EEAS | 27.07.2017 [Download pdf]
Options paper for CSDP support to the G5 Sahel Joint Force
European Externa Action Service (EEAS) hat eine Empfehlung an die Akteure der CSDP (Common Security and Defence Policy) der EU ausgesprochen, in der es um Optionen zu den „G 5 Sahel Joint Forces“ geht – eine Aufrüstung und Koordination von Einheiten aus Niger, Mali, Burkina Faso, Chad und Mauretanien. Über die bereits bestehende Militärzusammenarbeit hinaus und die 50 Mio € aus der „African Peace Facility“ wird die dringende Notwendigkeit der Lieferung weiterer militärischer Ausrüstung betont (S.6, 21). Insgesamt sollen mit EU Unterstützung und EU-Militärberatern zunächst 7 Bataillone mit 5.000, später 10.000 Mann aufgestellt werden, die im „Three Borders“ Dreieck in drei Sektoren die Grenzen in einem Streifen von 100 km Breite kontrollieren sollen (S.4, 9). Der sog. „Inegrated Support“ schließt die Militarisierung der Zivilbevölkerung ein, und dies erinnert in der Tat an die Pläne des Generals Petraeus für Afghanistan zu Zeiten Bushs und Obamas. Dass eine solche Strategie scheitert, wurde in Afghanistan unter Beweis gestellt. Daher stellt sich die Frage: schafft sich Europa hier ein eigenes Afghanistan?
