11. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Die Lage in Idomeni kann schnell kippen“ · Kategorien: Balkanroute, Griechenland · Tags: ,

Quelle: DW

Tausende Flüchtlinge in Idomeni sind bereits an grippalen Infekten erkrankt. Wenn sie weiter in durchnässten Zelten schlafen müssen, könnten daraus ernste Krankheiten werden, sagt Corinne Kanistra von „Ärzte der Welt“.

DW: Frau Kanistra, wie steht es um die Gesundheit der Flüchtlinge in Idomeni?

Kanistra: Inzwischen leidet die große Mehrheit der Flüchtlinge unter verschiedenen Krankheiten: In Idomeni haben 60 Prozent einen Atemwegsinfekt, auch Magen-Darm-Infekte sind sehr häufig. Wenn diese Menschen nun Regen, Wind und Kälte ausgesetzt sind, hilft ihnen das natürlich nicht bei der Genesung.

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10. März 2016 · Kommentare deaktiviert für Circular route from Albania to Greece · Kategorien: Albanien, Griechenland, Mittelmeer · Tags: ,

Quelle: Frontex

General characteristics

Circular irregular migration across the land border between Greece and Albania was, for many years, one of the most significant irregular migratory flows across the EU’s external borders. In 2008 and 2009, detections between Albania and Greece represented nearly 40% of all detections of illegal border crossings at an EU level. In 2010, detections decreased slightly to 35 300, but still represented 34% of the EU total. The principal reason of this flow is mainly economic, with most migrants taking up seasonal jobs in agriculture and the construction business.

Upon detection, Albanian nationals crossing the border illegally were immediately returned to Albania, but quickly attempted re-entry to Greece. The fact that Albanian migrants could easily, cheaply and repeatedly attempt to illegally cross the border with Greece, and that Greek businesses which illegally employed Albanians were rarely prosecuted, combined to form strong pull factors.

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10. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Einreise von Flüchtlingen in Deutschland auf Tiefststand“ · Kategorien: Balkanroute, Deutschland, Europa, Österreich, Türkei · Tags:

Quelle: Der Tagesspiegel

Die Zahl der neuen Flüchtlinge in Deutschland nimmt weiter ab. Die Türkei will entgegen dem Angebot beim EU-Türkei-Gipfel nur Flüchtlinge zurücknehmen, die nach der Einigung übersetzen.

Durch die Beschränkungen für Flüchtlinge entlang der Balkanroute bleibt die Zahl der Einreisen nach Deutschland auf einem Tiefstand. Am Mittwoch verzeichnete die Bundespolizei den zweitniedrigsten Tageswert in diesem Jahr. An dem Tag seien 125 Menschen im Bundesgebiet angekommen, davon 89 in Bayern, sagte ein Sprecher der Behörde am Donnerstag in Potsdam. Am Vortag waren es deutschlandweit 162 Personen. Im März kamen bislang im Schnitt knapp 313 Migranten pro Tag nach Deutschland. Der bisher niedrigste Tageswert im Jahr 2016 wurde mit 103 Einreisen am 23. Februar ermittelt.

Zuletzt wurden am 15. Februar mehr als 2000 neue Flüchtlinge bei Kontrollen in Grenznähe festgestellt. Danach fiel die Zahl zunächst auf unter 900 Personen pro Tag, seit zwölf Tagen liegt sie unter 600 pro Tag.

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10. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Lage in Idomeni verschlechtert sich weiter“ · Kategorien: Balkanroute, Griechenland, Mazedonien · Tags:

Quelle: Radio 1

Im griechischen Grenzort Idomeni hat sich die Lage der gestrandeten Flüchtlinge weiter verschlechtert. Etwa 14.000 Menschen warteten bei zuletzt starkem Regen darauf, über die Grenze nach Mazedonien gelassen zu werden, um ihre Flucht in Richtung Norden fortzusetzen. Das ungeordnete Flüchtlingscamp ist praktisch unbewohnbar.

Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR spricht von einer humanitären Krise in Idomeni. Unter den Wartenden an der Grenze seien vor allem Frauen und Kinder. Insgesamt sind laut UNHCR seit Anfang des Jahres knapp 133.000 Flüchtlinge über die Türkei nach Griechenland gekommen.

Adrienne Homberger von Bordermonitoring.org berichtet über die aktuelle Lage:

Unterdessen hat Mazedonien am Wochenende die Einreisebedingungen an der griechischen Grenze weiter verschärft. Nach Angaben der griechischen Polizei dürfen inzwischen nur noch Flüchtlinge die Grenze passieren, die aus Städten kommen, in denen Krieg herrscht. Praktisch bedeutet dies, dass zwar noch eine begrenzte Anzahl syrischer Flüchtlinge aus Aleppo durchgelassen wird, jedoch keine mehr aus der Hauptstadt Damaskus.

Im griechischen Idomeni an der mazedonischen Grenze sitzen gegenwärtig bis zu 14.000 Menschen fest. Das Flüchtlingslager ist eigentlich für 2.000 Personen ausgelegt und völlig Überfüllt. In weiteren Lagern in der Region sitzen weitere 6.000 bis 7.000 Menschen fest.

10. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Verzweiflung und Wut in Griechenland wachsen“ · Kategorien: Balkanroute, Griechenland, Mazedonien

Quelle: ARD Tagesschau

Für Flüchtlinge ist derzeit in Griechenland Endstation – nach Mazedonien ginge es nur mit gültigem Visum. In ihrer Verzweiflung demonstrierten heute in Athen Migranten für eine Öffnung der Grenze. Auf EU-Ebene gab es Lob und Tadel für die faktische Schließung der Balkanroute.

Nach der faktischen Abriegelung der Balkanroute haben in Athen Hunderte Flüchtlinge lautstark für die Wiederöffnung demonstriert. Sie riefen „Macht die Grenze auf“ und „Wir sind auch Menschen“, berichtete das griechische Fernsehen. Die Mehrzahl der Demonstranten sollen Afghanen gewesen sein, die im Gegensatz zu Syrern seit Wochen gar nicht mehr über die Grenze nach Mazedonien gelassen werden.

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10. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Balkan countries shut borders as attention turns to new refugee routes“ · Kategorien: Balkanroute, Italien, Mittelmeer · Tags: ,

Quelle: The Guardian

Hundreds of thousands could become trapped in Greece after Macedonia, Croatia and Slovenia announce frontier closures

European leaders claim to have closed the main refugee route to northern Europe, raising the possibility of tens if not hundreds of thousands of refugees being trapped in Greece while the EU attempts to finalise a deal that could see them all returned to Turkey.

Macedonia, Croatia and Slovenia – three of the countries that lie between Greece and the preferred refugee destinations in northern Europe – all announced on Wednesday that their borders were now shut. Several hundred thousand asylum-seekers have used this route to reach countries such as Germany since it became popular last summer, most of them transported and sheltered by Balkan countries during their journey.

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09. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Die Politik des Stacheldrahts“ · Kategorien: Balkanroute, Europa, Türkei

Quelle: Zeit Online

Während die EU mit der Türkei verhandelt, schaffen die Balkanstaaten Fakten. Dennoch: Gut möglich, dass am Ende eine gemeinsame Lösung der Flüchtlingskrise steht.

Von Ludwig Greven

Das Schlussdokument des EU-Türkei-Gipfels vom Wochenende enthält nur wenige konkrete Beschlüsse. In einem Nebenpunkt setzte sich Angela Merkel jedoch durch. Mit ihrer ganzen Restautorität als Europas Anführerin erreichte die Kanzlerin, bevor sich der Gipfel vertagte, dass aus der Deklaration der Satz gestrichen wurde: „Die Westbalkanroute ist geschlossen.“ Das wollte Merkel auf keinen Fall so stehen lassen, denn in ihren Augen hätte das die nationalen Alleingänge der Balkanländer, angeführt von Österreich, nachträglich anerkannt.

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09. März 2016 · Kommentare deaktiviert für ‚We will find a way‘: Syrian refugees react to planned EU-Turkey deal · Kategorien: Balkanroute, Griechenland, Mazedonien · Tags:

Quelle: The Guardian

Those fleeing the war in Syria will avoid Greece: ‘The price of crossing is just going to be more expensive than before’

Syrian refugees have reacted with defiance and confusion to the proposed EU-Turkey deal that would see asylum-seekers returned to Turkey after arriving in Greece.

Greece has been the main gateway to Europe for several hundred thousand Syrians over the past year, but the new deal would theoretically see their path blocked. Syrians would be permitted only to reach Europe by a process of formal resettlement – with one Syrian resettled in Europe for every Syrian readmitted from Greece by the Turkish government.

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09. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Europäische Flüchtlingspolitik: Ein Meer der Unwägbarkeiten“ · Kategorien: Europa, Griechenland, Türkei · Tags:

Quelle: NZZ

Griechenland ist ein Hauptnutzniesser des in Brüssel entworfenen Migrationsplanes. Kurzfristig wird die Belastung für die Ägäisinseln zunehmen.

von Marco Kauffmann Bossart, Izmir

Das von den Staats- und Regierungschefs der EU vorgeschlagene Prinzip entspricht genau dem, was Athen seit Monaten propagiert: Wer illegal von der türkischen Küste nach Griechenland übersetzt, soll wieder dorthin geschafft werden. Verringert, wenn auch nicht völlig aus der Welt geschafft scheint somit die Gefahr, dass sich Griechenland in ein riesiges Flüchtlingslager verwandelt, ein «Lagerhaus der Seelen», wie Regierungschef Alexis Tsipras unlängst warnend formulierte.

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09. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Pragmatismus in der griechischen Flüchtlingspolitik“ · Kategorien: Griechenland · Tags: ,

Quelle: DW

Vierzehn neue Auffanglager für Flüchtlinge sollen innerhalb der nächsten Wochen in Griechenland entstehen. Doch nicht alle Griechen finden diese Politik gut. Aus Athen berichtet Jannis Papadimitriou.

Es soll zügig vorangehen mit Hilfe des Militärs, das seit Ende Februar auf Hochtouren am Bau neuer Aufnahmelager arbeitet. Schon 2015 hatte die griechische Linksregierung versprochen, bis Jahresende Plätze für 50.000 Flüchtlinge zu schaffen, dies aber nicht geschafft.

Noch zu Wahlkampfzeiten donnerte die Linkspartei Syriza von Ministerpräsident Alexis Tsipras gegen die restriktive Flüchtlingspolitik des damaligen konservativen Regierungschef Antonis Samaras, und nur wenige Wochen nach dem Linksruck in Griechenland wurde das größte und völlig überfüllte Aufnahmelager für Flüchtlinge im Athener Vorort Amygdaleza geschlossen. Zivilschutzminister Jannis Panoussis versprach damals umgehend, neue „Gastfreundschaftszentren“ einzurichten, in denen „menschliche Bedingungen“ herrschen würden.

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