Quelle: Telepolis Heise Online
von Kurt Gritsch
Die ökonomische Situation im Kosovo ist katastrophal – ein Zustand, für den Deutschland mitverantwortlich ist
Weil ihnen legale Einwanderungsmöglichkeiten verwehrt sind, stellen viele Kosovaren einen Antrag auf Asyl. Und obwohl dieser meistens zu Recht abgelehnt wird, sind die Migrationsgründe mehr als gerechtfertigt, denn die ökonomische Situation im Kosovo ist katastrophal. Doch die Folgen einer verfehlten Kosovo-Politik will nun keiner tragen.
Zehntausende Kosovo-Flüchtlinge 2015
Anfangs 2015 geriet der Kosovo wieder einmal in den Fokus westlicher Medien – diesmal, weil die Anzahl der Asylgesuche sprunghaft angestiegen waren. Doch während aus Syrien, Lybien, Eritrea oder Nigeria Menschen vor Kriegshandlungen flohen, kamen aus dem Kosovo „nur“ Wirtschaftsflüchtlinge. Und diese „sollen draußen bleiben“, meinte Roland Tichy in der Bild am Sonntag am 15. Februar 2015, wenngleich er einräumen musste, dass die Ursachen der Migration in Armut und Perspektivlosigkeit liegen und es „nicht verwerflich [ist], wenn jemand vor Not und Elend flieht.“[1]
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