Liebe Syrien-Interessierte, liebe AbonnentInnen des Newsletters,
diese Woche vermeldete die UN, dass nunmehr 1 Million syrischer Flüchtlinge im Ausland registriert wurden. Außer Frage steht, dass diese Zahl nur einen Teil des Flüchtlingsstroms abbildet, da manche Flüchtlinge zunächst von den Ersparnissen leben, Unterschlupf bei Verwandten suchen oder die Illegalität einem Leben im Lager vorziehen. Der UN-Flüchtlingskommissar hält gar eine Verdreifachung der Flüchtlingszahl bis Ende 2013 für möglich. Obwohl der UN 1,5 Milliarden Dollar zugesagt wurden, kamen bislang nur ein Viertel der versprochenen Hilfen an. Flüchtlings- und Hilfsorganisationen sehen v.a. die Situation in Jordanien und Libanon vor dem Kollaps, denn beide Länder nahmen bereits mehr als 300.000 Syrer auf. Deutschland und die EU weigern sich weiterhin, mehr als nur Hilfe vor Ort zu leisten. Syrische Flüchtlinge sollen nicht in großer Zahl nach Europa gelangen. In Griechenland ist der illegale Zustrom von Syrern bemerkbar, anonyme Opfer der gefährlichen Seeüberfahrt werden seit Monaten bestattet. Mehr zum Thema der Flüchtlinge und Deutschlands Nicht-Beitrag in der Krise finden Sie in der Netzschau (s. Link unten).