang über den „Global Compact on Migration“, einen Gesellschaftsvertrag für eine sichere, geordnete und reguläre Migration.

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27. Juni 2017 · Kommentare deaktiviert für „Maroc: Un aid sous tension à Al-Hoceima“ · Kategorien: Marokko · Tags:

Telquel | 26.06.2017

Des manifestations ont été dispersées par la force à Al-Hoceima en ce jour de l’aid. Les manifestants réclamaient la libération des détenus du Hirak.

Les forces de l’ordre ont dispersé plusieurs manifestants dans plusieurs quartiers de la ville, procédant à des interpellations, d’après le site d’information Hespress qui cite des témoins sur place. Des manifestants ont pu pour leur part se regrouper et organiser une marche, assure pour sa part Alyaoum24. La même source affirme que des affrontements ont eu lieu entre forces de l’ordre et manifestants.

Des images relayées par ce média et sur les réseaux sociaux montrent des manifestants allongés par terre, suite aux interventions des forces de l’ordre. Selon Alyaoum24 et Hespress, les autorités ont fait usage de bombes lacrymogène pour disperser les manifestants. Des „échanges de jets de pierre“ sont aussi à déplorer, d’après Alyaoum24.

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22. Juni 2017 · Kommentare deaktiviert für Marokko, Spanien: 414 Boat-people auf 16 Booten · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags:

La Vanguardia | 22.06.2017

Salvamento Marítimo rescata a 414 personas en el Mar de Alborán en las últimas 48 horas.

Los servicios de rescate han auxiliado a los pasajeros de dieciséis pateras

 

Salvamento Marítimo, organismo dependiente del Ministerio de Fomento, ha rescatado un total de 414 personas de dieciséis pateras en el sur de España desde las 10 de la mañana de ayer hasta las 17:30 de esta tarde.

Según ha inforamdo el Ministerio de Fomento en un comunicado, en el mar de Alborán ayer la “Salvamar Spica” auxilió a dos pateras con un total de 69 personas que trasladó a Almería, mientras la “Salvamar Hamal” hizo lo mismo con una lancha con 38 personas trasladadas a Motril, y la “Salvamar Alnitak” recuperó a 52 personas que llevó a Málaga.

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22. Juni 2017 · Kommentare deaktiviert für Marokko, Rif: 4 Verfolgte fliehen über das Meer nach Spanien · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: , ,

Yabiladi | 21.06.2017

Hirak : Quatre migrants clandestins du Rif demandent l’asile politique à l’Espagne

Le Hirak prend une tournure aux conséquences inquiétantes pour l’image du royaume en Europe. Quatre jeunes migrants arrivés en Espagne à bord d’une embarcation de fortune ont demandé l’asile politique.

Mohammed Jaabouk

Quatre jeunes originaires du Rif ont sollicité l’asile politique à l’Espagne. Ils se présentent en tant que manifestant du Hirak ayant fui Al Hoceima. Les requêtes ont été déposées au port de Motril (Grenade) quelques heures seulement après que des éléments de la Guardia Civil les aient sauvés de la noyade. Weiterlesen »

22. Juni 2017 · Kommentare deaktiviert für Marokko, Figuig: Hintergrundbericht zum Ende der Flüchtlingsblockade · Kategorien: Algerien, Marokko · Tags:

Die algerische Zeitung „Le Soir“ veröffentlicht Gründe, die zur Aufhebung der marokkanischen Flüchtlingsblockade an der Grenze zu Algerien geführt haben. Die Angaben können hier nicht überprüft werden.

Die Flüchtlingsblockade hatte seit dem 17. April 2017 angedauert. Marokkanisches Militär hatte ungefähr syrische Flüchtlinge in der Stadt Figuig festgenommen und in das Niemandsland an der Grenze zurückgeschoben. In den letzten Wochen war der Hälfte der Flüchtlinge mit Unterstützung der marokkanischen Lokalbevölkerung die Weiterflucht geglückt. Die restlichen 28 Flüchtlinge, unter ihnen viele Kinder und Frauen, wurden seit einer Woche zur Strafe von den marokkanischen Militärs regelrecht ausgehungert. Als eine algerische Busdelegation unter Leitung des UNHCR an der Grenze erschien, um die Flüchtlinge nach Algerien zurückzunehmen, verhinderte dies das marokkanische Militär, ebenso wie die weitere Lebensmittelversorgung durch die Lokalbevölkerung und den Kontakt zum UNHCR in Marokko. Als mehrere Kleinkinder am vergangenen Montag wegen Trinkens salzigen Brackwassers schwer erkrankten, nahm ein renommierter amerikanischer Anwalt die Vertretung der blockierten und ausgehungerten Flüchtlinge in die Hand und intervenierte beim UNHCR in New York sowie beim Internationalen Roten Kreuz in Genf. Den blockierten Flüchtlingen war es gelungen, Fotos und Dokumentationen ihrer Lage über Soziale Medien im Umlauf zu bringen. Angesichts der drohenden dramatischen internationalen Eskalation entschloss sich der marokkanische Staat mitten in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zu einer Evakuierung und Aufnahme der Flüchtlinge in Marokko. Ein Teil von ihnen befindet sich auf dem Weg nach Europa.

Ob die Festung Europa und internationale Organisationen in diesem Fall gezielt die jahrezehntealte marokkanisch-algerischen Grenzschliessung genutzt haben, um ein menschenverachtendes Zeichen zu setzen und Algerien zum Stoppen aller Transitflüchtlinge zu bewegen, kann nur gemutmasst werden. Am selben Tag der Aufhebung der marokkanischen Flüchtlingsblockade gab der algerische Staat gegenüber den internationalen Organisationen UNHCR und IOM bekannt, dass er alle Flüchtlinge in Algerien biometrisch erfassen lassen wolle.

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