Ceuta hat 85.000 EinwohnerInnen auf 19 Quadratkilometern. Die Grenze der Halbinsel, die Ceuta von Marokko trennt, verläuft auf 8,5 Kilometern und zementiert ein enormes Wohlstandsgefälle, das weltweit nur von der Grenze zwischen Nord- und Südkorea übertroffen wird. Die Grenze besteht seit 2005 aus einem Doppelzaun mit einer Höhe von 6 Metern, mit Klingendraht versehen. Zwischen den Zäunen verläuft eine asphaltierte Straße für die Guardia Civil und die Polizei. Die Zäunen und Wachtürme sind mit Überwachungskameras und Nachtsichtkameras bestückt.
Der Grenzzaun mit Klingendraht kommt von dem Unternehmen European Security Fencing (s. http://www.esfdeutschland.de/pdfs/Katalog_ESF.pdf).
Die Zahl des eingesetzten paramlilitärischen Guardia Civil Personals an der Grenze und seine Einsatzregeln werden geheim gehalten. Der Apparat besteht neben den gewöhnlichen Guardia Civil Einheiten aus mobilen speziellen Aufstandsbekämpfungstruppen [Grupos de Reserva y Seguridad (GRS)] sowie Wasser-Spezialeinheiten [Grupos Especiales de Actividades Subacuáticas (GEAS)] und Meereinsatztruppen [Servicio Marítimo (SERMAR)].
An der Spitze der Kommandokette in Ceuta steht das „Zentrum komplexer Einsätze“ [Centro de Operaciones Complejas (COC)] das das Gebiet vor der EU-Grenze bis weit nach Marokko hinein überwacht. Es lenkt bei Flüchtlingsbewegungen die marokkanische Gendarmerie im Vorfeld und gibt seine Befehle an die Comandancia de Ceuta, an das Módulo de Intervención Rápida (MIR) der Grupos de Reserva y Seguridad (GRS), an den Servicio Marítimo und an die GEAS.
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