20. November 2016 · Kommentare deaktiviert für Kenya postpones planned closure of Dadaab refugee camp · Kategorien: Hintergrund, Sahara

Quelle: The Guardian | 16.11.16

Government bows to international pressure and agrees to six-month delay in shutting the world’s largest refugee complex, home to 300,000 Somalis

Kenya’s government said on Wednesday it had agreed to delay the closure of a Somali refugee camp that it sees as a security risk, after international pressure to give residents more time to find new homes.

Nairobi had vowed to shut Dadaab camp this month, saying it was being used by Islamist militants from neighbouring Somalia who have launched a string of attacks on Kenyan soil.

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18. November 2016 · Kommentare deaktiviert für „EU-Flüchtlingspolitik im Sudan: Abschottung im Auftrag Europas“ · Kategorien: Afrika, Deutschland, Europa, Sudan · Tags: ,

Quelle: taz | 17.11.2016

Früher verübten seine Kämpfer Verbrechen in Darfur. Heute jagt Generalmajor Daglo als Chef der Grenzpolizei Flüchtlinge, die nach Europa wollen.

Simone Schlindwein

„Ich sage ganz klar: Wir sind von den Flüchtlingen nicht gefährdet, denn die Menschen wollen ja nach Europa“, erklärte Generalmajor Mohammed Hamdan Daglo. Stolz präsentierte der Kommandant von Sudans Schnellen Einsatztruppen (RSF) im August auf einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Khartum über 800 „illegale Migranten“: Eritreer, Äthiopier und Sudanesen. Sie waren auf dem Weg Richtung Europa, als die RSF sie an der libyschen Grenze aufgriff. „Also arbeiten wir stellvertretend für Europa“, stellte der Generalmajor klar. Berühmt und berüchtigt ist er unter dem Kriegsnamen „Hametti“.

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08. November 2016 · Kommentare deaktiviert für Afrikanische Flüchtlinge: Europa und „die neue Völkerwanderung“ · Kategorien: Afrika, Europa, Lesetipps

Quelle: Deutschlandfunk

Wöchentlich flüchten Tausende Afrikaner über das Mittelmeer nach Europa. Knapp 4000 von ihnen sind nach UN-Angaben allein in diesem Jahr schon in den Fluten ertrunken. Und doch könnte diese Fluchtwelle erst der Anfang sein, warnt ein äthiopischer Publizist – dann nämlich, wenn Europa Afrikas Despoten nicht endlich die Stirn bietet.

Von Marc Engelhardt

Asfa-Wossen Asserate hat einen Alptraum. Den Alptraum, so schreibt er, dass sich Millionen von Afrikanern, getrieben von Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, auf den Weg nach Europa machen. Und der Großneffe des letzten äthiopischen Kaisers Haile Selassie, der seit bald 50 Jahren in Deutschland lebt, benennt auch die Schuldigen:

„Ich würde sagen, dass die größten Exporteure von Migranten auf dieser Welt afrikanische Gewaltherrscher und Diktatoren sind, die ihrem eigenen Volk nicht die Möglichkeit geben, in ihren eigenen Ländern ein menschenwürdiges Dasein zu führen.“

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30. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für „Die gekaufte Grenze“ · Kategorien: Afrika, Deutschland, Europa, Tunesien · Tags:

Quelle: Zeit Online

Deutschland rüstet afrikanische Staaten wie Tunesien mit Überwachungstechnik auf, um Flüchtlinge zu stoppen. Für europäische Konzerne ist das ein Milliardengeschäft.

Von Hauke Friederichs und Caterina Lobenstein

Die wichtigste Grenze der Bundesrepublik Deutschland liegt nicht vor Passau oder Deggendorf. Sie liegt nicht am Rhein, nicht an der Oder, den Alpen oder am Wattenmeer. Sie liegt weit von Deutschland entfernt, sie führt durch sandige Wüsten, entlang von Küsten mit weißem Strand und türkisblauem Meer. Deutschlands wichtigste Grenze liegt in Afrika. Frank Vornholt soll dafür sorgen, dass sie gesichert wird.

An einem warmen Oktobertag fährt Vornholt in einem Kleinbus von der tunesischen Hauptstadt Tunis Richtung Südwesten, um nach den Männern zu schauen, die die Grenze bewachen. Er trägt Jeans und Sakko, auf seinem Schoß liegt eine Mappe mit Reiseunterlagen.

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30. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für „Schlechte Aussichten“ · Kategorien: Afrika, Balkanroute, Deutschland, Mittelmeerroute · Tags:

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Seitdem die Balkanroute gesperrt ist, kommen immer mehr Migranten über die zentrale Mittelmeerroute – die meisten aus dem subsaharischen Afrika. Dabei hat aber ein großer Teil dieser Bootsflüchtlinge keine Chance, in Europa bleiben zu dürfen.

Von Andrea Bachstein

Noch liegt Griechenland in der Statistik an der Spitze bei der Zahl von Flüchtlingen, die dieses Jahr über das Mittelmeer nach Europa kommen. 331 000 waren es über den Seeweg bisher (2015 mehr als eine Million). 169 000 von ihnen überquerten das östliche Mittelmeer nach Griechenland. Demnächst dürfte Italien den Spitzenplatz übernehmen, nach jüngsten UNHCR-Zahlen sind dort nun 157 000 Menschen gelandet.

Die Lage hat sich völlig geändert seit April, seit die Balkanroute als Transitweg praktisch gesperrt ist – für September meldet das UNHCR gerade 6300 neue Flüchtlinge in Serbien und 150, die noch an der ungarisch-serbischen Grenzen warten. Wichtigste Strecke ist also wie vor 2015 die zentrale Mittelmeerroute mit Ausgangspunkt Libyen. Seit Mai erreichen über sie im Monat 20 000 bis 24 000 Menschen Italien – in Griechenland landen noch 2000 bis 4000. Und nur ein Rinnsal ist im Vergleich der Zustrom übers Meer nach Spanien – 3800 Flüchtlinge bisher (Stand August).

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27. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für EU beruhigt Renzi: Im Dezember werden wir über die Intervention in Afrika entscheiden · Kategorien: Afrika, Europa, Italien

Quelle: Il Manifesto

L’Europa rassicura Renzi: a dicembre decideremo come intervenire in Africa

Il vertice dei capi di stato e di governo dei 27 che si terrà a Bruxelles a dicembre potrebbe rappresentare il vero avvio delle iniziative europee in Africa per bloccare i migranti. Ad annunciarlo è stato ieri il presidente del Consiglio Ue Donald Tusk, rispondendo così alle numerose pressioni in tal senso che arrivano ormai con cadenza quotidiana dal governo italiano. Dopo l’accordo con la Turchia, che ha praticamente azzerato gli arrivi attraverso il mar Egeo, il Mediterraneo centrale resta infatti la rotta più battuta. «I flussi verso le isole greche si sono ridotti del 98%» ha confermato Tusk, ricordando come invece siano rimasti «sostanzialmente invariati negli ultimi due anni quelli sulla rotta dall’Africa all’Italia». E un’analoga sollecitazione è arrivata sempre ieri anche dal presidente della Commissione europea Jean Claude Juncker.

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24. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für Türkei-Deal als Blaupause für Afrika · Kategorien: Afrika, Europa, Türkei

Quelle: Deutschlandfunk

Wie umgehen mit den Flüchtlingen aus Afrika? Neben einem verstärkten Grenzschutz in den Herkunftsländern ist auch ein Flüchtlingsabkommen á la Türkei der EU etwa mit Ägypten im Gespräch. Das allerdings stößt auf Bedenken.

Von Björn Blaschke, Karl Hoffmann und Mirco Keilberth

23. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für Debatte EU-Flüchtlingspolitik in Afrika: Europas neuer Umriss · Kategorien: Afrika, Deutschland, Europa · Tags: ,

Quelel: taz | 22.10.2016

Unter Merkels Führung verteidigt die EU neuerdings ihre Außengrenzen tief in Afrika. Das soll die Migration nach Europa radikal stoppen.

Simone Schlindwein

Nur ein Jahr hat die staatliche Willkommenspolitik gegenüber Flüchtlingen gehalten. Jetzt wurde beim EU-Gipfel in Brüssel versucht, die Schotten dichtzumachen. Die zentrale Mittelmeerroute aus Afrika nach Europa soll von der neuen Frontex-Agentur für Grenz- und Küstenwache mit Kriegsschiffen verriegelt, afrikanische Länder verpflichtet werden, „ihre“ Wirtschaftsmigranten zurückzunehmen, und zwar „unter Einsatz aller einschlägigen – auch entwicklungs- und handelspolitischen – Maßnahmen, Instrumente und Hilfsmittel“ – so klingt die neue EU-Politik gegenüber ihrem Nachbarkontinent Afrika.
Wie schon bei der Massenaufnahme von Syrern vor einem Jahr ist Deutschland auch beim Radikalumschwung gegenüber Afrika federführend. „Das Wohl Afrikas liegt im deutschen Interesse“, verkündete Kanzlerin Angela Merkel zum Auftakt ihrer jüngsten Reise. Mali, Niger, Äthiopien – drei Tage jettete sie über den Kontinent. Danach empfing sie in Berlin die Staatschefs von Nigeria und Tschad.

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20. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für „Abwehr in Afrika“ · Kategorien: Afrika, Deutschland, Europa · Tags:

Quelle: Jungle World

Schwerpunkt der Afrika-Rundreise Angela Merkels war die politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit Deutschlands mit den afrikanischen Staaten. Dass Afrika plötzlich wieder größere politische Bedeutung zugeschrieben wird, hat allerdings noch andere Gründe.

von Christian Jakob

So viel diplomatische Aufmerksamkeit hatte Afrika nicht einmal während der Ebola-Krise. Ein regelrechter Besuchsmarathon spielte sich in den vergangenen Wochen zwischen Berlin und dem afrikanischen Kontinent ab.

Den Grund nannte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) in ungewohnter Deutlichkeit: Wenn sich nichts ändere, drohe Europa eine dramatische Migration aus Afrika. Worin genau das Drama bestehe, ließ Müller offen. Dafür forderte er einen neuen »Marshall-Plan für Afrika«, der unter anderem einem »neuen Neokolonialismus« großer internationaler Investoren Einhalt gebieten solle. Dieser nämlich beute »Menschen und Ressourcen aus« und arbeite dabei »mit korrupten Minderheiten und Eliten in einigen Ländern zusammen«. Gemünzt waren die Äußerungen auf China.

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20. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für „Kenya accused of ‚dumping‘ Somali refugees ​back over the border with no support“ · Kategorien: Afrika · Tags:

Quelle: The Guardian

Authorities shutting down Dadaab are repatriating up to 400 people a day despite lack of shelter, clean water or schools

Authorities in Somalia have denounced the way refugees are being repatriated from neighbouring Kenya, after the Kenyan government announced it would close Dadaab, the world’s largest refugee camp, by the end of 2016.

Over the past five months, makeshift camps in Somalia’s southernmost border state have been swelling with families as thousands of refugees are repatriated as part of a UN scheme.

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