Vor der am heutigen Dienstag laufenden Konferenz zwischen italienischer Regierung und Frontex in Rom und der für den morgigen Mittwoch angesetzten Konferenz zwischen der italienischen Regierung und der EU-Kommission gibt das italienische Innenministerium auf einer Pressekonferenz die Ziele bekannt, unter denen eine Vereinbarung mit der EU gemacht werden sollte: Ein massives Push-back der Boat-people nach Tunesien, Ägypten und Marokko, auf hoher See. Die entscheidende Vokabel des Innenministeriums ist auf Italienisch „dirottare“, was wörtlich „umlenken“, aber auch „entführen“ bedeutet – eine aggressive Wortwahl. Weiterlesen »
High seas tragedies leave more than 300 dead on the Mediterranean in past week
News Stories, 26 August 2014
© AFP/M.Turkia
The body of a young child is wrapped in a blanket after a boat carrying 200 irregular migrants from sub-Saharan Africa sank off the coast of Libya last Friday after setting off for Europe. Weiterlesen »
Bodies of African migrants found off
The bodies of around 170 illegal migrants from sub-Saharan Africa have been found off the Libyan coast as their boat sank last week.
Libyan rescuers have recovered the bodies of around 170 people after a boat carrying illegal migrants from sub-Saharan Africa sank at sea last week.
„We freed about 100 bodies trapped in the hold of the 16-metre wooden boat which foundered not far from the coast,“ coast guard official Abdellatif Mohammed Ibrahim said.
Another 70 bodies were washed up by the tide, including five young children, he said.
Heute | 21 Uhr | Demo | Oranienplatz
Die Polizei geht grade mit massiver Gewalt gegen Flüchtlingsproteste am Oranienplatz vor. Es gibt viele Verletzte und mindestens 8 Verhaftete. Die Bullen drehen völlig frei, mehrere Unbeteiligte wurden zum Teil erheblich verletzt. Auch die Pressearbeit wird von den Beamten massiv behindert. Immer wieder kommt es zu rassistischen Beschimpfungen von Beamten gegenüber Flüchtlingen. Hintergrund ist dass eine Gruppe von Flüchtlingen, die sich im April mit den Senat „geeinigt“ hatte und das Refugee-Protest-Camp am Oranienplatz „eigenhändig abbaute“, morgen aus den ihr versprochenen Unterkünften rausgeworfen werden und ihnen nun die Abschiebung droht.
Stragi quotidiane di migranti nel Mediterraneo – Come una guerra
L’Osservatore Romano
Un’ecatombe senza fine: nel Mediterraneo si sta combattendo una nuova, silenziosa guerra. Quella dell’immigrazione. […] I numeri dei morti nel Mediterraneo sono dunque ormai quelli di una guerra.
Intanto, il commissario Ue per gli Affari Interni, Cecilia Malmström, ha annunciato che la prossima settimana vedrà il titolare del Viminale, Angelino Alfano, «per meglio definire le priorità e fornire assistenza all’Italia» e ai Paesi del Mediterraneo che si trovano «a far fronte ad una accresciuta pressione migratoria e di asilo: l’Europa deve prendere in mano la questione».
via Stragi quotidiane di migranti nel Mediterraneo – Come una guerra.
Auf dem Weg von der libyschen Küste nach Italien fahren die meisten Boat-people an gigantischen Offshore-Ölplattformen vorbei. Diese haben das Format von Hochhausblöcken mit Rohren, die die Höhe von städtischen Fernsehtürmen erreichen. Die größte solcher Plattformen ist die DP4 der libyschen Petrogesellschaft und des italienischen Großkonzerns ENI auf dem Ölfeld Bouri.
Weiterlesen »Die italienische Tageszeitung La Stampa berichtet, dass die italienische Regierung und die EU-Kommission sich auf einen Stop von Mare Nostrum geeinigt hätten. Die italienische Marine-Operation Mare Nostrum hat bislang über 100.000 Boat-people das Leben gerettet. Mehrheitlich handelt es sich um Flüchtlinge aus Syrien und dem Horn von Afrika.
Auf Facebook findet sich folgender Eintrag:
„Wir Beten Für Tunesien / We Pray for Tunisia
Die Tante der getöteten jungen Frau beschreibt mit einer E-Mail an das ZDF was wirklich passiert ist:
Sehr geehrte Damen und Herren,
gestern Abend beim Nachtjournal strahlten Sie einen Beitrag über ein deutsches Mädchen (aus Bonn), die in Tunesien erschossen wurde. Dieser Beitrag/ diese Berichterstattung ist in unseren Augen nicht wahrheitsgemäß dargestellt worden.
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„[…] Dall’inizio dell’anno potrebbero essere scomparse in mare almeno 2.000 persone – 250 delle quali su un barcone di cui non si hanno notizie da due mesi. A calcolarlo è don Mussie Zerai, sacerdote di origine eritrea che presiede in Italia l’agenzia Habeshia, che raccoglie e diffonde segnalazioni sulla sorte di migliaia di profughi e migranti finiti nella rete dei trafficanti di esseri umani. Un calcolo, il suo, che si basa proprio sulle segnalazioni – da parte di compagni di viaggio e familiari – di persone che hanno preso il mare e non si trovano più: nè nei centri di accoglienza in Italia o in Tunisia, nè in quelli di detenzione in Libia. […]“
via Immigrati, nuova tragedia in mare: 20 morti e 170 dispersi al largo della Libia – Repubblica.it
Anders als zunächst berichtet,
(https://archiv.ffm-online.org/2014/08/23/libyen-170-boat-people-vor-kueste-ertrunken/)
sind am vergangenen Freitag den 22.08.2014 nicht 170, sondern mehr als 250 Bootsflüchtlinge vor der libyschen Küste ertrunken. Die libysche Küstenwache meldet, dass sie die Leichen nicht aus dem Schiff bergen kann. Weder nationale Einrichtungen, noch das Rote Kreuz oder andere internationale Rettungsstellen zeigten Bereitschaft, hier zu helfen.