DW | 20.09.2017
Im Kampf gegen Schleuser hat Österreich mit „verdeckten Schwerpunktkontrollen“ entlang der Grenze zur Slowakei begonnen. Denn über den Balkan nach Mitteleuropa führen für Flüchtlinge wohl viele Wege.
Hintergrund der Maßnahme von Polizei und Militär sei, dass immer mehr Schlepper versuchten, Flüchtlinge über die Slowakei in Richtung Norden zu schleusen, sagte der österreichische Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil der deutschen Tageszeitung „Die Welt“ (Mittwoch). „Nach unseren Erkenntnissen entstehen in jüngster Zeit auf dem Balkan neue Schlepperrouten, nachdem Ungarn und Mazedonien den Schutz der EU-Außengrenzen deutlich verschärft haben.“
Welt | 18.09.2017
Ein Schleuser-Lastwagen mit irakischen Flüchtlingsfamilien auf der Ladefläche wird auf der Autobahn in Brandenburg angehalten. Im Grenzgebiet zu Polen gab es zuletzt ähnliche Einschleusungen. Gibt es einen Zusammenhang?
Die Bundespolizei hat in Ostbrandenburg einen Lastwagen mit 51 Flüchtlingen gestoppt und damit möglicherweise eine neue Schleuserroute offengelegt – von der Türkei über Osteuropa nach Deutschland. Der Lastwagen sei in der Türkei zugelassen, der Fahrer sei Türke, teilte die Polizei mit.
BBC News | 16.09.2017
In Pictures
About 100,000 people have arrived on Italian shores this year, after making the perilous journey across the Mediterranean from Libya.
They are joining many thousands more asylum seekers and migrants already in the country – many stuck there after other European countries closed their borders.
About 450 of them can be found in the Fenoglio camp, outside Turin, which is run by the Italian Red Cross.
It is supposed to be a transit camp, from where migrants are quickly transferred to reception centres – but the logjam in the system means many end up spending months here.
Photographer Marco Panzetti met the inhabitants of the camp on behalf of the Red Cross. […]
News Deeply | 12.09.2017
As Italy struggles to provide its migrants with the resources and support they need, refugees are increasingly vulnerable to being exploited. Now migrants are joining activist groups and using their personal experiences to help others fight for fair treatment.
Daniela Sala
CASERTA, Italy – “Kalifoo ground is like a supermarket: Masters pass by and choose the workers,” said Osman, a 33-year-old undocumented migrant in Italy.
Most of the African migrants at the Ex Canapificio social center in Caserta, in southwestern Italy, refer to the places they gather to find work as “kalifoo ground” – slave squares– and their employers as masters.
Kalifoo, meaning “slaves,” is the Libyan word for day-workers. When migrants from Ghana arrived in this part of Italy 20 years ago, local working conditions reminded them of Libya.
Weiterlesen »Migazin | 11.09.2017
Ein bundesweiter Zusammenschluss von rund 150 Migrationsforschern stellt der Bundesregierung ein schlechtes Zeugnis aus. Die Politik habe lange gebraucht zu erkennen, dass Deutschland ein Einwanderungsland sei. Diese Einsicht werde wieder infrage gestellt.
Knapp zwei Wochen vor der Bundestagswahl fordern führende Migrationsforscher einen Kurswechsel in der Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik. Man benötige sowohl eine umfassende Strategie gegen Nationalismus und Rassismus als auch zukunftsfähige Konzepte für die Flüchtlingspolitik, heißt es in einem vom Rat für Migration am Freitag veröffentlichten Manifest. Rund 150 Wissenschaftler haben sich in dem Gremium zusammengeschlossen.
DW | 28.08.17
Die Anzahl neuankommender Migranten in Italien geht seit einigen Wochen rasant zurück. Trotzdem haben kleine Gemeinden in Süditalien weiterhin alle Hände voll zu tun.
Doris Pundy berichtet aus Sizilien.
9.30 Uhr vor Europas größtem Flüchtlingslager: Etwa einhundert Männer, Frauen und Kinder warten in der prallen Sonne auf den Bus, der jeden Morgen nach Mineo fährt. Die Kleinstadt Mineo liegt etwa zehn Kilometer vom Lager entfernt, im sizilianischen Hinterland. Der Bus ist neben klapprigen Fahrrädern die einzige Verbindung zwischen dem abgelegenen, isolierten Lager und der sizilianischen Bevölkerung.
bpb | 14.08.2017
Südosteuropa ist vor allem mit Mittel- und Westeuropa durch eine lange Tradition der Migrationen von Menschen in beide Richtungen eng verbunden. Sylvia Hahn macht in ihrem Beitrag die langwährende Verflechtung der beiden Gegenden unseres Kontinents durch vielfältige Migrationsströme deutlich.
Refugees Deeply | 14.08.2017
As people trickle back to Calais after the demolition of the Jungle camp, authorities are doing all they can to prevent another camp from forming. In this photo essay, Julien Pitinome meets some of the refugees hiding out in forests and running from authorities.
CALAIS, France – They live in quiet corners of Calais and forests on the edge of town. They must stay out of sight of the police who are on the hunt for refugees returning to the port city.
Local organizations estimate between 500 and 600 people are back in Calais since the demolition of the “Jungle” migrant camp and dispersal of some 10,000 people last October. They include former Jungle residents and new arrivals. Around 200 of them are children traveling alone.
Many hope to find a way across the English Channel to fulfill different dreams: joining relatives, making use of their English skills to build a better life, seeking asylum in the U.K. amid frustration with the slow process in France. […]
NZZ | 22.08.2017
Die Bulgaren haben Angst, bei einer neuen Flüchtlingswelle zum Auffanglager Europas zu werden. Die konzeptlosen Behörden setzen deshalb auf Repression und tolerieren Willkür.
von Ivo Mijnssen, Charmanli
Eigentlich hat Iwajlo Simeonow ja nichts gegen die Familie Jaber. Gute Menschen seien die Syrer, die wohl wirklich vor einem Krieg geflohen seien und ihm leidtäten, meint der 41-jährige Bürgermeister der bulgarischen Kleinstadt Elin Pelin. Und doch will er sie nicht in seiner Gemeinde: «Hier haben wir keine Muslime. Die lokale Bevölkerung sieht in Menschen mit einem Kopftuch eine Gefahr.» Auf diese Stimmung habe er reagiert und den Jabers die Registrierung verweigert – obwohl sie anerkannte Flüchtlinge sind und er rechtlich dazu verpflichtet wäre.
