Quelle: ARD Tagesschau
Die Polizei in Marokko bemüht sich seit Monaten, Flüchtlinge von den Grenzen zu den spanischen Nordafrika-Exklaven Melilla und Ceuta fernzuhalten. Jetzt kam es in Ceuta erstmals seit längerer Zeit wieder zu einem Massenansturm auf spanisches Gebiet. Zwei Menschen starben.
Die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla im nordafrikanischen Marokko sind seit den 1990er- Jahren mit meterhohen Zäunen umgeben. Polizisten sichern das Gebiet. Dennoch versuchen immer wieder verzweifelte Flüchtlinge, die Zäune zu überwinden und die Festung Europa zu erreichen.
Jetzt kam es in Ceuta erstmals seit Monaten wieder zu einem Massenansturm auf spanisches Gebiet. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Efe berichtete, waren etwa 250 afrikanische Flüchtlinge beteiligt, 185 soll die Flucht geglückt sein. Ein Teil der Flüchtlinge war von marokkanischem Gebiet aus über die Grenzzäune geklettert. Ein anderer Teil schwamm im Meer um die Grenzbefestigungen herum. Dabei ertranken zwei Menschen auf marokkanischer Seite. Zwölf Flüchtlinge erlitten schwere Verletzungen.