Der UN-Berichterstatter F. Crépeau fordert für Flüchtlinge legale und sichere Wege in die reichen Länder der Welt. Um das Massensterben der Boat-people im Mittelmeer zu beenden, sollten 1 Million Flüchtlinge in die Industrieländer übernommen werden. Crépeau erinnert an frühere Flüchtlingskatastrophen und auch an die zurückliegende Immigrationsgeschichte Europas, als MigrantInnen und Flüchtlinge Fähren besteigen konnten, um nach Südeuropa zu gelangen und von dort aus mit dem Zug zu gewünschten Zielen in Europa weiterzufahren. Bei seinen Fact-Finding-Missions der letzten Zeit hat Crépeau, so berichtet er, immer wieder die IOM- und Migrationspolitiker Europas gefragt – angesichts der Hetze gegen kommerzielle Fluchthilfe – , warum sie keine Fähren für die Flüchtlinge organisierten. Damit wäre das Problem des „Schleppens und Schleusens“ erledigt.
Human trafficking has gone from a niche business to a huge – and hugely profitable – industry since Gaddafi’s fall in 2011
With a joint of hashish in one hand and a can of Red Bull in the other, one of Libya’s most successful people smugglers reclines in his apartment, the rooms strewn with bowls of chocolates, and explains the rationale behind his business. „I am not a criminal,“ he says. „I provide a service.“
In his 30s, the smuggler, wearing a gold medallion over a white T-shirt, declines to be named, but is happy to sketch out details of what he describes as a successful, legitimate business: the smuggling of those who can afford it into Europe.
In den italienischen Medien werden Details zu Plänen einer EU-UN-Militäroperation ausgebreitet, mit der die libyschen Häfen und Strände erobert werden sollen. Bootsflüchtlinge sollen demnach grundsätzlich nach Nordafrika zurückgebracht werden. Im Niger und in Tunesien könnten EU-Asylantragszentren eingerichtet werden, um international den Schein einer humanitären Aktion zu erzeugen. Nein zu scheinhumanitären Militäreinsätzen gegen Flüchtlinge!
Alarm Phone – Notruf-Initiative fordert Fährverbindung übers Mittelmeer
Sicherer Zugangsweg von Nordafrika nach Europa gefordert
Nach der jüngsten Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer mit mehr als 700 Todesopfern fordert die Organisation „Watch the Med“ die Einrichtung direkter Fährverbindungen zwischen Nordafrika und Europa. „Es ist vorauszusehen, dass künftig weitere Tausende Flüchtlinge im Mittelmeer sterben werden, wenn sich am Zugangsweg nach Europa nichts ändert“, sagte Helmut Dietrich, Sprecher von „Watch the Med“, am Montag in Berlin dem Evangelischen Pressedienst (epd). Nach dem Zurückfahren der italienischen Seenotrettungsoperation „Mare Nostrum“ im Herbst 2014 seien Flüchtlingskatastrophen wie am Wochenende unvermeidlich. Fähren von privaten Reedereien könnten den regulären Transport von Flüchtlingen übernehmen. Diese Schiffe sollten dann zum Beispiel unter einer weißen Flagge fahren, die deutlich mache, dass sie zivil unterwegs seien. Nur über einen regulären und sicheren Zugangsweg könne das „massenhafte Sterben im Mittelmeer“ beendet werden, sagte Dietrich. Weiterlesen »
Alfred Hartmann, Präsident
Ralf Nagel, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied
Verband Deutscher Reeder
Burchardstr. 24, 20095 Hamburg
17. April 2015
Sehr geehrter Herr Bundesminister, lieber Herr Altmaier,
Sie wissen, dass die Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer ein dramatisches Ausmaß angenommen hat. Wir wenden uns heute in großer Sorge um unsere Seeleute an Sie. Viele unserer Seeleute stoßen bei der Rettung von tausenden notleidenden Menschen, die auf der Flucht in Seenot kommen, an ihre körperlichen und psychischen Grenzen. Allein am vergangenen Wochenende sind über 1800 Personen auch von deutschen Handelsschiffen aus Seenot gerettet worden. Das ist die positive Zahl. Zugleich sterben aber häufig vor den Augen der Besatzungen Dutzende Menschen, weil es auf Handelsschiffen nur unzureichende Rettungsmöglichkeiten geben kann.
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Anlage – Verbände- und Gewerksschaftsschreiben an EU-Staats- und Regierungschefs 31. März 2015
To the Heads of State / Heads of Government of EU/EEA Member States
Brussels / London, 31 March 2015
HUMANITARIAN CRISIS IN MEDITERRANEAN SEA
We are writing on behalf of the European Community Shipowners’ Associations (ECSA) and the International Chamber of Shipping (ICS), which together represent the European and global shipping industries and over 80% of the world merchant fleet.
„Europa ist bereit zu handeln“, sagte EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos nach dem Treffen. Der Zehn-Punkte-Plan, den er den Ministern am Nachmittag vorstellte, sieht unter anderem folgende Maßnahmen vor:
- Eine Ausweitung der Such- und Rettungsaktivitäten nach Flüchtlingsbooten. Die Mission „Triton“ der EU-Grenzkontrollagentur Frontex soll doppelt so viele Schiffe und finanzielle Mittel erhalten. Auch das Mandat der Mission soll erweitert werden. Bislang kreuzen die „Triton“-Patrouillen nur in italienischen Gewässern, fernab von vielen kenternden Schiffen aus Libyen. „Unsere Aufgabe ist bisher auf Grenzkontrolle beschränkt“, erklärte eine Frontex-Sprecherin.
- Nach dem Vorbild des Anti-Piraterie-Einsatzes vor der somalischen Küste sollen EU-Kriegsschiffe Schlepperboote zerstören, die zur Überfahrt von Flüchtlingen über das Mittelmeer genutzt werden. Eine solche Maßnahme müsse schnell, aber gründlich überlegt werden, sagte de Maizière nach dem Treffen.
- In einem Pilotprojekt will die EU-Kommission 5000 Flüchtlinge über die EU verteilen. Daran werde sich Deutschland beteiligen, auch wenn das Projekt auf 10.000 Menschen ausgedehnt werden sollte. Außerdem bot der Bundesinnenminister Italien und Griechenland Hilfe bei der Erstaufnahme von Flüchtlingen an.
Exclusive: EU frets naval mission off Libya could draw more migrants to sea
BRUSSELS | By Francesco Guarascio and Adrian Croft
(Reuters) – The EU is considering sending warships to the Libyan coast to combat oil and arms smugglers but fears that could encourage more migrants to take to sea in the hope of being rescued and taken to Europe, according to an EU document seen by Reuters.
- The Sydney Morning Herald
- dpa International
- Digital Journal
- Spiegel Online
- ZEIT Online
„The caller said that there are over 300 people on his boat and it is already sinking (and) he has already reported fatalities, 20 at least,“ his colleague in Rome Federico Soda wrote in an email. Soda said the organisation had contacted the coast guard with the coordinates for the vessels, but „they do not have the assets to conduct these rescues right now.“
„The weekend incident has tied up a lot of resources,“ he said, referring to the latest migrant tragedy Sunday when some 700 people were feared killed after a boat capsized off Libya. „The coast guard will probably try to redirect commercial ships to the area,“ he added. The announcement came as European Union interior and foreign ministers were due to meet to discuss the latest migrant tragedies.
Alarm Phone / Protest / gegen Visapflicht / für Fähren / gegen Lager in Nordafrika
„Man kann von Mord reden“ – M. Stierl
- Das Erste – Morgenmagazin
WTM – Hagen Kopp
Hotline für in Seenot geratene Migranten. WTM – Miriam Edding stellt Initiative vor.
„Es muss ein gesellschaftlicher Druck aufgebaut werden“ – H. Dietrich
WTM – Interview mit Hatem Gheribi