20. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Idomeni: Wenn Hoffnung alternativlos ist“ · Kategorien: Griechenland · Tags:

Quelle: Telepolis

Nach dem EU-Flüchtlingsgipfel haben die Flüchtlinge von Idomeni auch die letzte Hoffnung auf ein Öffnen der Grenze verloren. Das Ausharren im griechisch-mazedonischen Niemandsland ist für sie dennoch alternativlos

von Fabian Köhler

Am Ende verliert auch Suleiman die Beherrschung. Tagelang hat er seine Frau, die längst die Hoffnung aufgegeben hat, beschwichtigt und versucht, sie bei Laune zu halten. Aber nun kann auch er den Frust nicht mehr zurückhalten: „Sie haben uns vergessen. Einfach vergessen. Wenn sie uns wenigsten sagen würden, wir sollen in Syrien krepieren, aber nicht mal das tun sie“, schreit er in den überfüllten Raum, der mal ein Café war – damals als Europa noch grenzenlos war.

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20. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „EU-Turkey deal fails to stem refugee flight to Greece“ · Kategorien: Griechenland, Türkei

Quelle: Ekathimerini

They waved, cheered and smiled, elated to have made it to Europe at dawn on Sunday in a packed blue rubber motor boat.

The 50 or so refugees and migrants were among the first to arrive on the Greek island of Lesbos on day one after an EU deal with Turkey designed to close the route by which a million people crossed the Aegean Sea to Greece in 2015.

Exhausted but relieved, the new arrivals wrapped their wet feet in thermal blankets as volunteers handed out dry clothes and supplies.

Reuters witnesses saw three boats arrive within an hour in darkness in the early hours of Sunday. Two men were pulled out unconscious from one of the boats amid the screams of fellow passengers and were later pronounced dead.

Twelve boats had arrived on the shoreline near the airport by 6 a.m. (0400 GMT), a police official said.

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20. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlingsabkommen mit der Türkei in Kraft“ · Kategorien: Europa, Griechenland, Türkei

Quelle: FAZ

Um Mitternacht ist der umstrittene Flüchtlingspakt mit der Türkei formell in Kraft getreten. In Griechenland wurde mit der Räumung der Inseln Lesbos und Chios begonnen. Aber vor der Rückführung der gestrandeten Flüchtlinge in die Türkei stehen noch immense Hürden.

Die Vereinbarungen zum Flüchtlingspakt der EU mit der Türkei sind seit Mitternacht zwar formell in Kraft, aber mit der Umsetzung dürfte es zunächst hapern. Griechenland fehle es an Personal, türkische Beamte seien noch nicht vor Ort und die Einzelheiten der geplanten Rückführung von Flüchtlingen in die Türkei unbekannt, hieß es aus Behördenkreisen in Athen. Dennoch hatten die Behörden schon am Samstag damit begonnen, Flüchtlinge von den Inseln Lesbos und Chios aufs griechische Festland zu bringen.

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20. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Greece delays sending refugees back to Turkey under EU deal“ · Kategorien: Europa, Griechenland, Türkei

Quelle: The Guardian

Greek officials say they are waiting for extra personnel to implement the deal and will struggle to enforce it

Greece will not be able to start sending refugees back to Turkey from Sunday, the government said, as the country struggles to implement a key deal aimed at easing Europe’s migrant crisis.

Under the agreement clinched between Brussels and Anakara last week, migrants who reach the Greek islands will be deported back to Turkey. For every Syrian returned, the EU will resettle one from a Turkish refugee camp.

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19. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Das neue Flüchtlings-Regime in der Ägäis“ · Kategorien: Europa, Türkei

Quelle: NZZ

Tausende Asyl-Experten sollen in der Ägäis Flüchtlinge in Schnellverfahren in die Türkei zurückweisen. Doch wenn die irregulären Überfahrten nicht rasch zurückgehen, fällt der Plan in sich zusammen.

von Niklaus Nuspliger, Brüssel

Für EU-Rats-Präsident Donald Tusk war es keine einfache Aufgabe. Viele EU-Regierungschefs hatten in den letzten Tagen rechtliche Bedenken geltend gemacht, grundsätzliche Kritik am geplanten Flüchtlings-Deal mit der Türkei geübt, praktische Fragen aufgeworfen oder politische Hürden aufgebaut. Dennoch gelang es Tusk am Freitag in mehreren Verhandlungsrunden mit dem türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu, einen Kompromiss zu schmieden, der am Ende für alle 28 EU-Regierungschefs akzeptabel war. Davutoglu sprach nach der Einigung von einem «historischen Tag»: «Heute erkennen wir, dass die Türkei und die EU dasselbe Schicksal, dieselben Herausforderungen, dieselbe Zukunft haben.»

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19. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „David Cameron: send more patrol ships to turn refugee boats back to Libya“ · Kategorien: Europa, Großbritannien, Italien, Libyen, Mittelmeer

Quelle: The Guardian

British PM calls on EU leaders to adopt strategy of early intervention, with focus on putting people smugglers out of business

David Cameron has pressed EU leaders for more international patrol ships to start turning back boats of refugees as soon as they set off on perilous journeys across the Mediterranean from Libya.

At a European summit on Thursday night the prime minister pushed for a tougher deterrent strategy, similar to the controversial Australian approach of turning away boats containing migrants, as he argued it is essential to destroy the people smugglers’ business model.

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19. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Flucht aus Afghanistan: Wer bleibt, hat schon verloren“ · Kategorien: Afghanistan

Quelle: NZZ

Fast jeder in Afghanistan träumt von einem besseren Leben im Ausland. Der Risiken sind sich die Ausreisewilligen durchaus bewusst. Doch der Wunsch zur Flucht ist stärker.

von Volker Pabst, Kabul

Einer der geschäftigsten Orte Kabuls ist das Passbüro. Frühmorgens schon, wenn die Stadt noch schläft, bilden sich Schlangen vor dem gelblichen Bau. Längst nicht allen gelingt es, auf Anhieb einen Pass zu beantragen. Vielen fehlt ein Dokument, ein Stempel, eine Unterschrift. Eine veritable Dienstleistungsindustrie in den Strassen um das Amt schafft Abhilfe. Unter bunten Sonnenschirmen stehen auf Klapptischen alte Computerdrucker, mit denen sich für einige Afghani Kopien erstellen lassen. Einige Meter weiter beglaubigen Notare die Dokumente. «Das Geschäft läuft gut», erklärt Hamid, der bei der Ausstellung von Grundbesitzurkunden behilflich ist, die einen Passantrag beschleunigen können. «Die Leute wollen weg. Sie brauchen Pässe.»

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19. März 2016 · Kommentare deaktiviert für Halbe „europäische Lösung“, aber ganz schnell · Kategorien: Europa, Türkei

Quelle: Telepolis

Im Deal mit der Türkei sollen Flüchtlinge schon ab 20. März von den griechischen Inseln in die Türkei zurückgeschoben werden

Florian Rötzer

Alle scheinen glücklich zu sein. Der Bruch ist vermieden worden. Es wurde eine Einigung mit der Türkei gefunden, der alle EU-Regierungschefs zugestimmt haben. Und alles soll jetzt ganz schnell gehen, um den Flüchtlingen keine Zeit zu lassen, noch schnell massenhaft nach Griechenland zu kommen, und um den Kritikern der Bundesregierung und vor allem der Kanzlerin den Wind aus den Segeln zu nehmen.

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19. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Jean Asselborn fordert Räumung von Idomeni“ · Kategorien: Balkanroute, Griechenland · Tags:

Quelle: Zeit Online

In Idomeni warten 10.000 Flüchtlinge auf die Weiterreise. Nach dem EU-Türkei-Deal verlangt Luxemburgs Außenminister, diese in menschenwürdige Auffanglager zu bringen.

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hat gefordert, das Flüchtlingslager nahe des griechischen Dorfes Idomeni zu räumen. Nach dem Treffen der türkischen Regierung mit den Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union sagte Asselborn, es sei klar, dass die erste Aufgabe sein muss, die Menschen in Idomeni in Busse zu setzen und in menschenwürdige Auffanglager in Griechenland zu bringen. „Diese Bilder müssen weg, das ist ganz klar.“

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19. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Idomeni nach dem EU-Türkei-Gipfel“ · Kategorien: Balkanroute, Griechenland

Quelle: DW

Es herrscht Ratlosigkeit unter den Flüchtlingen in Idomeni. Aber daran, dass provisorische Camp an der griechisch-mazedonischen Grenze zu verlassen, denken die Menschen nicht. Von Panagiotis Kouparanis, Idomeni.

Am Freitagabend ist es ruhig in Idomeni. Am Nachmittag, nachdem die Beschlüsse von Brüssel bekannt wurden, hatten einige Hunderte noch eine Protestkundgebung veranstaltet. Sie forderten die Öffnung der Grenzen und ließen Deutschland hochleben. Abends standen noch etwa 30 von den Jüngeren auf den Bahngleisen, die durch das Lager führen, und diskutierten lautstark. Soll man mehr Aktivitäten entwickeln, um die Öffnung der Grenze zu erzwingen? Soll man in Idomeni bleiben? Werden wir in die Türkei abgeschoben?

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