19. Juli 2014 · Kommentare deaktiviert für Lampedusa: 2. Flüchtlingsboot ohne Kontrolle angekommen · Kategorien: Italien, Libyen · Tags:

Soccorsi 94 migranti al largo di Lampedusa

Cronaca

Un gruppo di 94 migranti è stato soccorso dalle motovedette della Capitaneria di porto sottocosta a Lampedusa. Al porto approderanno dopo mezzogiorno. […]

via Soccorsi 94 migranti al largo di Lampedusa – Blog Sicilia

19. Juli 2014 · Kommentare deaktiviert für Libyen-Sizilien: 60 Boat-people ertrunken · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: , ,

30 Seemeilen vor der libyschen Küste sind am 16.07.2014 nach Berichten von Überlebenden ca. 60 Boat-people ertrunken. Ein Frachter rettete 62 Flüchtlinge des untergegangenen Boots. Die Besatzung des Frachters sprach mit den Überlebenden und sorgte anscheinend dafür, dass dass die Schiffskatastrophe bekannt wurde. Aber erst 24 Stunden später gelangte die Meldung in veröffentlichte Nachrichten.

Das zensurähnliche Beschweigen der Schiffskatastrophen beginnt mit der Art, wie gerettet wird: Die Bootsflüchtlinge, die von der italienischen Operation Marine Nostrum oder auch von Frachtern gerettet werden, müssen in der Regel sofort ihre Handys abgeben. Erst nach zwei oder drei Tagen, nachdem sie in Sizilien oder Kalabrien an Land gebracht werden, gelingt die direkte Kontaktaufnahme zu ihren Angehörigen und ihrer Community in Italien.

Wenn Angehörige und Community-Engagierte erfahren, dass Bootsflüchtlinge SOS-Alarm auslösen, unterstützen sie diese durch Anrufe bei den zuständigen Behörden. Diese melden sich in der Regel aber nicht zurück. So vergehen Tage in völliger Ungewissheit, und die Aufklärung über Schiffskatastrophen wird enorm schwierig.

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19. Juli 2014 · Kommentare deaktiviert für Süditalien: 3.500 Boat-people in 2 Tagen · Kategorien: Ägypten, Italien, Libyen · Tags:

„Mare Nostrum operations rescue 3500 migrants in 2 days

Italy should learn from Africa and invest there, Chamber speaker […]“

via Mare Nostrum operations rescue 3500 migrants in 2 days – General news – ANSAMed.it

19. Juli 2014 · Kommentare deaktiviert für Gibraltar: 6 Boat-people nach Andalusien · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: ,

Rescatados seis inmigrantes a bordo de una patera en aguas del Estrecho de Gibraltar

EFE / Algeciras

Todos los subsaharianos son varones y mayores de edad. Se encontraban en buen estado de salud

Efectivos de Salvamento Marítimo han rescatado esta mañana a seis inmigrantes de origen subsahariano cuando intentaban alcanzar las costas españolas a bordo de una patera en aguas del Estrecho de Gibraltar.

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18. Juli 2014 · Kommentare deaktiviert für Lampedusa: 350 Boat-people unkontrolliert angekommen · Kategorien: Ägypten, Italien, Libyen · Tags:

Seit über zwei Monaten gibt es kleine Meldungen darüber, dass sich die italienische Militäroperation Mare Nostrum aus der See vor Libyen zurückzieht und immer größere Lücken lässt, die auch die eingebundene italienische Küstenwache auf SOS-Anruf nicht schließen kann. Einige Schiffskatastrophen haben sich ereignet, obwohl Flüchtlinge SOS-Alarm ausgelöst haben. Diese Meldungen gelangen nicht in die Presse. Nun ist ein Flüchtlingsschiff jenseits aller Kontrollen in den Hafen von Lampedusa eingelaufen. Unter ihnen sind 110 Frauen und 30 Kleinkinder.
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17. Juli 2014 · Kommentare deaktiviert für Europe’s Migration Emergency – NYT · Kategorien: Europa, Hintergrund, Mittelmeerroute · Tags: , , ,

„Editorial:

Europe’s Migration Emergency

By THE EDITORIAL BOARD

Record numbers of migrants are risking perilous crossings by sea to reach Europe’s borders. At least 23,000 have died attempting to make it to Europe since the year 2000, and more are dying every week. A new report from Amnesty International puts the blame squarely on “Fortress Europe” migration policies. […]
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17. Juli 2014 · Kommentare deaktiviert für „EU-Flüchtlingspolitik vor dem Scheitern“ (Dietrich) – epd-EKBO · Kategorien: Deutschland, Europa, Hintergrund, Lesetipps, Mittelmeerroute · Tags: , , , ,

Berliner Migrationsexperte sieht EU-Flüchtlingspolitik vor dem Scheitern

„Immer mehr Abschottung, immer höhere Ausgaben, immer mehr Tote auf dem Mittelmeer, das wird nicht länger funktionieren“.

9. Juli 2014. Göttingen (epd). Die Flüchtlingspolitik der Europäischen Union steht nach Ansicht des Migrationsexperten Helmut Dietrich vor dem Scheitern. „Immer mehr Abschottung, immer höhere Ausgaben, immer mehr Tote auf dem Mittelmeer, das wird nicht länger funktionieren“, sagte der Wissenschaftler am Mittwoch in Göttingen. Dietrich arbeitet für die Berliner Forschungsgesellschaft Flucht und Migration. Er hat mehrere Jahre in arabischen Mittelmeerstaaten gelebt und zahlreiche Aufsätze zum Thema verfasst.
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17. Juli 2014 · Kommentare deaktiviert für Vor Sizilien: SOS – Bericht aktuell · Kategorien: Ägypten, Libyen · Tags: , ,

Nawal Siryahorra schreibt, dass ein vollbeladenes Flüchtlingsboot, seit Tagen aus Ägypten Richtung Sizilien unterwegs, unterzugehen droht:

Gestern um 23 h habe ich eine SMS bekommen, die ich sofort an die Küstenwache weitergeleitet habe. Ein schiff ist aus Ägypten am 7 .7. 2014 abgefahren und treibt jetzt auf hoher See. Zunächst hatte ich gedacht, dass sie gerettet worden sind, aber das ist nicht so.Vor wenigen Stunden hat mich der Bruder einer Person kontaktiert, die an Bord ist, und mir folgendes mitgeteilt: Der Schiffsmotor ist ausgefallen. Trinkwasser und Essen gibt es nicht mehr. Der Fluchthelfer hat sie verlassen und ist mit einem kleinen Boot nach Ägypten zurückgekehrt. An Bord befinden sich viele Familien mit zahlreichen Babys. Sie haben es nicht geschafft, uns eine korrekte Position mitzuteilen, aber sie haben uns diese Daten gegeben:

36. 14 oben

17. 12 unten

Die Koordinaten teilt man so natürlich nicht richtig mit, aber wir müssen alle die Küstenwache anrufen, mit diesen Informationen.
Falls ich nicht weiter Post jetzt schicke, bin ich kurz eingeschlagen, aber ruft bitte weiter die Küstenwache an.“

Fulvio Vassallo schreibt: „Aufgrund der Koordinaten befindet sich das Schiff wohl auf der Route von Alexandria in Ägypten nach Syrakus oder Porto Palo di Capo Passero auf Sizilien. Offensichtlich haben sie versucht, Libyen zu vermeiden […] und man fährt von Ägypten mit größeren Schiffen los. Aber die Routen sind länger, sie dauern eine Woche bis 10 Tage, und in der Zeit kann sich das Wetter ändern oder der Proviant zuende gehen.

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17. Juli 2014 · Kommentare deaktiviert für Libyen: Saudis stärken Ex-Gaddafi-Milizen · Kategorien: Golfstaaten, Libyen · Tags:

In Libyen hat der Putschversuch des Ex-Generals Khalifa Haftar nicht den schnellen militärischen Durchbruch gezeitigt, wie ihn die USA und Saudi-Arabien nach ägyptischem Vorbild gewünscht haben.

Nun setzt Saudi-Arabien auf ein Truppen-Bündnis der Haftar- und der Ex-Gaddafi-Milizen. Die Fahne der libyschen Revolution von 2011 soll nicht mehr gezeigt werden, oder nur noch im Verbund mit der grünen Fahne des alten Regimes.

Das angestrebte Bündnis zielt vor allem auf die restlose Einbindung des libyschen Militärs und der Geheimdienste – gegenüber den unterschiedlichsten sozialen, ethnisierten und islamistischen Aufständen im Lande. Im Hintergrund dürften auch die USA und die EU fieberhaft nach militärischen Lösungen suchen, um die Petro-Exporte zu sichern und den Stopp der Boat-people durchzusetzen.
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16. Juli 2014 · Kommentare deaktiviert für Gibraltar: Push-back von 24 Flüchtlingen · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: , ,

Wie die spanische Tageszeitung ABC berichtet, haben verschiedene Schiffe drei Flüchtlingsboote mit 24 subsaharischen Flüchtlingen der spanischen Grenzüberwachung gemeldet. Daraufhin  wurden die Flüchtlingsboote vor der andalusischen Stadt Cadiz von der spanischen Rettungswacht aufgebracht und auf dem Meer der herbeigerufenen marokkanischen Marine übergeben. Diese deportierte die Bootsflüchtlinge zurück zur spanischen Stadt Tanger. Von Protesten gegen diese Push-Back-Aktion ist bislang nichts bekannt. Häufig informiert die spanische Seite die marokkanische Marine, wenn Bootsflüchtlinge in der Meerenge von Gibraltar aufgespürt werden, und lässt sie nach Marokko zurücktransportieren. Dieses Mal wurde bekannt, dass sich die Bootsflüchtlinge bereits in der konkreten „Rettungsgewalt“ der spanischen Behörden befanden.
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