22. Juli 2018 · Kommentare deaktiviert für Europas Hilfspolizisten (II) · Kategorien: Europa, Libyen · Tags: ,

German Foreign Policy | 23.07.2018

Seenotretter, kritische Beobachter und Experten warnen einhellig vor der geplanten Stärkung der libyschen Küstenwache durch die EU. Seenotretter haben am Wochenende angekündigt, Klage gegen die Küstenwache zu erheben, weil sie mutmaßlich drei Menschen auf einem manövrierunfähigen Schlauchboot auf hoher See zurückgelassen hat. Eine Frau und ein Kind kamen elend zu Tode. Bereits im Juni haben die Vereinten Nationen Sanktionen gegen mehrere libysche Kooperationspartner der EU verhängt – darunter der Leiter der Küstenwache in Zawiya, ein Milizenführer, dessen Miliz vorgeworfen wird, Flüchtlingsboote mit Schüssen versenkt zu haben. Experten warnen, indem die EU lokale Bürgerkriegsmilizen nicht entwaffne, sondern in Einheiten der Küstenwache transformiere, belohne sie bewaffnete Banden – und unterminiere den offiziell angestrebten Wiederaufbau des libyschen Staats. Unterdessen regt sich in der italienischen Küstenwache erster Widerstand gegen die brutale Flüchtlingsabwehr: Offiziere widersetzen sich Befehlen und gehen mit Kritik an die Öffentlichkeit.

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22. Juli 2018 · Kommentare deaktiviert für Spanien: Über 1000 Flüchtlinge an einem Wochenende · Kategorien: Mittelmeer, Spanien · Tags: ,

NZZ | 22.07.2018

Die spanische Seenotrettung hat am Sonntag im westlichen Mittelmeer erneut 400 Flüchtlinge gerettet. Damit sei die Zahl der seit Freitag in Sicherheit gebrachten Migranten auf mehr als 1100 gestiegen, berichtete das spanische Fernsehen am Sonntag unter Berufung auf Behördenangaben.

Die Flüchtlinge seien auf mehr als 50 Booten im Alborán-Meer und in der Strasse von Gibraltar unterwegs gewesen. Sie stammen den Angaben zufolge aus Maghreb-Staaten und afrikanischen Ländern südlich der Sahara. Die Retter brachten die Menschen in verschiedene Häfen im südspanischen Andalusien, unter anderem nach Tarifa und Málaga.

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22. Juli 2018 · Kommentare deaktiviert für Val Roja: Festival der ‚Passeurs de Humanité‘ · Kategorien: Frankreich, Italien, Schengen Migration · Tags:

Il Fatto Quotidiano | 22.07.2018

Migranti, viaggio sul confine tra Francia e Italia dove “l’Europa non esiste” e “il regolamento di Dublino è ignorato”

Giuristi, attivisti e solidali francesi si sono dati appuntamento in questi giorni in Val Roja, nelle alpi marittime francesi, per la prima edizione del Festival dei ‘Passeurs des Humanité’, trafficanti di umanità. Tra loro Mirelle Damiano, Zia Oloumi, importanti avvocati del foro di Parigi e di Nizza, lo storico eurodeputato dei verdi francesi José Bové, docenti universitari come Pinar Selek e osservatori dei diritti umani di prestigiose e autorevoli associazioni transalpine come Emilie Pesselier dell’Anafe. Insieme, a margine dell’incontro “Come difendersi da uno Stato che non rispetta la legge?”, tenutosi tra le tende piantate sul terreno dove Cédric Herrou ospita i migranti in transito, gli avvocati hanno elencato ai microfoni de ilfattoquotidiano.it quelle che, a loro modo di vedere, sarebbero le violazioni del diritto internazionale e del regolamento di Dublino che la Francia mette in atto dal giugno 2015 a oggi.

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17. Juli 2018 · Kommentare deaktiviert für Libyen: Küstenwache findet fast 100 Migranten in Kühllaster – acht Tote · Kategorien: Libyen · Tags:

Spiegel Online | 16.07.2018

Die libysche Stadt Suwara gilt als Hauptausgangsort für Flüchtlinge, die illegal das Mittelmeer überqueren. Dort wurden nun fast 100 Migranten in einem Laster entdeckt, darunter sechs tote Kinder.

In Libyen sind in einem Kühllaster fast 100 Migranten entdeckt worden. Sechs Kinder und zwei Erwachsene überlebten die Fahrt nicht. Die libysche Küstenwache rettete nach eigenen Angaben mehr als 90 Menschen. Diese seien ins Krankenhaus gebracht worden. Ihr Zustand sei zum Teil ernst.

Der Laster sei nahe der Stadt Suwara gefunden worden. Die Gegend gilt als Hauptausgangsort für Flüchtlinge in Libyen, die versuchen, illegal über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen.

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14. Juli 2018 · Kommentare deaktiviert für Demonstration in Ventimiglia: „Weder Macron noch Salvini“ · Kategorien: Frankreich, Italien, Schengen Migration, Video · Tags:

La Repubblica | 13.07.2018

Ventimiglia, manifestazione No Borders al confine: ma i francesi sbarrano la strada

di Giulia Destefanis

‘Né con Macron né con Salvini’: un centinaio di attivisti, vernice alla mano e giubbotti salvagente sulle spalle, manifestano al confine tra Italia e Francia a Ventimiglia, a un passo dagli scogli teatro della prima grande protesta del 2015. Obiettivo: provare simbolicamente ad attraversare la frontiera per chiedere libertà di movimento per i migranti. Ma le forze dell’ordine italiane e francesi, schierate con reti e camionette, sbarrano la strada. „Siamo pacifici, non forziamo il blocco – spiegano i ragazzi di Progetto 20k, che da anni sostengono i migranti in transito a Ventimiglia – Ma il fatto che ci sbarrino la strada dimostra che le frontiere in questa Europa sono chiuse, o meglio aperte solo a merci e capitali’.

I manifestanti, che domani torneranno in piazza a Ventimiglia per un corteo proprio nel giorno di festa nazionale francese del 14 luglio, chiedono l’istituzione di un ‘permesso di soggiorno europeo“ per i popoli migranti.

14. Juli 2018 · Kommentare deaktiviert für Fischkutter geräumt, Boat People nun an Bord von Frontex- und Guardia di Finanza-Booten · Kategorien: Nicht zugeordnet

Am Samstagmorgen sind die 450 Migranten, die sich auf einem Fischkutter vor der Insel Linosa befanden, auf Schiffe von Frontex und der Guardia di Finanza verteilt worden. Acht Frauen und Kinder wurden aus gesundheitlichen Gründen direkt nach Lampedusa gebracht. In welchem Hafen die Boote anlanden, ist allerdings noch umstritten. Vermutet wird, dass sie Richtung Süden fahren, also nach Malta oder Libyen.

Corriere della Sera | 14.07.2018

Svuotato barcone, migranti a bordo navi Gdf e Frontex: 8 a Lampedusa

Erano in viaggio verso la Sicilia: sono stati portati trasbordati sulla «Monte Sperone» della Gdf e sulla «Protector» che opera per Frontex. Secondo fonti del Corriere la decisione di dove destinare le navi è bloccata perché la decisione spetterebbe a Salvini

E‘ stato completato poco dopo le 8,30 di sabato mattina il trasbordo dei 450 migranti che da ieri erano su un barcone a largo di Linosa: 176 persone sono sul pattugliatore «Protector» inserito nel dispositivo Frontex, e altre 266 sul «Monte Sperone» della Guardia di Finanza. Otto persone, tutte donne e bambini, sono invece state già trasportate a Lampedusa a bordo di motovedette della Guardia Costiera per motivi sanitari. Una donna è incinta. Il barcone era partito ieri mattina dalle coste libiche di Zuara ed è entrato nella zona Sar (Search and Rescue) italiana. Alle 22 di ieri sera si trovava a poche miglia da Lampedusa e da Linosa, poi i pescatori della zona lo hanno visto cambiare rotta e puntare verso la costa siciliana.

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14. Juli 2018 · Kommentare deaktiviert für Open Arms auf dem Weg zurück Richtung Libyen · Kategorien: Italien, Libyen, Spanien · Tags: ,

Nachdem das spanische NGO-Schiff Open Arms eine Woche im Hafen von Barcelona gelegen, hat es nun wieder Fahrt Richtung Libyen aufgenommen, obwohl unklar ist, welche Folgen die Schließung der Häfen durch Italien und Malta für die weitere Seenotrettung durch NGO-Boote bedeutet.

Internazionale | 13.07.2018

La Open Arms torna in mare e fa rotta verso la Libia

Annalisa Camilli, giornalista di Internazionale

Dopo una settimana nel porto di Barcellona, in serata la nave umanitaria spagnola Open Arms tornerà a fare rotta verso la Libia, nonostante il governo italiano e quello maltese abbiano deciso di chiudere i porti alle navi che soccorrono le imbarcazioni di migranti in difficoltà. Rispetto a qualche mese fa, tuttavia, i soccorritori non sanno cosa aspettarsi.

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13. Juli 2018 · Kommentare deaktiviert für Flüchtlinge dürfen in Italien an Land · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: ,

DW | 13.07.2018

Die Regierung in Rom fährt in Sachen Migration einen Schlingerkurs: Nach rhetorischer Abwehr lenkt der rechte Innenminister ein – und stößt neue Drohungen aus.

Die 67 Flüchtlinge, die im Mittelmeer von der italienischen Küstenwache übernommen wurden, haben das Schiff verlassen. Fernsehbilder zeigten, wie die Menschen in Sizilien von Bord gingen und in einen schwarzen Bus stiegen – von Polizeifahrzeugen begleitet. Zuvor hatte Italiens Regierungschef Giuseppe Conte in einer Mitteilung angekündigt, die Migranten dürften an Land gehen, sobald ihre Personalien festgestellt worden seien.

Die „Diciotti“ hatte am Donnerstag im Hafen der Stadt Trapani angelegt. Die Migranten konnten da allerdings noch keinen europäischen Boden betreten. „Ich erlaube niemandem, die ‚Diciotti‘ zu verlassen“, hatte Italiens Innenminister Matteo Salvini am Rande des EU-Innenministertreffens in Innsbruck gesagt. „Wenn es jemand macht, dann auf eigene Verantwortung.“

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13. Juli 2018 · Kommentare deaktiviert für Rhetorik: Das Wörterbuch der Verschleierung · Kategorien: Deutschland

Zeit Online | 13.07.2018

In der deutschen Debatte um Asyl und Flüchtlinge werden viele Begriffe verwendet, die Fakten und Zusammenhänge vernebeln. Ein kritisches, kommentierendes Glossar

Von Kai Biermann und Martin Haase

Angesichts der Rhetorik, die den politischen und gesellschaftlichen Diskurs prägt, ist immer häufiger von einer Verrohung der Sprache die Rede. Aber worin genau besteht sie? Kai Biermann, Redakteur bei ZEIT ONLINE, und Martin Haase, Professor für Linguistik an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, sammeln in diesem subjektiven Glossar die gängigsten Begriffe und Formulierungen und versuchen, die politischen Interessen dahinter offenzulegen.

Abschiebesaboteur, Ankerzentrum, Asylbetrug, Asylgehalt, Asylindustrie, Asylkritiker, Asyltourismus, Aufnahmezentrum, Außengrenzen schützen, besorgt, Bundesausreisezentrum, Entscheidungszentrum, Flughafenverfahren, Flüchtlingsansturm, Flüchtlingsstrom, Gastrecht, Grenzöffnung, Integrationsverweigerer, Masseneinwanderung, Nicht-Bleibeperspektive, erkennbare, Obergrenze, Rechtsbruch, Sicherer Herkunftsstaat, Subsidiärer Schutz, Transitzentrum, Transitzone, Überfremdung, Willkommenszentrum, Zuwanderungskorridor […]

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13. Juli 2018 · Kommentare deaktiviert für I’m a doctor in Lampedusa. We can’t let these migrant deaths go on · Kategorien: Italien · Tags: , ,

The Guardian | 11.07.2018

In the Mediterranean we’re witnessing a slaughter of innocents. I have seen the suffering, and I am ashamed of the Italian government’s response

Pietro Bartolo

For a long time, I was proud of my country. I work as a doctor on the small island of Lampedusa in the middle of the Mediterranean, a place that is something of a symbolic gateway between Africa and Europe. In recent decades, Italy showed how it could honour humanity, giving the word “welcome” a new meaning, without ever building walls or putting up barbed wire along its borders. These acts of openness were recognised by other countries, by the EU, and by the gratitude of the thousands of people whose lives we saved over the years.

But I stopped feeling proud to be Italian from the moment our government, denying all that had previously been done, decided to establish an agreement with Libyan groups in Tripoli – which meant, directly or indirectly, with people smugglers. I still remember how in 2016 my country had vigorously joined the outrage triggered by Europe’s decision to bankroll Turkey’s President Erdoğan with €6bn so he’d ignore or stop the migration flows from Syria. Italy’s position was then sacrosanct. It has since been somehow inexplicably disavowed in deeds.

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