Seit den späten Abendstunden des 03.05.2016 senden 430 Boat-people vor Westlibyen SOS Signale. Die italienische und maltesische Küstenwache liefen in der Nacht trotz mehrfacher Aufforderung nicht zur Rettung aus. Sie verwiesen auf schlechtes Wetter und darauf, dass keine Marine-Schiffe in der Umgebung seien.
Tatsächlich sind am 03.05.2016 italienische Marineschiffe ausgelaufen, um vor der libyschen Küste das Schiff zu bergen, das im April 2015 700 bis 800 Bootsflüchtlinge beim Untergang in den Tod riss. Die Washington Post weist auf verbesserte Wetterbedingungen hin.
Ausserdem ist das Meeresgebiet vor der westlibyschen Küste die Todeszone, in der am meisten Boat-people umkommen. EUNAVFOR Med ist dort präsenter als in jeder anderen Meeresregion, und die italienische Marine ebenfalls: In Meeresregion befinden sich die libyschen Ölplattformen, die italienische Unternehmen bewirtschaften.
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