06. November 2015 · Kommentare deaktiviert für „Menschen sind stärker als Zäune“ · Kategorien: Deutschland · Tags:

Quelle: taz

Für viele Flüchtlinge geht es ums nackte Überleben. Sie haben alles verloren und lassen sich von keiner Schikane aufhalten.

Kommentar von Dominic Johnson

Europas Flüchtlingskrise steht erst am Anfang. Je mehr in der arabischen Welt und in Afrika Diktatoren Krieg gegen das eigene Volk führen, Terrorgruppen die Gesellschaften zerstören und ganze Staaten untergehen, desto mehr Menschen bleibt keine Alternative zur Odyssee in die Fremde, in der verzweifelten Hoffnung, dass zumindest ihre Kinder überleben. Alle Überlegungen über gerechtere Lastenverteilung, bessere Kontrollen, schnellere Asylverfahren und einfachere Abschiebungen ändern daran nichts. Sie verschärfen höchstens das Problem.

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06. November 2015 · Kommentare deaktiviert für Informations about transitroutes from Germany to Schweden · Kategorien: Deutschland · Tags:

There are four different transit routes to sweden (and from sweden to norway and finland). Since the capacities of ferries and trains are limited, all of the routes have to be used simultaneously in order to ensure that people don’t get stuck on the way.

Most of the refugees and migrants arrive at the main station in Hamburg where volunteers give information about the onward travel opportunities, organize sleeping facilities and provide warm meals. The volunteers wear yellow vests with „refugees welcome“ written on them.

Further information at https://www.facebook.com/Antira-HBF-Support-1482168948776368

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06. November 2015 · Kommentare deaktiviert für „Die derzeitige Rhetorik der CSU trägt zur Verrohung bei“ · Kategorien: Deutschland

Quelle: Telepolis

Interview von Patrick Spät

Der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch über den oft diskriminierenden Sprachgebrauch bei der sogenannten „Flüchtlingsdebatte“

„Actions speak louder than words“, heißt es. Inwiefern beeinflusst der Sprachgebrauch überhaupt unser Denken – und damit unser Handeln?

Anatol Stefanowitsch: Sprache bildet nicht die Realität ab, sondern eine Perspektive auf die Realität. Insofern kann der Sprachgebrauch eine entscheidende Rolle bei der Bewertung von Menschen und Situationen spielen. Ein Lehrbuchbeispiel: Jemanden, der ein Regierungsgebäude in die Luft sprengt, können wir, je nach Perspektive, als „Terrorist“ oder „Freiheitskämpfer“ bezeichnen. Die Wahl, die wir treffen, zieht dann bestimmte Denk- und Handlungsmuster nach sich: Einen Terroristen müssen wir bekämpfen, einen Freiheitskämpfer dagegen unterstützen oder wenigstens Verständnis für seinen Freiheitskampf haben.

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06. November 2015 · Kommentare deaktiviert für „Eine Fähre von Izmir nach Hamburg“ · Kategorien: Deutschland, Griechenland, Türkei · Tags:

Quelle: FAZ

Kein Flüchtling müsste noch in der Ägäis ertrinken, gäbe es so eine direkte Route von der Türkei nach Deutschland. Ein ernstzunehmender Vorschlag also. Dass niemand ihn sich zu eigen machen wollte, zeigt die ganze Widersprüchlichkeit der Debatte.

von Frank Lübberding

Vielleicht sollte sich die Große Koalition am kommenden Donnerstag nicht mit den umstrittenen Transitzonen für Flüchtlinge beschäftigen. Michael Räber, ein freiwilliger Helfer aus der Schweiz auf der griechischen Insel Lesbos, machte bei Sandra Maischberger einen interessanten Vorschlag, den man im Kanzleramt diskutieren sollte. Die Runde diskutierte über das mögliche Versagen der Großen Koalition angesichts des Flüchtlingsdramas. Auf Lesbos waren gestern nach Räbers Schätzung zwischen 7.000 und 8.000 Flüchtlinge angekommen. Er berichtete aber auch von ertrunkenen Menschen, die jeden Tag an den Stränden der Insel angespült werden. Um das zu verhindern, so sein Vorschlag, müsste man Fähren einsetzen. Sie sollten die Flüchtlinge aus der türkischen Hafenstadt Izmir abholen, um sie nach Athen oder nach Hamburg zu bringen.

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05. November 2015 · Kommentare deaktiviert für Ehemaliges DGB-Haus in Göttingen besetzt · Kategorien: Deutschland · Tags:

Quelle: omzehn

Am heutigen Mittag haben wir das seit 2009 leerstehende Haus in der Oberen Maschstraße 10 in Göttingen besetzt. Angesichts des akuten Mangels an bezahlbarem Wohnraum, der unhaltbaren Zustände im Erstaufnahmelager in Friedland und geplanten Massenunterbringungen von Geflüchteten in Turnhallen, ist der jahrelange Leerstand des Gebäudes weder zu rechtfertigen noch weiter hinzunehmen.

In Friedland, das für 700 Personen ausgelegt ist, sind derzeit über 3500 Menschen untergebracht und in der Göttinger Voigtschule müssen sich aktuell sieben Personen ein Zimmer teilen.

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05. November 2015 · Kommentare deaktiviert für Sea-Watch startet neue Rettungsmission auf Lesbos · Kategorien: Alarm Phone, Deutschland, Griechenland · Tags: ,

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Einladung zur Pressekonferenz am 06.11. / Pressemitteilung

Immer wieder werden an den Stränden der griechischen Insel Lesbos Tote angespült. Mit dem kommenden Winter wird die Passage von der Türkei nach Griechenland für Flüchtende immer gefährlicher.

Sea-Watch hat sich deshalb entschlossen, eine Rettungsmission in der Ägäis zu starten. Am Freitag, den 06.11.2015 werden wir mit einem für den Rettungseinsatz ausgerüsteten Schnellboot von Hamburg aus in den Einsatz starten.

Wir laden sie deshalb herzlich für den 06.11.15 um 10.00 an den Lotsekai nach Hamburg-Harburg ein, den Ort, von dem auch die Sea-Watch 1 ins Mittelmeer startete.

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05. November 2015 · Kommentare deaktiviert für „Merkel möchte Dublin-Abkommen reformieren“ · Kategorien: Deutschland, Europa · Tags:

Quelle: Deutschlandfunk

Bundeskanzlerin Merkel hält es für geboten, wegen des großen Andrangs von Flüchtlingen in Europa das Dublin-Abkommen zu überarbeiten.

Nach der Vereinbarung ist eigentlich derjenige EU-Staat für das Asylverfahren zuständig, in dem ein Flüchtling zuerst einreist. Merkel sagte in Düsseldorf, das Abkommen habe solche Schwächen, dass man es auf jeden Fall verändern müsse. Das europäische Asylrecht beruhe darauf, dass der Grenzschutz im Wesentlichen auf die Außengrenzen verlagert worden sei. Merkel betonte, wenn das System nicht funktioniere, müsse man gemeinsam die notwendigen Schlussfolgerungen ziehen.

In Berlin beraten heute wieder die Spitzen der Großen Koalition über die Flüchtlingspolitik.

05. November 2015 · Kommentare deaktiviert für „Bundeswehr weitet Flüchtlingshilfe aus“ · Kategorien: Deutschland · Tags: ,

Quelle: DW

Während die Regierungsparteien weiter um eine gemeinsame Flüchtlingspolitik ringen, hat Verteidigungsministerin von der Leyen in Anbetracht des anhaltenden Flüchtlingsandrangs eine pragmatische Entscheidung getroffen.

Die vielen ehrenamtlichen Helfer benötigten nach zum Teil wochenlangem Dauereinsatz nun ihrerseits Hilfe, sagte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Hier könne die Truppe zur Stelle sein. Statt wie bisher nur aushilfsweise ätig zu werden, soll sich die Bundeswehr künftig dauerhaft bei der Flüchtlingshilfe engagieren. Entsprechende Pläne legte die Verteidigungsministerin dem Kabinett vor.

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04. November 2015 · Kommentare deaktiviert für „Wie eine Gruppe aus München in Serbien helfen will“ · Kategorien: Balkanroute, Deutschland · Tags:

Quelle: Süddeutsche Zeitung

„Einfach machen“: Sieben Freiwillige fahren an die Grenze zu Mazedonien, um gestrandete Flüchtlinge zu versorgen. Wo endet ihre Hilfsbereitschaft?

Von Elisa Britzelmeier, Preševo

Als Europas Rand zum ersten Mal spürbar wird, ist es halb drei Uhr früh. Der kleine Bus hat es bis an die slowenisch-kroatische Grenze geschafft. „Passports“, sagt die Frau in der dunkelblauen Jacke mit der Aufschrift „Policija“, ein prüfender Blick ins Auto. Sie stapelt die Pässe. „Seven?“ Ihre Finger zeigen sieben an. Ja, seven, die Fahrerin nickt. Die Polizistin gibt die Pässe zurück. Weiter geht’s. Die Temperaturtafel über der Autobahn zeigt minus 0,3 Grad an.

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04. November 2015 · Kommentare deaktiviert für Österreich und die Flüchtlinge „Wir sind am Ende unserer Kapazitäten angelangt“ · Kategorien: Deutschland, Österreich, Türkei

Quelle: FAZ

Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz unterstreicht die Rolle der Türkei in der Flüchtlingskrise – und warnt zugleich vor neuen Abhängigkeiten. Das Asylsystem der EU will er völlig umkrempeln.

von Helene Bubrowski

Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz plädiert für eine engere Zusammenarbeit mit der Türkei in der Flüchtlingskrise, allerdings müssten dafür bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. „Die Türkei ist imstande dazu, die Flüchtlinge auf ihrem Weg in die Europäische Union aufzuhalten.“ Kurz verwies bei einem Besuch in der politischen Redaktion der F.A.Z. darauf, dass türkische Polizeikräfte schon einige tausend Flüchtlinge, die auf dem Landweg nach Europa gelangen wollten, daran gehindert hätten.

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