Ein Memorandum von Frontex resümmiert, dass im ersten Monat des Einsatzes der Frontex-Operation Triton vor Italien die Ankunft von Boat-people nicht reduziert oder gar gestoppt worden ist. 10.000 Boat-people seien im November 2014 in Italien angekommen. Ein Drittel von ihnen sei von Schiffen unter EU-Flagge [Frontex] aufgenommen worden. Immer mehr Frachter würden zur Rettungseinsätzen aufgefordert und genutzt, aber viele schalten inzwischen ihren Radioempfang und ihre Positionsmeldung aus, wenn sie sich in Nähe von Schiffbrüchigen sähen.
Das Frontex-Memorandum, das im untenstehenden Artikel zusammengefasst wird, empfiehlt Abkommen und Rückschiebungen nach Libyen, analog zu den Abkommen und Rückschiebungen nach Marokko [die sind als illegale Praxis derzeit in der internationalen Kritik]. Aber angesichts der politischen Lage in Libyen sei eine entsprechende Erwartung unrealistisch, so dass sich die Ankunft von Boat-people in den kommenden Monaten sogar erhöhen würde. Die EU solle eine bessere Umverteilung und Aufnahme von Bootsflüchtlingen und MigrantInnen angehen.
