16. November 2012 · Kommentare deaktiviert für EU Militär und Frontex: Aufrüstung der libyschen Grenzen bei Mali-Intervention · Kategorien: Europa, Libyen, Mali · Tags:

Seit Ende Oktober 2012 verdichten sich EU-Absichten, die Militärintervention in Mali zur Aufrüstung der libyschen Grenzen zu nutzen. Frontex und die polizeiliche EU-libysche Zusammenarbeit sollen in den militärischen Rahmen zur „Grenzsicherung“ direkt einbezogen werden. Das teilte Catherine Ashton, Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, am 07.11.2012 in Brüssel mit. Es wird argumentiert, dass sich die militärische Situation in Mali auch über die Grenzen in die EU hinein auswirken wird (u.a. „illegale Migration“ und „Asylanträge in der EU“) und daher dem libyschen Grenzregime in der Sahara wie am Mittelmeer eine wichtige Abschottungsfunktion zukommen wird.

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15. November 2012 · Kommentare deaktiviert für ai 13.11.2012: Flüchtlinge und MigrantInnen in Libyen · Kategorien: Libyen · Tags: , , , ,

Libya: “We are foreigners, we have no rights”: The plight of refugees, asylum-seekers and migrants in Libya

In a prevailing atmosphere of lawlessness and xenophobia, undocumented foreign nationals in Libya are at continuous risk of exploitation, arbitrary and indefinite detention in harsh conditions, as well as physical beatings. Even so, the EU seeks to prevent at any cost foreign nationals from reaching Europe, including those fleeing war and persecution. For now, foreign nationals have nowhere to turn to seek justice and redress. Urgent action is needed to end the indefinite detention, violence and other abuses suffered by foreign nationals in Libya. 

14. November 2012 · Kommentare deaktiviert für Malta: 300 Boat-people setzen erfolgreich SOS ab · Kategorien: Italien, Libyen, Malta · Tags: ,

300 Flüchtinge und MigrantInnen, die seit 4 Tagen vor Malta im Meer trieben, konnten über eine italienische humanitäre Organisation erfolgreich SOS rufen.

SOS de un barco con unos 300 inmigrantes y una vía de agua frente a Malta

La Voz de Galicia, Malta / dpa, 2012-11-09

Un barco con unos 300 inmigrantes que se encuentra en aguas territoriales de Malta envió una llamada de emergencia tras cuatro días a la deriva en alta mar. La guardia costera italiana fue alertada por una organización humanitaria de este país dirigida por un sacerdote eritreo al que los inmigrantes llamaron por teléfono para decirle que el barco tenía una vía de agua y que amenazaba con hundirse.

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11. November 2012 · Kommentare deaktiviert für Afrikanische Flüchtlinge aus Libyen: Demo Bologna 10.11.2012 · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: ,

Bologna – Give us documents now! Diritti Dignità futuro! Il corteo dei richiedenti asilo dalla Libia

Über 500 afrikanische Flüchtlinge, die als Boat-people aus Libyen 2011/2012 – angesichts des dortigen Kriegs – geflüchtet sind, haben am 10.11.2012 in Bologna für Aufenthaltspapiere und für ihre Anerkennung als Flüchtlinge demonstriert.

http://www.globalproject.info/it/in_movimento/bologna-give-us-documents-now-diritti-dignita-futuro-il-corteo-dei-richiedenti-asilo-dalla-libia/12703

09. November 2012 · Kommentare deaktiviert für taz: Todesfalle Mittelmeer · Kategorien: Griechenland, Italien, Libyen, Mittelmeerroute, Tunesien · Tags: ,

taz 09.11.2012

Europäische Flüchtlingspolitik

Todesfalle Mittelmeer

Lange waren nicht mehr so viele „Boatpeople“ aus Afrika nach Europa unterwegs. Die Anrainer versuchen sich vor der Verantwortung drücken. Viele Menschen ertrinken

von Dominic Johnson

BERLIN taz | Fast täglich werden diese Woche im Mittelmeer wieder Flüchtlingsboote mit Hunderten Insassen gefunden, immer wieder auch Leichen. Das Drama der afrikanischen „Boatpeople“, die auf dem unsicheren Seeweg nach Europa ihr Leben lassen, erreicht wieder einmal einen traurigen Höhepunkt.“

Vollständiger Artikel:

http://www.taz.de/Europaeische-Fluechtlingspolitik/!105245/

05. November 2012 · Kommentare deaktiviert für Neue Flüchtlingstragödie – update: 11 Tote · Kategorien: Italien, Libyen, Malta · Tags: , ,

8 Frauen und 3 Männer wurden inzwischen tot geborgen, nach der Flüchtlingstragödie am 03.11.2012 im Kanal von Sizilien. Erstmals hat sich der Gouverneur von Sizilien direkt nach Lampedusa begeben, um den Überlebenden sein Beileid auszudrücken. Die Boat-people waren aus Somalia geflohen und hatten sich in LIbyen eingeschifft.

http://palermo.repubblica.it/cronaca/2012/11/04/news/i_naufraghi_a_lampedusa_accolti_da_crocetta-45892317

04. November 2012 · Kommentare deaktiviert für Neue Flüchtlingstragödie – update: 10 Tote · Kategorien: Italien, Libyen, Malta · Tags: ,

Nach einem Notruf am Samstag morgen (03.11.2012) bei der Capitaneria di Porto di Palermo  begannen die Rettungsaktionen vor Ort am Samstagabend. Da war das Schlauchboot bereits weitgehend untergegangen, viele klammerten sich an die schwimmenden Reste, einige Personen waren bereits ertrunken.

http://www.ilsecoloxix.it/p/italia/2012/11/04/APnakkrD-lampedusa_salvati_migranti.shtml

http://www.suedostschweiz.ch/politik/fluechtlingsboot-nahe-lampedusa-verunglueckt?prev=comment%2Freply%2F795124

Rom. – Während die herbeigerufene italienische Küstenwache 70 Flüchtlinge retten konnte, kam für die anderen die Hilfe zu spät. Die Geretteten wurden an Bord eines Schiffes der italienischen Marine gebracht und dort medizinisch betreut. Viele litten bereits an Unterkühlung, hiess es.

Zuerst wurden drei Frauenleichen geborgen. Die Küstenwache setzte die Suche nach möglichen weiteren Überlebenden oder Toten am Sonntag mit zwei Patrouillenbooten und einem Helikopter fort, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Sie fanden die sieben weiteren Toten.

Ein maltesisches Suchflugzeug hatte das gekenterte Boot am Samstag entdeckt. Am Abend seien dann die italienischen Schiffe in dem Seegebiet eingetroffen. Viele der Flüchtlinge hätten sich da schon stundenlang im Wasser an das halb versunkene Schlauchboot geklammert.

62 Männer und 8 Frauen, eine von ihnen schwanger, seien schliesslich an Bord genommen worden. Sie wurden auf die italienische Insel Lampedusa gebracht.

Aus welchen Ländern die Migranten stammen, war zunächst nicht bekannt. Zumeist versuchen Menschen aus nordafrikanischen Ländern in oftmals kaum seetüchtigen Booten die italienische Küste zu erreichen. (sda)

Quelle: sda
Datum: 04.11.2012, 14:36 Uhr

04. November 2012 · Kommentare deaktiviert für Boat-people in Seenot: 3 Frauen ertrunken, 70 in Lebensgefahr · Kategorien: Italien, Libyen, Malta · Tags: ,

Seit der Nacht von Samstag (04.11.2012) auf Sonntag (05.11.2012) befindet sich ein Flüchtlingsboot mit ungefähr 70 Personen an Bord in Seenot. 3 Frauen sind bereits ertrunken. Das Schiff befindet sich auf der Fahrt von Libyen nach Lampedusa.

Die italienische Küstenwache soll die maltesischen und libyschen Behörden benachrichtigt haben. Ein maltesisches Flugzeug habe das Flüchtlingsboot inzwischen lokalisiert, Rettungsschiffe (aus welchem Land?) seien unterwegs.

http://www.tunisienumerique.com/un-nouveau-drame-de-limmigration-clandestine/151772

31. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für Turin Abschiebeknast: Studie · Kategorien: Italien, Libyen · Tags:

„In my country there are troubles right now. Why do they put me in this centre? My family in Libya was affected a lot by the war in Libya. My brother was burnt alive and my father was killed. I escaped from Libya because of the war and I got to Tunisia. From Tunisia I left for Italy. – Interview 22“

We are pleased to announce the publication of the International University College of Turin report „Betwixt and Between: Turin CIE. A human rights investigation into Turin immigration detention centre. This report examines the extent to which Italian, European and international human rights and migration law is applied in Turin centro di identificazione ed espulsione (Turin CIE); an immigration detention centre in northern Italy.

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31. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für „Schickt mich zurück nach Somalia, aber nicht nach Italien!“ · Kategorien: Deutschland, Italien, Libyen · Tags: , ,

Zeit online 30.10.2012

Flüchtlinge „Schickt mich zurück nach Somalia, aber nicht nach Italien!“

In Somalia war Mustaf Harun Journalist, bis er vor den Islamisten fliehen musste. Die wahre Hölle aber erlebte er erst als Flüchtling in Europa.

Mustaf Harun vor dem Reichstag in Berlin

„Können Sie bitte die Kamera für mich bedienen?“, fragt Mustaf Harun und stellt sich lächelnd vor das Brandenburger Tor in Berlin. Mit professioneller Moderatorenmimik beginnt der junge Journalist, auf Somali etwas über die Geschichte der Bundesrepublik zu erzählen. Die kleine Amateur-Kamera folgt ihm.

Später wird er seinen Beitrag auf das Portal des somalischen Senders Universal TV hochladen.“

Vollständiger Text:

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-10/asylbewerber-berlin-deutschland-fluechtlinge/