13. April 2017 · Kommentare deaktiviert für „Kampf um Ressourcen: Flüchtlinge im kenianischen Grenzgebiet“ · Kategorien: Afrika · Tags: ,

DW | 12.04.2017

Kakuma war mal ein winziges Nest im Norden Kenias. Heute ist Kakuma das zweitgrößte Flüchtlinslager des Landes. Der Strom von Menschen, die aus dem benachbarten Südsudan fliehen, reißt nicht ab.

Das alte Holz hat die ganze Nacht vor sich hingekokelt. Alice Maraka und ihre Familie haben es auf langen Fußmärschen im Dürregebiet gesammelt, um daraus Holzkohle zu machen. Wenn die Glut erkaltet ist, wandert Alice zum benachbarten UN-Flüchtlingslager Kakuma, um die Holzkohle gegen Lebensmittel zu tauschen. Für eine Schüssel Kohle kriegt sie zwei Teller Hirse oder Bohnen.

„Der Handel mit den Flüchtlingen ist alles, was wir noch haben. Aber es drängeln sich immer mehr dazwischen. Die Flüchtlinge machen inzwischen auch selber Holzkohle und dann gehen wir leer aus“, klagt die junge Frau.

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12. April 2017 · Kommentare deaktiviert für „IOM Learns of ‘Slave Market’ Conditions Endangering Migrants in North Africa“ · Kategorien: Afrika, Libyen · Tags: , ,

Libya Herald | 11.04.2017

Over the past weekend, IOM staff in Niger and Libya documented shocking events on North African migrant routes, which they have described as ‘slave markets’ tormenting hundreds of young African men bound for Libya.

Operations Officers with IOM’s office in Niger, reported on the rescue of a Senegalese migrant (referred to as SC to protect his identity) who this week was returning to his home after being held captive for months.

According to SC’s testimony, while trying to travel north through the Sahara, he arrived in Agadez, Niger, where he was told he would have to pay CFA200,000 (about $320) to continue north, towards Libya. A trafficker provided him with accommodation until the day of his departure, which was to be by pick-up truck.

The journey – over two days of travelling – through the desert was relatively smooth for this group. IOM has often heard from other migrants on this route who report seeing the remains of others abandoned by their drivers – and of trucks ransacked by bandits who siphon away their fuel.

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11. April 2017 · Kommentare deaktiviert für „Migrants from west Africa being ‘sold in Libyan slave markets’“ · Kategorien: Afrika, Libyen · Tags: , ,

The Guardian | 10.04.2017

UN migration agency says selling of people is rife in African nation that has slid into violent chaos since overthrow of Gaddafi

Emma Graham-Harrison

West African migrants are being bought and sold openly in modern-day slave markets in Libya, survivors have told a UN agency helping them return home.

Trafficked people passing through Libya have previously reported violence, extortion and slave labour. But the new testimony from the International Organization for Migration suggests that the trade in human beings has become so normalised that people are being traded in public.

“The latest reports of ‘slave markets’ for migrants can be added to a long list of outrages [in Libya],” said Mohammed Abdiker, IOM’s head of operation and emergencies. “The situation is dire. The more IOM engages inside Libya, the more we learn that it is a vale of tears for all too many migrants.”

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10. April 2017 · Kommentare deaktiviert für Marokko: „Flucht in die limitierte Freiheit“ · Kategorien: Afrika, Marokko · Tags:

Der Freitag | 05.04.2017

Gestrandete aus dem subsaharischen Afrika zwingen die Regierung zu einer neuen Einwanderungspolitik

LEANDER F. BADURA

Nachdem es Ende Februar hunderte Menschen in die spanische Exklave Ceuta geschafft hatten, veröffentlichte die Lokalzeitung El Faro de Ceuta ein Video des Freudentaumels. Einige der Migranten bedanken sich darin für die „Gastfreundschaft“ Marokkos und bei dessen König Mohammed VI. Den Monarchen dürfte es freuen, bemüht er sich doch, sein Land als eines darzustellen, das sich der Einwanderer annimmt. Am 12. Dezember 2016 hatte er als Staatsoberhaupt verkündet, man starte unverzüglich eine „massive Regularisierungskampagne“ für Migranten ohne Aufenthaltstitel. Das kam einigermaßen überraschend, weil bisher die im November 2013 aus der Taufe gehobene neue Einwanderungs- und Asylpolitik eher stagnierte.

Doch der Reihe nach: In puncto Migration war Marokko jahrzehntelang vor allem Auswanderungsland (über fünf Millionen Marokkaner leben in Europa), seit den 1990er Jahren wurde es mehr und mehr zur Transitschleuse für Migranten aus dem subsaharischen Afrika auf dem Weg nach Europa. Inzwischen verlagern sich die Migrationsbewegungen allerdings auf die gefährlichere libysche Route. Ungeachtet dessen stranden nach wie vor viele Westafrikaner in Marokko und bleiben dort, aus Entkräftung, Resignation oder in der Hoffnung, dort Zuflucht zu finden.

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10. April 2017 · Kommentare deaktiviert für „Der Push-Faktor, den Weg nach Europa zu wagen“ · Kategorien: Afrika, Europa · Tags: ,

Welt | 09.04.2017

Die afrikanische Flüchtlingskrise werde auf dem Kontinent entschieden, sagt der Migrationsforscher Sergio Carciotto. Problem: Die Rahmenbedingungen in afrikanischen Aufnahmeländern würden sich verschlechtern.

Von Christian Putsch

Auf dem Papier sind die Rechte von Flüchtlingen in Afrika oft vorbildlich. So sind in den Verfassungen der sechs wichtigsten Aufnahmeländer des Kontinents – Äthiopien, Kenia, Nigeria, Südafrika, Sudan und Kongo – sozioökonomische Grunderfordernisse wie Bildung, Arbeit und Gesundheit garantiert. Doch in der Praxis sieht der italienische Forscher Sergio Carciotto erhebliche Lücken bei der Implementierung dieser Rechte. „Die Situation vieler Flüchtlinge in Afrika ist erschreckend und liefert keine Perspektive auf eine langfristige Existenzgrundlage“, sagte Carciotto im Gespräch mit der „Welt“. „Das kann für viele einen Push-Faktor bedeuten, den gefährlichen Weg nach Europa zu wagen.“

Carciotto hat in einer von der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung unterstützten Studie des Kapstädter „Scalabrini Instituts“ die Bedingungen in den afrikanischen Aufnahmeländern analysiert. Er hält diese Frage für einen vernachlässigten Aspekt in der Debatte, schließlich mache sich entgegen der öffentlichen Wahrnehmung nur ein kleiner Anteil der afrikanischen Flüchtlings- und Migrationsbewegung auf den Weg nach Europa.

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10. April 2017 · Kommentare deaktiviert für Migration aus Afrika: „Unsere ganzen Reichtümer sind in Europa“ · Kategorien: Afrika, Europa · Tags: ,

Deutschlandfunk | 09.04.2017

Noch immer leiden Menschen in Afrika unter den Folgen der Kolonisierung. Mittlerweile agieren zwar neue Player – aber auch die scheren sich weder um Nachhaltigkeit und Rechtsstaatlichkeit noch um die Interessen der Bevölkerung. Die Flucht nach Europa ist für viele der einzige Ausweg. In Europa will man deswegen Bleibeperspektiven schaffen – mit einem Marshallplan.

Von Marc Thoerner

Irgendwo in Marokko. An einer Durchfahrtsstraße, von einer hohen Hecke beinahe überwuchert: Eine Kirche aus den 1920er-Jahren. Drinnen fällt der Blick auf eine dunkle Halle ohne Gestühl. Längs der Wände reihen sich Matratzen. Eine Gruppe von afrikanischen Flüchtlingen aus der Subsahara-Region hat sich das aufgegebene Gotteshaus zum Unterschlupf genommen. Männer und Frauen, die meisten Anfang 20. Sie tragen Jogging-Hosen, Trainingsjacken, Wollmützen. Einige erheben sich, blinzeln, reiben sich die Augen angesichts des ungewohnten Lichts, das aus der Türöffnung eindringt. Unter ihnen ist auch Dschamila, Mitte 20, aus Kamerun. Für sie ist diese halb vergessene Kirche die erste sichere Unterkunft auf ihrer langen Reise Richtung Europa.

„Ich habe es über Libyen versucht. Aber das hat nicht geklappt, es gab zu viele Hindernisse. Wir wären fast ertrunken. Libysche Rebellen haben uns dann aus dem Wasser gefischt und uns drei Wochen lang eingesperrt. Da gab es kaum was zu essen.“

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08. April 2017 · Kommentare deaktiviert für „UN: Army attack prompts mass exodus from South Sudan“ · Kategorien: Sudan · Tags: ,

Al Jazeera | 07.04.2017

Troops ’slaughtered civilians like animals‘ refugees say, as thousands flee to neighbouring Uganda.

More than 6,000 people have fled from southern South Sudan into the northern Ugandan district of Lamwo, recounting the slaughter of civilians by armed forces, according to the UN refugee agency.

A statement from the UNHCR said on Friday more residents of Pajok town in South Sudan’s Equatoria region were hiding in the bush trying to find their way to safety in Uganda.

„People fleeing the recent incident claimed that the town came under an indiscriminate attack by the South Sudan armed forces,“ the statement said.

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02. April 2017 · Kommentare deaktiviert für Italien Niger: 50 Mio für Abschottung · Kategorien: Italien, Sahara
L’accordo firmato dal premier Gentiloni a Roma. Il contributo sarà scaglionato in quattro tranche condizionate al raggiungimento di obiettivi per sorvegliare i confini con la Liba

Pubblicato il 01/04/2017. Ultima modifica il 01/04/2017 alle ore 07:10. carlo bertini,roma

È solo un primo passo di un percorso accidentato, ma da queste intese bisogna cominciare, se è vero – come dice il premier Paolo Gentiloni – che il problema dei migranti non lo può risolvere neanche il mago Merlino. Ovvero, non si cancella con un colpo di bacchetta magica. Per questo ieri il premier ha firmato a Palazzo Chigi, insieme ai ministri Minniti e Alfano, un accordo con il presidente del Niger, Mahamadou Issoufou. Uno dei Paesi africani – come Nigeria, Somalia, Mali e Costa d’Avorio – su cui l’Ue vuole investire, perché sono quelli da dove partono migranti. «Nessuno vende illusioni sul fatto che i flussi migratori possano sparire d’incanto. Dobbiamo lavorare insieme, anche con l’Europa, e li possiamo ridurre anche in tempi relativamente brevi», sostiene Gentiloni. Weiterlesen »

01. April 2017 · Kommentare deaktiviert für Desperate Red Sea Journeys: Refugees Pour Into and Out of Yemen · Kategorien: Afrika, Eritrea · Tags:

Newsdeeply 28.03.17

Following the attack that killed 42 Somali refugees off the coast of Yemen, we report from Djibouti on the desperate choices faced by refugees who fled to Yemen and now find themselves in the middle of another conflict.
Written by Emilienne Malfatto, Emeline Wuilbercq

OBOCK, Djibouti – Madinah Ibrahim Ali has crossed the Red Sea twice. The first time, 25 years ago, she was fleeing the Eritrean regime with her husband toward the Arabian Peninsula, with hopes for a better future.

The second time, in 2015, they fled in the opposite direction to escape war in Yemen. This time, they went with fewer hopes and “no future,” she says.

They are among thousands of refugees fleeing in both directions across the narrow passage of water that separates the Arabian Peninsula and the Horn of Africa. Weiterlesen »

29. März 2017 · Kommentare deaktiviert für EU-Pläne in Nordafrika: „Europa baut eine Mauer gegen Flüchtlinge“ · Kategorien: Afrika, Libyen, Sahara · Tags: , ,

Die Welt | 27.03.2017

Pro Asyl kritisiert die Pläne der Europäer, die Mittelmeer-Route bereits in der Sahara zu kappen. Aus Sicht der Menschenrechtsorganisation wird die Maßnahme viele Flüchtlinge treffen.

Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl hat die Pläne der Europäischen Union (EU) für einen strengeren Schutz der südlichen Grenze Libyens kritisiert. „Europa baut im südlichen Libyen eine zweite Mauer auf, damit Flüchtling nicht einmal in die Nähe der Außengrenzen Europas kommen“, sagte Geschäftsführer Günter Burkhardt der „Welt“.

Die Pläne der Europäischen Union richteten sich auch gegen Flüchtlinge, die „aus der Diktatur in Eritrea und vor den Warlords in Somalia fliehen“. Burkhardt sagte: „Die neuen Pläne funktionieren nach dem Motto ,Aus den Augen, aus dem Sinn‘. Je weiter die Flüchtlinge von Europa weg sind, umso weniger regt sich die Öffentlichkeit auf.“

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