23. April 2015 · Kommentare deaktiviert für Mediterranean Death Toll 2015: 1.727 Persons – IOM · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: , ,

International Organization for Migration

Survivors of Mediterranean Tragedy Arrive in Sicily

„[…] In the past week, IOM has received reports of 400 migrant deaths in a capsize on April 14 south of Malta, with 50 more on April 17. Including an estimated 770 lives lost off the coast of Libya over this past weekend, IOM believes the latest death toll on the Mediterranean this year is now 1,727 migrants. […]“

23. April 2015 · Kommentare deaktiviert für »Der verantwortliche Seemann wird unter Druck gesetzt« – jw · Kategorien: Mittelmeer · Tags:

junge Welt

Die Reederei Hapag-Lloyd fordert ihre Kapitäne auf, bei Seenotfällen besser auf Distanz zu bleiben.

Ein Gespräch mit Heike Proske ***

Interview: Burkhard Ilschner

Sie kennen das Rundschreiben, in dem Hapag-Lloyd seine Kapitäne verklausuliert auffordert, bei Sichtung von Flüchtlingsbooten nicht so genau hinzuschauen – was empfinden Sie angesichts solcher Botschaften?

Aufmerksamkeit ist auf See nicht einfach nur selbstverständlich, sondern überlebensnotwendig. Wird diese Aufmerksamkeit durch verordnete Vorsicht eingeschränkt, geht es an die Grundlagen des Überlebens: Denn wer wüsste es besser als Seeleute, dass sie selbst in Seenot geraten können und dann selbstverständlich ohne Verzögerung gerettet werden wollen und müssen. Eine Rückfrage bei der Reederei kann daher Seeleute durchaus in einen inneren Konflikt stürzen: Retten wie gewohnt und dann vielleicht dem Arbeitgeber begründen müssen, warum dies eine lebensbedrohende Situation war – oder nachfragen, abwarten und die Konsequenzen mit sich selbst ausmachen müssen? Der verantwortliche Seemann an Bord wird unter Druck gesetzt, weil Staaten und Politik bislang keine adäquate, humane Problemlösung gefunden haben, finden wollen.

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23. April 2015 · Kommentare deaktiviert für The EU’s Proposed Plan to Destroy Migrant Boats in Libya Must be Rejected by the European Council · Kategorien: Mittelmeer · Tags:

Migrants At Sea

by Niels Frenzen

A plan for EU Member States to capture or destroy the boats used by people smugglers in the Mediterranean is one of ten possible courses of action that will be considered during the Extraordinary European Council Meeting on the Situation in the Mediterranean that will be held on 23 April.

The boat destruction proposal should be rejected for multiple reasons. There is no basis in law for the proposal and it would endanger lives of innocent people including migrants and fishermen, among others. It would certainly have little effect on its intended target, the people smugglers.

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22. April 2015 · Kommentare deaktiviert für „Eine Falle für Flüchtlinge“ – medico international · Kategorien: Mittelmeer

medico international

10-Punkte-Plan der EU

Statt Hilfe eine Verschärfung der Abschottung? Ousmane Diarra von der malischen Abgeschobenen-Organisation AME bewertet den 10-Punkte-Plan der EU.

Statt Hilfe kommt die Verschärfung der Abschottung? Sind neue Tote einkalkuliert? Ousmane Diarra, Präsident der malischen Organisation AME, bewertet Punkt für Punkt den EU-Plan, der Schutz für Flüchtlinge verspricht. Oder?

Die dpa-Meldung über den 10-Punkte-Plan der EU, der rasch angesichts der Katastrophe im Mittelmeer aufgelegt wurde, bezeichnet den ersten Punkt als „Seenothilfe“. Es geht um die Verstärkung von Grenzüberwachungsprojekten wie „Triton“ und „Poseidon“. Wird das die Sicherheit der Flüchtlinge erhöhen?

Wir beobachten schon eine Weile die Arbeit von „Triton“ und „Poseidon“. Es geht dabei nicht darum Leben von Flüchtlingen zu retten, sondern die Grenzen sichern, und die Flüchtlinge abzuschrecken. Mit mehr Geld werden sie mehr Personal einstellen. Das wird nicht mehr Leben retten. Im Gegenteil, die Menschen sterben wegen Triton und Poseidon.

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22. April 2015 · Kommentare deaktiviert für „Handelsschiffe im Mittelmeer“ – FAZ · Kategorien: Mittelmeer · Tags: ,

FAZ

„Die Menschenfischer stoßen an ihre Grenzen“

Seit Monaten retten Handelsschiffe Flüchtlinge im Mittelmeer. Ihre Seeleute sehen dabei immer wieder das ganze Elend. Lange schwiegen die Reeder – doch sie sind mit der Situation überfordert.

von Frank Pergande, Hamburg

Am Montag wurde einer der Mehrzweckfrachter der Reederei Rörd Braren, der gerade im Mittelmeer unterwegs ist, von der italienischen Küstenwache angefunkt und zu einem Boot mit Flüchtlingen beordert. Mehr als 100 Flüchtlinge seien an Bord, hieß es zunächst. Es waren dann 94, und alles ging glimpflich ab. Nicht zuletzt dank des guten Wetters konnte die Besatzung alle Flüchtlinge aufnehmen. Allerdings musste das Schiff der in der Nähe von Glückstadt beheimateten Reederei einen Umweg von nahezu drei Stunden fahren. Doch die Flüchtlinge konnten den Frachter bald wieder verlassen, denn ein Schiff der Küstenwache kam ihnen entgegen.

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22. April 2015 · Kommentare deaktiviert für Überlebende auf Sizilien interniert, Tote auf Malta fortgeschafft · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: , ,

Diritti e Frontiere

martedì 21 aprile 2015

Oltre il disumano, internati nel CARA di Mineo i sopravvissuti, a Malta si cancella la strage. I cadaveri dei migranti annegati nella strage più grande del Mediterraneo sbarcati a terra tra indifferenza dei turisti e commemorazioni ufficiali. L’Europa rimane a guardare da lontano.

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Così stanno riuscendo a cancellare presto dalla memoria degli italiani la strage più grande del Mediterraneo, che tanti cercano di sfruttare per i propri vantaggi economici o politici, per mettere almeno un piede in Libia, o per garantirsi uno sprazzo di visibilità mediatica. Neppure un rappresentante europeo allo sbarco delle vittime a Malta, si fa di tutto per fare „scomparire“ la strage e per nascondere all’opinione pubblica europea i corpi delle vittime.

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22. April 2015 · Kommentare deaktiviert für Neuauflage: Refugees in distress at sea: acting and assisting · Kategorien: Mittelmeer · Tags:

Pro Asyl

Guidance for skippers and crews

22. April 2015 · Kommentare deaktiviert für „Fluchtverhinderung geht vor Flüchtlingsschutz“ · Kategorien: Mittelmeer · Tags:

Flüchtlingssterben auf dem Mittelmeer: Kommt der politische Richtungswechsel?

Nachdem in wenigen Tagen weit über 1000 Schutzsuchende und Migranten im Mittelmeer ertranken, bekunden die Spitzen der deutschen und europäischen Politik, das Massensterben beenden zu wollen. Doch der nun von der EU vorgelegte 10-Punkte-Plan beinhaltet wenig Neues – und skandalös Verfehltes.

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22. April 2015 · Kommentare deaktiviert für Bremen: Innensenator befürwortet maritime Rettungstruppe · Kategorien: Alarm Phone, Deutschland, Europa, Mittelmeer · Tags:

Als Reaktion auf die beiden Bootskatastrophen der letzte Woche haben gestern in Bremen knapp 1.000 Menschen demonstriert. Eine für Bremer Verhältnis überraschend große Zahl, was aber zeigt, wie groß die Empörung, ja Wut vieler Menschen darüber ist, was gerade passiert. Mehr zur Bremer Demo findet sich zudem in einem vergleichsweise langen Beitrag in den Abendnachrichten von Radio Bremen, in denen auch das Watch The Med Alarm Phone näher vorgestellt wird:

Radio Bremen

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22. April 2015 · Kommentare deaktiviert für „Menschen schützen – nicht nur Grenzen“ – Spiegel Online · Kategorien: Europa, Mittelmeer · Tags:

Spiegel Online

Ein Kommentar von Maximilian Popp

„Das Massensterben von Flüchtlingen an den europäischen Außengrenzen ist keine Folge des Wegsehens der EU-Politik – ganz im Gegenteil: Mit ihrer Abschottung tötet die Europäische Union vorsätzlich.

Die Beamten in der Zentrale der europäischen Grenzschutzagentur Frontex in Warschau zählen jeden irregulären Grenzübertritt, jedes Flüchtlingsboot. Seit Dezember 2013 setzt die Behörde für Hunderte Millionen Euro Drohnen und Satelliten zur Überwachung der Grenzen ein.

Die EU registriert, was an ihren Rändern vor sich geht. Sie sieht, anders als oft behauptet wird, nicht weg, wenn Flüchtlinge sterben. Sie sieht sehr genau hin. Hier wird nicht nachlässig gehandelt. Hier wird vorsätzlich getötet.

Seit Jahren sterben Menschen auf der Flucht nach Europa. Sie ertrinken im Mittelmeer, verbluten an den Grenzzäunen von Ceuta und Melilla, erfrieren in den Bergen zwischen Ungarn und der Ukraine. Doch die Dimension dieser Katastrophe scheint der europäischen Öffentlichkeit noch immer nicht vollständig bewusst zu sein. Wir sind Komplizen eines der größten Verbrechen der europäischen Nachkriegsgeschichte.

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