taz 14.11.2012
Seit zwei Tagen gehen in Jordanien Tausende auf die Straße. „Brot, Freiheit, Gleichheit“ rufen sie wütend und tanzen gegen den König
Ann-Kathrin Seidel
AMMAN taz| Nirgendwo in Jordanien wird die Lücke zwischen Politik und Volk deutlicher als auf der Königin-Alia-Straße. Während die ersten Demonstranten auf den Dakhlieh-Platz strömen, dem Verkehrsknotenpunkt der Hauptstadt Amman, steigen einige hundert Meter weiter Irhal Khareibe und Mohammed Daoudieh in ihre Staatskarossen.Zwei Stunden lang haben der Vordenker der jordanischen Muslimbrüder und der Exminister über das Für und Wider der anstehenden Wahlen sinniert, ohne mit einem Wort die ökonomische Krise zu erwähnen.“
vollständiger Text:
http://www.noborder.org/images/transborder_map_front.jpg
About the trans-border map
The participants came from Copenhagen to Bamako and from Tangier to Uzhgorod: in March 2012 about sixty activists from fourteen countries met in Istanbul to exchange and discuss the experiences gained in their projects and campaigns at the external borders of the EU.
The map is an outcome of this transborder conference and mainly features the attending groups and organisations, their network connections and their common activities. Additionally it includes some key-incidents of struggles from the last five years against the background of the repressive European migration regime and its continuous externalisation to the east and south. This regime is sketched – very briefly – on the back side of the map.
Of course this map does not claim to cover the full picture of resistance against the EU-border regime, but it gives an overview of an increasing number of simultaneous initiatives all over Europe and beyond. Hopefully the list of contacts will inspire more people and groups to join and interconnect, or to participate with their own projects.
Thus we propose to use this map as yet another tool and as a kind of platform to be completed and updated, in order to foster the transnational approach and the understanding of the struggles for freedom of movement.
the mapping team
Die EU-Kommission befördert eine Diskussion über Schengen-Visa-Erleichterungen. Genannt werden Zahlen zum Anstieg der Visa für Reisende aus Russland, China, Indien und anderen Schwellenländern. Die Vorschläge zu Visa-Erleichterungen sind wirtschaftspolitisch motiviert.
Schengen-Visa für Reisende aus afrikanischen Staaten werden nicht einmal erwähnt. Die quantitativ unbedeutende Zahl ausgestellter Visa für Menschen dieses gesamten Kontinents spiegelt die äußerst restriktive Visapolitik gegenüber Afrika wieder.
Brüssel, den 7.11.2012, COM(2012) 649 final
MITTEILUNG DER KOMMISSION AN DEN RAT UND DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT
Belebung des Wachstums in der EU durch Umsetzung und Weiterentwicklung der gemeinsamen Visumpolitik
http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=COM:2012:0649:FIN:DE:PDF
taz 09.11.2012
Europäische Flüchtlingspolitik
Todesfalle Mittelmeer
Lange waren nicht mehr so viele „Boatpeople“ aus Afrika nach Europa unterwegs. Die Anrainer versuchen sich vor der Verantwortung drücken. Viele Menschen ertrinken
von Dominic Johnson
BERLIN taz | Fast täglich werden diese Woche im Mittelmeer wieder Flüchtlingsboote mit Hunderten Insassen gefunden, immer wieder auch Leichen. Das Drama der afrikanischen „Boatpeople“, die auf dem unsicheren Seeweg nach Europa ihr Leben lassen, erreicht wieder einmal einen traurigen Höhepunkt.“
Vollständiger Artikel:
„Was wir nicht sehen – der Widerstand im Alltäglichen

- Asef Bayat
- Leben als Politik
- Wie ganz normale Leute den Nahen Osten verändern
Asef Bayat analysiert die Alltagshandlungen von strukturell marginalisierten Menschen in den urbanen Zentren des Nahen Ostens und fragt nach dem gesellschaftlichen Veränderungspotential, welches diesen Handlungen innewohnt.
Der sogenannte Arabische Frühling, also die Verdichtung von Revolten und Erhebungen in der jüngeren Zeit, haben eine weltweite Resonanz erfahren. Medien und wissenschaftliche Publikationen haben seit Beginn der Veränderungen im nahöstlichen Raum versucht zu erklären, was die Ursachen für gesellschaftlichen Unmut waren (und sind). Der Fokus lag dabei jedoch meist auf den revolutionären Erhebungen als solche, unter Führung von organisierten Oppositionsgruppierungen wie etwa die Bewegung des 9. April in Ägypten. Gegen solch einen begrenzten Blick wendet sich Asef Bayat in seinem bereits 2010 erschienenen Buch „Leben als Politik. Wie ganz normale Leute den Nahen Ostern verändern“. Grundsätzlich versucht Bayat zu beschreiben, wie die alltäglichen Praktiken der urbanen Subalternen einen widerständigen Charakter besitzen und als Folge dessen auch das Potential zu einer gesellschaftlichen Veränderung von Unten haben.“
Vollständiger Text:
http://kritisch-lesen.de/rezension/was-wir-nicht-sehen-der-widerstand-im-alltaglichen
Trotz der arabischen Revolten hat sich an der repressiven Migrationspolitik der nordafrikanischen Staaten wenig geändert. Doch nun organisieren sich die Migranten.
von Bernhard Schmid
in: Jungle World Nr. 42, 18. Oktober 2012
http://jungle-world.com/artikel/2012/42/46422.html
Sie waren verabredet, um sich gegenseitig auf die Schulter zu klopfen und zu beglückwünschen. Die Repräsentanten von jeweils fünf Regierungen von der Nord- und der Südseite des Mittelmeers trafen sich am 5. und 6. Oktober in der maltesischen Hauptstadt La Valetta. Vertreten waren Marokko, Mauretanien, Algerien, Tunesien und Libyen von nordafrikanischer und Portugal, Spanien, Frankreich, Italien sowie die Inselrepublik Malta von europäischer Seite.
Einen ersten Hinweis auf die 5+5-Konferenz in Valletta am 05./06.10.2012:
https://archiv.ffm-online.org/2012/10/08/konferenz-der-regierungen-gegen-boat-people-und-wegen-mali/
Hier die Kurzanalyse von Statewatch:
Western Mediterranean Forum
From Tunis in 2003 to Malta in 2012: the first 5+5 Dialogue summit since the Arab uprising focuses on immigration and security
12.10.2012
http://www.statewatch.org/news/2012/oct/05wmf.htm
The Western Mediterranean Forum (made up of the governments of Algeria, France, Italy, Libya, Malta, Mauritania, Morocco, Portugal, Spain and Tunisia,) met in Malta on 5 and 6 October 2012 to take part in the 5+5 Dialogue.[1] Although working groups on a variety of issues (transport, defence, migration, home affairs, or the environment) have met regularly since the Forum’s establishment in 1990, the Malta summit was the first meeting of the heads of states and governments in nine years (and since the uprisings across North Africa and the Middle East began in December 2011).
enpi-info.eu, 11 October 2012
First Euromed Migration III meeting focuses on migration profiles
http://www.enpi-info.eu/mainmed.php?id=30581&id_type=1&lang_id=450
The EU-funded Euromed Migration III project has held its first Migration
Profile meeting around the theme of ‚Mainstreaming Migration Knowledge
into Policy Making‘. The meeting was attended by 29 southern partner
country representatives from Algeria, Egypt, Jordan, Lebanon, the
Palestinian Authority, Morocco and Tunisia.
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EU Ombudsman asked to look closer at FRONTEX
Caritas Europa, a network of 49 Caritas organisations across Europe, has sent a letter to the European Ombudsman Nikiforos Diamandouros expressing concerns about the way the European Agency for the Management of Operational Cooperation at the External Borders (FRONTEX) works.
The NGO said it was worried about the transparency of FRONTEX´s operations, the compliance with the principle of non-refoulement and the existing lack of clarity around the independent monitoring and complaint mechanism. Weiterlesen »
