Die US-Luftwaffe erhält feste Stützpunkte in Andalusien. Geostrategisch geht es den Vereinigten Staaten um den Einsatz in Afrika.
Quelle: taz
Für Krisenintervention in Nordafrika
Spanien wird US-Aufmarschgebiet
MADRID taz | Die iberische Halbinsel ist künftig Dreh- und Angelpunkt, wenn es um die US-Strategie in Afrika geht. Der stellvertretende US-Aussenminister Tony Blinken und sein spanischer Kollege Ignacio Ibáñez unterzeichneten am Mittwochnachmittag ein bilaterales Abkommen. Demnach wird der Luftwaffenstützpunkt Morón de la Frontera, rund 50 Kilometer von der südspanischen Stadt Sevilla entfernt, auf unbestimmte Zeit der US-Airforce überlassen. Bisher wurde die US-Präsenz von Madrid jährlich verlängert. Die US-Airforce wird in Morón eine Schnelle Eingreiftruppe stationieren, die US-Interessen in Afrika schützen soll. Dazu werden die 800 Soldaten auf 2.200 aufgestockt. Ihnen stehen 26 Flugzeuge statt bisher 17 zur Verfügung. Insgesamt können – so das neue Abkommen – bis zu 3.000 Mann und 44 Flugzeuge stationiert werden.
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