Quelle: Frankfurter Rundschau | 10.01.2017
Eisige Temperaturen und Schneestürme kosten Flüchtlinge in Osteuropa das Leben. Verwahrlosung und Kälte machen Migranten im größten bulgarischen Lager zu schaffen.
Die Polizei fand ihre Leichen im Wald. Zwei kurdische Männer, Talaat Abdulhamid (36) und Hardi Ghafour (29), waren aus der Stadt Erbil im Nordirak geflüchtet. Doch ihre Reise in Richtung Westeuropa endete tödlich: Sie erfroren in einem Schneesturm im Naturschutzgebiet Strandzha an der bulgarischen Grenze mit der Türkei, sechs Kilometer vom Dorf Izvor entfernt. Sie konnten auf ihrem Marsch durch den Sturm nicht pausieren, die bulgarische Grenzpolizei war ihnen auf den Fersen.
