Am 12.05.2014 hatten sich die italienische Marineschiffe der Operation „Mare Nostrum“ von der libyschen Küste erstmals bis in die Nähe von Lampedusa zurückgezogen und die erkannte Rettungsnotwendigkeit für ein Schiff mit 450 Bootsflüchtlingen als Meldung an vorbeifahrende Frachtschiffe und an die libysche Küstenwache gesendet. Die Frachtschiffe reagierten zu spät, die libysche Küstenwache gar nicht. Unter den elektronischen Augen der italienischen militärischen Aufklärung ertranken so 249 Tote. Überlebende berichten Details.
Die italienische Militäroperation Mare Nostrum hat offensichtlich das Ziel, eine „Pull-Back-Strategie“ durchzusetzen – italienisches Militär erkennt Flüchtlingsboote, nordafrikanische Küstenwachen sollen diese dann abfangen. Diese Strategie ist nicht erst jetzt, sondern im gesamten letzten Halbjahr rundum gescheitert.
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