08. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Trampelpfade nach Norden“ · Kategorien: Balkanroute, Griechenland, Mazedonien · Tags: ,

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Noch harren die meisten Menschen vor der Grenze zu Mazedonien aus. Einige versuchen ihr Glück über Albanien.

Von Nadia Pantel

Babar Baloch sendet ausdauernd Neuigkeiten vom Chaos in die Welt. Der Sprecher des Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) hat sein mobiles Büro zwischen den Zelten der Wartenden an der griechisch-mazedonischen Grenze eröffnet. Eine Grenze, die „weder komplett geschlossen noch offen“ ist, sagt Baloch. Mehrmals täglich schickt er Fotos von Kindern, die mal im Schlamm, mal im Staub hocken. Am Montag dann die Zahlen zu den Bildern: Mehr als die Hälfte der Ankommenden auf den griechischen Inseln seien Syrer, sagt die griechische Polizei, 40 Prozent der Flüchtenden seien Kinder.

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08. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Der vertagte Durchbruch“ · Kategorien: Europa, Türkei · Tags:

Quelle: ARD Tagesschau

EU-Flüchtlingsgipfel mit der Türkei

Mehr als zwölf Stunden haben die Staats- und Regierungschefs der EU mit der Türkei über ein neues Paket zur Begrenzung der Flüchtlingszahlen diskutiert – aber der erhoffte Deal kam nicht zustande. Eine endgültige Entscheidung soll am 17. März fallen.

Von Kai Küstner, ARD-Studio Brüssel

Der Flüchtlings-Krisen-Gipfel ging zwar in die Verlängerung, aber eine endgültige Entscheidung zu einem neuen EU-Abkommen mit der Türkei fiel auch hier noch nicht. Zu frisch war dafür noch das überraschende Angebot des türkischen Regierungschefs Ahmet Davutoglu über ein erneutes Tauschgeschäft mit der EU, als dass die Europäer dem ohne weitere Bedenkzeit hätten zustimmen können.

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07. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Die europäische Lösung“ · Kategorien: Europa, Griechenland, Türkei · Tags: ,

Quelle: German Foreign Policy

Mit aller Macht bemüht sich die Bundesregierung auf dem heutigen EU-Türkei-Gipfel um eine „europäische Lösung“ für die Flüchtlingsabwehr. Der Pakt mit Ankara soll die Abschottung der griechisch-türkischen Seegrenze ermöglichen. Darüber hinaus soll sich die Türkei abschließend verpflichten, sämtliche über ihr Territorium eingereisten Flüchtlinge, denen die EU keine Zuflucht gewähren will, zurückzunehmen. Mit solchen Abschiebungen verstieße die EU gegen internationale Normen. Ankara ist zur Rücknahme bereit, will jedoch zunächst Abschiebeabkommen mit den Herkunftsländern schließen, um die zurückgenommenen Flüchtlinge sofort weiterschieben zu können. Für Haftlager zu ihrer Zwischenunterbringung stellt Brüssel Mittel zur Verfügung.

Menschenrechtsorganisationen berichten, bereits existierende Lager, in denen Flüchtlinge von jeglichem Kontakt zur Außenwelt abgeschnitten und zumindest zum Teil geschlagen und gefesselt würden, würden ebenfalls von der EU kofinanziert. Der künftige Flüchtlingsabwehrpartner der EU schiebt auch in Kriegsgebiete ab, unter anderem nach Syrien, und lässt auf Flüchtlinge schießen. Wie am Wochenende bekannt geworden ist, haben türkische Grenzer unlängst neun Syrer beim Versuch, in die Türkei einzureisen, getötet.

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07. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlinge in Ungarn: Und sie kommen trotzdem“ · Kategorien: Balkanroute, Ungarn

Quelle: Zeit Online

Ungarn gilt plötzlich vielen EU-Staaten als Beweis, dass Zäune Flüchtlinge aufhalten und Abschottung gelingen kann. Doch das ist ein Irrtum.

Von Philip Faigle, Ungar

In einer Nacht Ende Februar, als Europa seine Grenzen nach und nach schließt, wird Reza Salah* von lauten Stimmen geweckt. Es ist Mitternacht im Lager von Šid, ein Flüchtlingscamp in Serbien nahe der ungarischen Grenze. Taschenlampen leuchten in die Zelte, in denen die Flüchtlinge dicht gedrängt liegen, neben Reza schläft seine Frau Sarah*. „Raus“, rufen die uniformierten Männer. Es sind Beamte der serbischen Polizei. „Wir bringen euch nach Deutschland“.

Das Paar greift seine Taschen, Salah schlüpft in eine Sportjacke. Die Nacht ist Ende Februar beißend kalt. Vor dem Eingang des Camps warten Busse mit laufendem Motor. Die Polizisten treiben die Flüchtlinge in die Fahrzeuge, Kinder, Familien, an Bord ist auch eine schwangere Frau. Als sie durch die Dunkelheit fahren, zückt Salah sein Smartphone und schaut auf Google Maps: Der kleine blaue Punkt bewegt sich Richtung Norden. Direkt auf die ungarische Grenze zu.

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07. März 2016 · Kommentare deaktiviert für Drone footage: the birth of a „new town“ near Idomeni · Kategorien: Balkanroute, Griechenland, Mazedonien, Video

Quelle: YouTube

07. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Warum ich kein Europa hinter Stacheldraht will“ – Fotokommentar in der Bild · Kategorien: Balkanroute, Europa, Griechenland, Mazedonien · Tags: ,

Quelle: Bild

Von JULIAN REICHELT

Das eigentlich so sorglose, sagenhaft reiche Europa hat sich schon immer schwer getan, seine Geschichte zu erzählen. Wer sind wir eigentlich? Die USA haben den Mythos vom „American Dream“, vom Tellerwäscher zum Millionär. Europa hat den Mythos von der Verordnung zur Bananenkrümmung und Brüssel, das nicht mal jene überzeugend erklären können, die von dort aus Politik machen.

Nun gibt uns die Flüchtlingskrise die Chance, unsere Worte von Werten und offenen Grenzen mit Inhalt zu füllen.

Wir reagieren mit Stacheldraht und Verrat an unseren Werten.

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07. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „EU-Türkei-Gipfel: Kritik an Schließung Balkanroute“ · Kategorien: Balkanroute, Griechenland, Mazedonien · Tags:

Quelle: medico international

Pressemitteilung

medico international kritisiert die Schließung der Balkanroute für Flüchtlinge und fordert humanitäre Hilfe und legale Reisemöglichkeiten.

„Wir wagen nicht uns auszumalen, was passiert, wenn die Flüchtlinge begreifen, dass es tatsächlich kein Weiterkommen mehr für sie gibt“, sagt Marc Speer vom medico-Partner MovingEurope, der die Menschen am griechisch-mazedonischen Grenzübergang in Idomeni mit Informationen versorgt und die Menschenrechtslage beobachtet. „Die Gefahr, dass hier Panik ausbricht, ist groß.“ Schon jetzt herrscht Chaos. Kinder verlieren ihre Eltern in der Menschenmenge und immer wieder kollabieren einzelne Flüchtlinge vor Erschöpfung und Verzweiflung.

Derzeit sitzen um die 15.000 Flüchtlinge in Idomeni fest, in einem Lager, das ursprünglich auf 1.500 Menschen ausgelegt war. Bereits in den letzten Wochen wurde der Grenzübergang nach schwer durchschaubaren Kriterien nur noch für einige wenige Syrer und Iraker am Tag geöffnet. Inzwischen greifen weitere Filter wie zum Beispiel die Abweisung von Menschen, deren Papiere einen türkischen Stempel enthalten, der älter als ein Monat ist. „Im Grunde ist es reine Willkür, die hier herrscht. Es geht darum, die Hoffnung bei den Flüchtlingen aufrechtzuerhalten, selbst am Ende zu den wenigen Auserwählten zu gehören, die die Grenze passieren dürfen. So soll ein Aufstand verhindert werden“, so Speer.

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07. März 2016 · Kommentare deaktiviert für Auch Bulgarien mobilisiert Militär gegen Flüchtlinge · Kategorien: Bulgarien · Tags: ,

Quelle: Griechenland-Blog | Dikaiologitika

In Erwartung einer Zunahme der Ströme der Flüchtlinge und Immigranten schreitet Bulgarien zu Manövern des Militärs an seinen Grenzen zu Griechenland und zur FYROM.

Bulgarien schreitet zur Durchführung militärischer Manöver an seinen Grenzen zu Griechenland und der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedoniens (FYROM), um die Bereitschaft des Landes zu bewerten, einem eventuellen Anstieg des Flüchtlingsdruck zu begegnen.

Wie der bulgarische Premierminister Boyko Borisov erklärte, werden die Manöver gemeinsam mit der Polizei erfolgen und „haben zum Ziel, die Einwohner der grenznahen Gebiete zu beruhigen, dass das Land in der Lage sei, einer Zunahme der Immigrantenströme zu begegnen“.

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07. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Merkel lässt EU-Papier zur Balkanroute entschärfen“ · Kategorien: Balkanroute, Europa

Quelle: Süddeutsche Zeitung

  • Vor dem EU-Gipfel will Deutschland eine vorbereitete Erklärung der 28 Mitgliedsstaaten entschärfen lassen.
  • Darin hatte es geheißen: Die Balkanroute sei für Flüchtlinge jetzt geschlossen.
  • Damit wird der Gipfel vermutlich zu einer Kampfabstimmung über zwei verschiedene Herangehensweisen an die Flüchtlingskrise.

Von Thomas Kirchner, Brüssel

Die Bundesregierung und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker wollen den Plan der EU-Staaten, die Flüchtlingsroute über den Westbalkan für geschlossen zu erklären, nicht mittragen. Das bestätigte ein EU-Diplomat am Montag der Süddeutschen Zeitung. „So lange 300 bis 400 Flüchtlinge am Tag in Deutschland ankommen, kann man nicht behaupten, die Route sei geschlossen, das entspricht einfach nicht den Realitäten“, sagte er. Die Bundesregierung setze sich für eine europäische Lösung ein, die vor allem den Flüchtlingsstrom über das Meer von der Türkei nach Griechenland verkleinere. „Wir wollen keine Lösung, bei der einer nach dem anderen die Grenzen schließt, und dann beißen den Letzten die Hunde.“

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07. März 2016 · Kommentare deaktiviert für Vor EU-Türkei-Gipfel: Erdogan will „Flüchtlingsstadt“ in Nordsyrien bauen · Kategorien: Europa, Syrien, Türkei · Tags: ,

Quelle: FAZ

Um den Zustrom syrischer Flüchtlinge in die Türkei zu begrenzen, hat Staatschef Erdogan einen neuen Plan. Das vom Krieg zerstörte Nachbarland spielt dabei eine Schlüsselrolle.

Angesichts des Flüchtlingsandrangs in seinem Land hat der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan den Bau einer „Flüchtlingsstadt“ im Norden des benachbarten Bürgerkriegslands Syrien vorgeschlagen. Die Stadt könne nahe der Grenze zur Türkei mit Hilfe der internationalen Gemeinschaft errichtet werden, sagte Erdogan nach Angaben der halbamtlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu vom Samstag am Vorabend in Istanbul. Sie könne eine Fläche von 4500 Quadratkilometern haben.

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