26. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für „Das ist ein Freifahrtschein in den Tod“ · Kategorien: Deutschland, Italien, Libyen, Malta · Tags: ,

Jetzt | 25.06.2018

Manuel Sarrazin, Politiker der Grünen, war auf dem Rettungsschiff „Lifeline“, das mit mehr als 200 Flüchtenden auf einen sicheren Hafen wartet.

Interview von Theresa Hein

Das deutsche Rettungsschiff „Lifeline“ befindet sich seit Donnerstag mit mehr als 200 Flüchtenden etwa 50 Kilometer vor Malta. Anders als wenige Wochen zuvor bei der „Aquarius“,  hat sich bisher noch kein europäisches Land bereit erklärt, die Menschen aufzunehmen.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete und Sprecher für Osteuropapolitik, Manuel Sarrazin, 36, war in der Nacht von Sonntag auf Montag der Bitte einer Hilfsorganisation nachgekommen und fuhr zur „Lifeline“. Gemeinsam mit zwei anderen Bundestagsabgeordneten war er von Valletta (Malta) aus zu dem Boot aufgebrochen, um sich ein Bild zu machen. Im Gespräch mit jetzt warnt er davor, dass Menschenleben zum Spielball der Unentschlossenheit europäischer Politik werden.

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25. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für The List · Kategorien: Mittelmeer · Tags:

The Guardian | 25.06.2018

It’s 34,361 and rising: how the List tallies Europe’s migrant bodycount

The deaths do not just occur at sea – but in detention blocks, asylum units and even town centres. Here’s how the List is put together

Download a PDF of the List here

by Niamh McIntyre and Mark Rice-Oxley, graphics by Niko Kommenda and Pablo Gutiérrez

The boat capsized in rough seas in March close to Italian territorial waters. A search and rescue operation fished bodies from the sea, dead and alive. Many of the ship’s passengers remained unaccounted for. No one knew quite how many.

It’s a grimly familiar tale that sounds like one of the tragedies that occurred on Europe’s southern rim over the past couple of years. But in fact, the events described occurred in 1997. Some details of these depressing disasters have changed over the years – then, the victims were Albanians, and it was the Adriatic, not the Mediterranean, that was the death trap.

But the similarities throw up a deeply uncomfortable truth: people have been dying while trying to get into Europe for more than 20 years.

These stories, and thousands of others, have been collated by the Dutch NGO United for Intercultural Action (UNITED) over the years, in a document – the List – which the Guardian is publishing today, on World Refugee Day.

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25. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für Italy’s Salvini suggests migrant centres on Libya’s southern borders · Kategorien: Italien, Libyen

euronews | 25.06.2018

By Ahmed Elumami

TRIPOLI (Reuters) – Italy’s anti-immigration interior minister said on a visit to Libya on Monday he had proposed setting up migrant reception centres at Libya’s southern borders to help stanch a flow of migrants across the Mediterranean Sea to Italy.

Matteo Salvini, whose far right League party has campaigned to bar migrants fleeing Africa and expel those already in Italy, and has been in a governing coalition since the start of June, did not say in which countries such centres could be located.

Libya has been the main departure point for migrants trying to reach Europe by sea since routes from Turkey were largely shut following a deal with the European Union in 2016.

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25. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für Auch Spanien lehnt die „Lifeline“ ab · Kategorien: Mittelmeer, Spanien · Tags: ,

ARD Tagesschau | 25.06.2018

Die Irrfahrt der „Lifeline“ nimmt kein Ende: Das Rettungsschiff mit 234 Flüchtlingen an Bord erhält keinen Zugang zu einem europäischen Hafen. Auch die Handelsschiffahrt kritisiert das Vorgehen der italienischen Regierung.

Die Crew des deutschen Rettungsschiffs „Lifeline“ mit 234 Flüchtlingen an Bord hofft weiter auf eine Erlaubnis zur Einfahrt in einen europäischen Hafen. Auch in Spanien habe man vor einigen Tagen angefragt, sagte der Mitbegründer der Dresdner Flüchtlingsinitiative „Mission Lifeline“, Axel Steier, dem rbb. Doch auch die spanische Regierung hat eine Aufnahme der „Lifeline“ abgelehnt.

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25. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für Tajani fordert sechs Milliarden zur Schließung der Mittelmeer-Route · Kategorien: Europa, Italien, Libyen · Tags:

DW | 25.06.2018

Der EU-Gipfel sei „die letzte Chance“, sonst drohe der EU der Todesstoß, warnt auch EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani. Italiens Innenminister Matteo Salvini reiste nach Libyen, um machbare Lösungen zu sondieren.

Als Vorbild könne die Vereinbarung der Europäischen Union mit der Türkei dienen: So wie man die Balkan-Route dicht gemacht habe, müsse nun die Mittelmeer-Route für Flüchtlinge geschlossen werden, verlangte EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani. Und dafür müsse die EU „mindestens sechs Milliarden Euro investieren“, schrieb Tajani in einem Gastbeitrag für die Zeitung „Die Welt“. Die Europäer sollten dabei mit Transitländern wie Marokko, Tunesien und Algerien enger zusammenarbeiten, empfahl er.

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25. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für Walk or die: Algeria abandons 13,000 refugees in the Sahara · Kategorien: Algerien, Sahara · Tags:

Al Jazeera | 25.06.2018

Associated Press report details witness accounts of migrants and refugees from Africa left to die in the Sahara Desert.

Algeria has abandoned more than 13,000 people in the Sahara Desert over the past 14 months, including pregnant women and children, expelling them without food or water and forcing them to walk, sometimes at gunpoint, under a blistering sun. Some never make it out alive.

The expelled migrants and refugees can be seen coming over the horizon by the hundreds, appearing at first as specks in the distance under temperatures of up to 48 degrees Celsius.

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25. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für „Rettungsschiffe zu blockieren – eine Schande für Europa!“ · Kategorien: Europa, Italien, Libyen, Malta · Tags: ,

Telepolis | 25.06.2018

Die „Aquarius“ setzt Einsätze fort; SOS Mediterranee begeht in Berlin dritten Gründungstag. Über allem schwebt die Frage, wie es mit dem Projekt weitergeht. Ein Kommentar

Thomas Moser

Was wird aus dem Rettungsschiff „Aquarius“? Was aus den privaten Seenoteinsätzen im Mittelmeer? Die Lage um die Flüchtlinge und Migranten wie um die Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs), die mit privaten Hilfsschiffen Schiffbrüchige retten, scheint sich zuzuspitzen – aber sie ist nicht eindeutig, sondern ändert sich nahezu täglich.

Vor wenigen Tagen wurde das deutsche Schiff „Aquarius“, das unter gibraltinischer Flagge fährt, wider Willen weltbekannt. Mit über 600 aus Seenot Geretteten wurde ihm die Einfahrt in italienische Häfen verwehrt. Daraufhin steuerte es das weit entfernte spanische Valencia an, wo hunderte von Kamerateams auf die Ankunft warteten. Die neue spanische Regierung hatte die Erlaubnis zum Einlaufen erteilt.

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25. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für Politiker auf „Lifeline“: „Lage an Bord ist eine Katastrophe“ · Kategorien: Audio, Italien, Libyen, Malta, Mittelmeer · Tags: , ,

ARD Tagesschau | 25.06.2018

Die deutsche „Lifeline“ hat 230 aus dem Mittelmeer gerettete Flüchtlinge an Bord. Weder Malta noch Italien lassen es anlegen. In der Nacht besuchten Abgeordnete das Schiff.

Von Tassilo Forchheimer, ARD-Studio Rom

Schon seit Donnerstag ist das Schiff „Lifeline“ der Dresdner Hilfsorganisation „Mission Lifeline“ in der Nähe von Malta blockiert. Die Menschen an Bord der „Lifeline“ drohten zum Faustpfand im Streit um die europäische Asylpolitik zu werden, meint der grüne Bundestagsabgeordnete Manuel Sarrazin. Er war in der vergangenen Nacht zusammen mit vier anderen Kollegen aus dem Bundestag und dem Europaparlament für vier Stunden an Bord der Lifeline. „Die große Flüchtlingspolitik in der EU ist sehr umstritten, auch dazu haben wir Meinungen, aber hier geht es um 230 Menschen, die in einer ganz konkreten Notsituation sind“, sagte Sarrazin.

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24. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für Mission Lifeline: „Gäbe es Kontingente, würde Malta uns reinlassen“ · Kategorien: Italien, Malta, Mittelmeer · Tags: , ,

Zeit Online | 24.06.2018

Axel Steier gehört zu den Gründern der Mission Lifeline. Im Interview spricht Steier über das Schiff, das keinen Hafen findet – mit mehr als 230 Flüchtlingen an Bord.

Interview: Alina Schadwinkel

Die Flucht nach Europa über das Mittelmeer ist lebensgefährlich: Immer wieder gibt es Bootsunglücke, bei denen Flüchtlinge sterben. Axel Steier ist Mitgründer der Rettungsorganisation Lifeline. Seit 2016 ist ihr Schiff im Mittelmeer im Einsatz – so auch jetzt. Mehr als 230 Flüchtlinge hat die Crew an Bord, an Land bringen aber darf sie die Menschen nicht. Im Interview spricht Steier über die Lage an Bord und Lösungsmöglichkeiten.

ZEIT ONLINE: Seit Donnerstag ist Ihr Schiff mit 234 Flüchtlingen an Bord auf dem Mittelmeer blockiert – wie ist die Situation: Gibt es ausreichend Wasser, Decken, Lebensmittel?

Axel Steier: Prinzipiell ist die Stimmung an Bord eher gut. Sie müssen wissen: Die Leute kommen aus ganz anderen Verhältnissen, waren in Keller eingesperrt, wurden vergewaltigt oder gefoltert. Nun sind sie weitestgehend in Sicherheit. Das ist das eine. Das andere ist die Versorgung: Wir sind gut vorbereitet losgefahren, für die direkte Fahrt zum Hafen hätte es gereicht. Aber für mehrere Tage auf See sind wir nicht ausgerüstet.

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20. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für Libyen: Schläger und Schlepper als „lokale Sicherheitskräfte“ zur Abwehr von Migranten? · Kategorien: Italien, Libyen · Tags:

Telepolis | 20.06.2018

Der neue Innenminister Salvini will das Konzept seines Vorgängers Minniti fortführen. Wichtiges Element ist die Verhinderung von Abfahrten bereits an der Küste

Thomas Pany

Die libysche Küstenwache gilt als wenig zart besaitet; mehrmals wurde ihnen von Seenotrettern vorgeworfen, dass sie mit Waffen droht und rücksichtslose Seemanöver unternimmt, um Migranten ins richtige Boot zu holen, das sie nach Libyen zurückbringt und nicht in einen italienischen Hafen. Von NGO-Mitarbeitern war zu hören, dass es die libysche Küstenwache auf Einschüchterung anlegt.

Ein Interview mit Abd al-Rahman al-Milad bekräftigt den Eindruck, dass es sich um nicht gerade zimperliche Personen handelt, die eine sehr eigene Auffassung vom Umgang miteinander haben. Gegenüber Reuters erklärt der Chef einer Küstenwachen-Einheit im libyschen Zawiya (auch Sawija) freimütig, dass er Migranten schlage, aber nur „damit sie richtig im Boot sitzen und keine falsche Bewegungen machen, die das Boot zum Kentern bringen“. Weiterlesen »