Im Rahmen der Ausstellung Forensis im Haus der Kulturen der Welt in Berlin (15. März – 5. Mai 2014) präsentieren Charles Heller und Lorenzo Pezzani ihr Projekt Forensic Oceanography. In dem Begleittext zur Ausstellung heißt es u.a.:
Der richtige Pass
In der Einwanderungslotterie
von Benoît Bréville
Ende Oktober vergangenen Jahres berichtete die französische Tageszeitung L’Équipe über das Viertelfinale der Europameisterschaften im Tischtennis: „Bei den Frauen verlor die zweifache niederländische Europameisterin Li Jiao (2007 und 2011) gegen die Portugiesin Fu Yu. Diese wird im Halbfinale der Schwedin Li Fen gegenüberstehen, der besten Europäerin auf der Weltrangliste (Platz 11).
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Vielfalt und Vertrauen
Einwanderer gefährden den sozialen Zusammenhalt, behaupten Konservative in Großbritannien seit 100 Jahren. Die Migrationsgeschichte beweist das Gegenteil
von Kenan Malik
Die größte Moschee Westeuropas wurde vor gut zehn Jahren im Südlondoner Stadtteil Morden eingeweiht. Allein im Gebetsraum der Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde können sich 4 500 Gläubige niederlassen; insgesamt gibt es Platz für 10 000 Besucher. Schon während der Bauzeit war die Bait ul-Futuh („Haus der Siege“) Anlass heftiger Auseinandersetzungen.
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Eingeborene Ausländer
Das Staatsbürgerrecht in arabischen Ländern und die Frauen
von Warda Mohamed
Guillaume habe ich 1996 kennengelernt“, erzählt die 40-jährige libanesische Architektin Lina.1 „Er hat als Franzose im Libanon Zivildienst geleistet und studiert. Seitdem haben wir uns nicht mehr getrennt.“ Aber die Beziehung war nicht einfach: „Ich bin Muslimin, und er ist Christ. Im Libanon konnten wir nicht heiraten, weil es hier keine Zivilehe gibt. Deshalb haben wir im Jahr 2000 auf Zypern geheiratet.“
Inhaltsverzeichnis
- Abschiebehaft in der EU: Asylrechtliche Grauzonen für nicht rückführbare Geflüchtete
- Hohe Einbürgerungsbereitschaft von Bulgaren und Rumänen
- Zahl der Asylanträge in Deutschland so hoch wie zuletzt 1999
- Koalitionsstreit um Wegfall der Optionspflicht
- Schweizer Volksentscheid: Einwanderungsbeschränkung mit hauchdünner Mehrheit beschlossen
- Mehr als ein Zelt: Menschenwürdige Unterkunft in Not?
- Neuausrichtung der Migrationspolitik gefordert
- Abschiebepraxis der Länder für Südosteuropäer
- Geringe Zuwanderungsquote im europäischen Vergleich
- Zuwanderung: Städte erhalten 150 Mio. Euro aus Förderprogramm „Soziale Stadt“
- Bürge haftet trotz Flüchtlingsanerkennung für Sozialleistungen
- EU stärkt Rechte von Saisonarbeitern
- EU-Visa-Erleichterungen für Kolumbien und Peru
- Schweiz: Gleichstellung eingetragener Partnerschaften bei Einbürgerung
- Großbritannien: Streit um Einwanderung
- Spanien/Griechenland: Dutzende Tote an Europas Außengrenzen
- Zentralafrikanische Republik: Eine Million Menschen auf der Flucht
- UN-Bericht zur Situation junger Migranten in der Welt
Alle Artikel können auf der website nachgelesen oder hier als pdf-Datei heruntergeladen werden.
American Photographer John Stanmeyere wins World Press Photo of the year 2013
The international jury of the 57th annual World Press Photo Contest has selected an image by American photographer John Stanmeyer of the VII Photo Agency as the World Press Photo of the Year 2013. The picture shows African migrants on the shore of Djibouti city at night, raising their phones in an attempt to capture an inexpensive signal from neighboring Somalia—a tenuous link to relatives abroad. Djibouti is a common stop-off point for migrants in transit from such countries as Somalia, Ethiopia and Eritrea, seeking a better life in Europe and the Middle East. The picture also won 1st Prize in the Contemporary Issues category, and was shot for National Geographic.
For an overview of all the winners visit: http://www.worldpressphoto.org/awards/2014
Ausgabe 341 der Zeitschrift iz3W hat den Schwerpunkt Asyl und ist gerade erschienen. Unter dem Titel ‚Road to Nowhere – Asyl & Politik‘ werden u.a. die folgenden Themen behandelt:
- Mehr als nur humanitär. Das Recht auf Asyl ist der Kern von Recht und Rechtssicherheit.
von Micha Brumlik - Kontinuierliche Verweigerung. Die Geschichte des Asyls während des Nationalsozialismus.
von Andreas Marquet - Koste es, was es wolle. Das europäische Grenzregime dient der Abwehr von Flüchtlingen.
von Bernd Kasparek - Aufnahme statt Geheimhaltung. Die Asylrechtspraxis bedeutet für verfolgte Homosexuelle Unsicherheit.
von Klaus Jetz - »Gesetze sind veränderbar«
Interview mit Günter Burkhardt über die Arbeit von Pro Asyl - Freie Radikale. Das Konzept »Non-Citizens« führte zu Kontroversen.
von Christian Jakob - Scheitern auf höherem Niveau. Lehren aus dem Protest der Refugees in Österreich.
von Ilker Ataç und Monika Mokre - Böse Bosse. Wie mit dem Schleppereivorwurf Refugees kriminalisiert werden.
von Katharina Menschick - Bewegungen am Bosporus. Die Türkei wird zur EU-Außengrenze aufgerüstet.
von Brigitte Suter - Australien macht Druck. In Indonesien verschlechtern sich die Bedingungen für Asylsuchende und Flüchtlinge.
von Antje Missbach - »Der Flüchtlingspass nützt hier nichts« Kolumbianische Flüchtlinge in Ecuador.
von Sebastian Muy
s.a. iz3w 341
Quelle: debatte
von Avji Sirmoglu
«Wenn du ein Flüchtling bist und du stirbst, stellt niemand Fragen, aber um anderswo leben zu können, werden dir tausende Fragen gestellt.» Seit die EU-Grenzschutztruppe Frontex die Meeresenge in der Ost-Ägäis überwacht, suchen immer mehr Menschen den Weg über die türkisch-griechische Landesgrenze. Die Grenzlinie zwischen der Türkei und Griechenland ist fast 200 km lang. Davon werden 180 km durch den Evros gebildet.
Die Anzahl der Flüchtlinge steigt an, welche auf diesem Wege nach Europa gelangen möchten. Die Minenfelder beim Evros waren bis 2009 die Hauptursache für Tötungen und Verletzungen. Der Fluss selber birgt viele Ertrunkene, er wurde ein nasses Massengrab. Über 90 Prozent der illegalen Flüchtlinge kamen bisher über die Türkei nach Europa – vor allem über die Landgrenze am Evros, täglich um die 200 Menschen. Der meterhohe messerscharfe Zaun hat das geändert.
Essay zur Zuwanderung aus Osteuropa
Von „Einwanderung in die Sozialsysteme“ kann keine Rede sein. Die Überlebensstrategien orientieren sich schlicht am realen Dauerelend.
von Norbert Mappes-Niediek – taz vom 19.01.2014
Ja, wir wollen Zuwanderung. Nein, wir haben nichts gegen Ausländer und auch nichts gegen Roma, die schließlich Opfer eines Völkermords waren und mancherorts bis heute verfolgt werden. Wir brauchen Fachkräfte, und deren Herkunft ist uns egal. Was wir dagegen nicht wollen, ist eine Einwanderung in unsere Sozialsysteme.
Es ist ein breiter Konsens, der sich nach einer Reihe von Provokationen aus der CSU herausgebildet hat. Bloß: „Einwanderung in die Sozialsysteme“ ist schon an sich ein tendenziöses Schema, das die wirklichen Verhältnisse schlecht beschreibt.
Seit Jahresbeginn gilt die volle EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit für Rumänen und Bulgaren. Erneut wird eine seit Jahren kontrovers geführte Diskussion um eine angeblich unverhältnismäßige Inanspruchnahme von Sozialleistungen durch Neuzugewanderte entfacht. Fakten rund um die Zuwanderung aus Osteuropa geraten dabei oftmals in den Hintergrund. Zumal wesentliche Herausforderungen und Lösungsansätze bis ins Detail in einem Bericht der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft „Armutszuwanderung aus Osteuropa“ dokumentiert sind.
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„Die Gesellschaften im arabischen Raum und dem Mittleren Osten sind seit 60 Jahren untrennbar über die Arbeitsmigration mit den wohlhabenden Ölförderstaaten (Persischer Golf und Libyen) und den Handelsmetropolen in der Levante verbunden. Jede Krise und jeder Krieg in dieser Region führte zu gewaltigen Wanderungsbewegungen. Nicht als »Kollateralschaden« außenpolitischer Auseinandersetzungen, sondern als Kern des Krieges der herrschenden Klasse(n) gegen die migrantischen ArbeiterInnen. Der Fortbestand dieser Ordnung hängt an einer feudalistisch anmutenden Spaltung zwischen einer einheimischen Ober- und einer ausländischen Unterschicht …“
aus: Wildcat 95, Winter 2013/2014
Die EU kennt nur eine Antwort auf die Flüchtlingsfrage: die Mauern der Festung verstärken. Jetzt wird das Problem auf die Türkei abgewälzt.
von Jürgen Gottschlich | taz
Bundesinnenminister Friedrich kann sich freuen. Ab dem kommenden Jahr wird die Mauer um die Festung Europa noch ein Stück höher, als sie ohnehin schon ist. Die EU-Kommission hat es nach jahrelangem Drängen geschafft, die türkische Regierung dazu zu bringen, ein Abkommen zu unterschreiben. Ankara verpflichtet sich darin, alle Flüchtlinge, die über ihr Territorium in ein EU-Land gelangen, wieder zurückzunehmen. Also praktisch alle, die es nach Griechenland oder Bulgarien geschafft haben und die Friedrich auf keinen Fall einreisen lassen will.