31. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für Flüchtlingsprotest Brandenburger Tor – Faustschläge und Tritte · Kategorien: Deutschland · Tags:

Faustschläge und Tritte am Brandenburger Tor

‚Die Polizei ist in der Nacht zum Mittwoch erneut gegen die Proteste von Flüchtlinge vor dem Brandenburger Tor vorgegangen. Mehrere dort Demonstrierende wurden vorübergehend festgenommen, weil sie versucht hatten, die Polizei daran zu hindern, den hungerstreikenden Flüchtlingen erneut Schlafsäcke wegzunehmen. Dabei sei es zu Rangeleien gekommen, unterschiedlichen Berichten zufolge sind dabei auch Menschen durch Faustschläge und Tritte von Beamten verletzt worden. „Die Auflagen müssen erfüllt werden, sonst haben wir da eine Zeltstadt“, wird eine Polizeisprecherin von einer Nachrichtenagentur zitiert.‘
ND-Bericht vom 31.10.2012
http://www.neues-deutschland.de/artikel/802864.faustschlaege-und-tritte-am-brandenburger-tor.html

31. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für „Schickt mich zurück nach Somalia, aber nicht nach Italien!“ · Kategorien: Deutschland, Italien, Libyen · Tags: , ,

Zeit online 30.10.2012

Flüchtlinge „Schickt mich zurück nach Somalia, aber nicht nach Italien!“

In Somalia war Mustaf Harun Journalist, bis er vor den Islamisten fliehen musste. Die wahre Hölle aber erlebte er erst als Flüchtling in Europa.

Mustaf Harun vor dem Reichstag in Berlin

„Können Sie bitte die Kamera für mich bedienen?“, fragt Mustaf Harun und stellt sich lächelnd vor das Brandenburger Tor in Berlin. Mit professioneller Moderatorenmimik beginnt der junge Journalist, auf Somali etwas über die Geschichte der Bundesrepublik zu erzählen. Die kleine Amateur-Kamera folgt ihm.

Später wird er seinen Beitrag auf das Portal des somalischen Senders Universal TV hochladen.“

Vollständiger Text:

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-10/asylbewerber-berlin-deutschland-fluechtlinge/

31. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für EU Hilfe für griechische Abschiebeknäste und Abschottung · Kategorien: Deutschland, Griechenland · Tags:

Question Time in the German Bundestag on 24 October 2012 (13.35 to 15.35 hrs)

Answered by Minister of State Cornelia Pieper

Question no. 33
Andrej Hunko, Member of the Bundestag
The Left Party parliamentary group

Question:

What additional information does the Federal Government now have about EU financial support for the construction and/or renovation of Greek detention centres for people facing deportation or other reception facilities (including for the temporary accommodation of Syrian refugees), which in April 2012 the Federal Government said it largely had no knowledge of in its answer to my written question 7, Bundestag printed paper 17/9307, and my oral question 63 (record of plenary proceedings 17/177); and what funds or other forms of support from the EU and its Member States are being or have been, since 2011, made available or used for the renovation, restructuring and construction of such facilities or, in connection with this, the establishment of new police units and police stations throughout the country?

Answer:

The Greek government’s National Action Plan on Asylum Reform and Migration Management, which provides for the construction of reception facilities, among other measures, receives financial support from the EU Commission in the form of 9.8 million euros in emergency funding from the European Refugee Fund. The European Union is providing personnel and non-financial support for the implementation of the National Action Plan via the European Asylum Support Office (EASO) and the European Commission. For example, EASO is deploying asylum support teams composed of officials from the EU Member States. Frontex, the EU border agency, is supporting Greece in the field of border management. In addition, funding from the EU External Borders Fund and the European Return Fund, among others, is available for Greece. According to the European Commission, which manages these funds, Greece has not yet submitted complete plans for all planned facilities, meaning that the EU’s financial contribution cannot yet be specified exactly.

To date, Greece has only applied for EU funding for individual projects: funding for the construction or renovation of reception centres in Filakio, Orestiada and Karoti from the EU External Borders Fund, for example, or funding for detention facilities in Athens, Elliniko and Aspropyros from the European Return Fund.
In this context, Germany will support proposals at the European Union’s Justice and Home Affairs Council on 25-26 October 2012 to make it significantly easier for Member States experiencing economic difficulties, such as Greece, to access funding from EU funds such as the External Borders Fund and the Return Fund by reducing the required national co-financing rate.

The Federal Government is also actively participating in support for Greece in the framework of the EU assistance coordinated by EASO, by sending experts from the Federal Office for Migration and Refugees (BAMF) to Athens, and at bilateral level by sending a BAMF liaison officer to Greece. Additionally, both in the framework of Frontex and on a bilateral basis, officers from the Federal Police are being sent to Greece and technical support for border surveillance is being made available.

The assistance provided by Germany or by the EU funds specified above is not intended as support for the establishment of new police units or police stations as such.

31. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für EU Griechenland: Aktionsplan Asyl Migration · Kategorien: Europa, Griechenland · Tags:

http://www.statewatch.org/news/2012/oct/eu-com-greece-migration-15358-12.pdf

31. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für Flüchtlingsprotest Brandenburger Tor, Hungerstreik · Kategorien: Deutschland · Tags:

taz 30.10.2012

http://www.taz.de/Hungerstreik-fortgesetzt/!104606/

Hungerstreik fortgesetzt

Plötzlich ist Renate Künast da

Seit Tagen verharren Flüchtlinge auf dem Pariser Platz im Hungerstreik – fest entschlossen trotz Kälte und Gängelung durch die Polizei. Eine Nahaufnahme.

von Julia Amberger

Es ist ein trostloser Anblick, der sich Passanten am Brandenburger Tor bietet: Vor dem Wahrzeichen liegt ein Bündel aus Regenschirmen, Eierschachteln, Stofffetzen und vom Regen aufgeweichten Bannern mit der Aufschrift „Stopp Abschiebung“. Unter einem Regenschirm lugen zwei Beine in einer khakifarbener Skihose hervor. „Der Tee ist das Einzige, was uns noch wärmt“, sagt Hamid und zieht die schwarze Mütze ins Gesicht – „Berlin“ steht darauf. Mit verschränkten Armen steht der Iraner vor dem Lumpenhaufen, als wolle er die Menschen hier beschützen, Flüchtlinge aus aller Welt, die wie er nach Berlin marschiert sind, um für einen menschenwürdigen Umgang mit Asylbewerbern zu kämpfen.Bisher ignorieren die Politiker, die ein paar hundert Meter weiter das Land regieren, die Forderungen. Deshalb haben einige der Flüchtlinge am Mittwoch aufgehört zu essen. Die Polizei versucht alles, die von Hunger und Kälte geschwächten Demonstranten zu vertreiben. „Aber wir werden bleiben“, sagt Hamid bestimmt.

Ohne Unterstützer wäre das nicht möglich: Bis zu 50 Frauen und Männer sind zeitweise bei den Flüchtlingen versammelt, kochen Tee, tragen Transparente. Wie Steffen Aumüller. Der Student hat die letzten Nächte bei den Flüchtlingen gewacht. „Zwischen zwei und vier Uhr, wenn nur ein paar Partygäste vor dem Brandenburger Tor posieren, dann kommen Polizisten vorbei“, sagt er. „Letzte Nacht haben sie den Demonstranten sogar die Rettungsdecken abgenommen.“

Fisura, 42, auch sie Iranerin, hockt mit angewinkelten Beinen am Lager aus Schirmen und Stofffetzen. Die weiße, viel zu große Strickmütze mit roter Krempe hat sie tief ins feine Gesicht gezogen, ihre Lippen sind rot geschminkt. Auch sie habe seit Mittwoch nicht mehr gegessen, erzählt sie, und nippt an einem Becher Pfefferminztee. „Für die Zukunft meiner Töchter mache ich alles“, sagt Fisura. Als die noch 16 und 18 Jahre alt waren, ist sie mit ihnen geflohen.

Dem Zug angeschlossen

„Wir mussten Hals über Kopf weg“, erzählt die Lehrerin und deutet mit dem Finger eine Schlinge um ihren Hals an: „Meine ältere Tochter wurde bedroht.“ Sie landeten in Kassel, wo sie zweieinhalb Jahre zwischen Dreck und Kartons hausen mussten. „Es gab nur eine Toilette pro Stock, die war ständig verstopft.“ Fisura schüttelt den Kopf. „Ich habe meine Schüler vermisst und meine Familie“, erzählt sie. „Das war unerträglich“. Als der Flüchtlingszug nach Berlin kam, hat sie sich mit ihren Töchtern angeschlossen. Sie hat den Traum noch nicht aufgegeben, in Deutschland ein Leben zu führen, das ihrem Lebensstandard im Iran nahekommt. „Ich wünsche mir, dass meine Tochter ihr Architekturstudium fortführen kann.“ Ihre Augen leuchten. „Und ich möchte wieder in einem warmen Haus schlafen.“

Ein Tourist um die 50, cremefarbener Mantel, die Knöpfe spannen am Bauch, beugt sich über den Haufen an Regenschirmen und Lumpen. Als er Fisuras Blick spürt, schreckt er zurück. „Mein Buchhalter wohnt in einem 800-Einwohner-Dorf“, erzählt der Kaufmann einem der Unterstützer, „da sollen jetzt 500 Asylbewerber aufgenommen werden. Wie soll denn das funktionieren?“ Er schüttelt den Kopf und geht weiter.

Plötzlich ist Renate Künast da. Fisura erkennt die Grünen-Politikerin, springt auf und zerrt vier Männer in Anoraks hoch, die neben ihr vor sich hin gedämmert haben. „Ich bin mit meinen Töchtern geflohen“, ruft sie und streckt ihren Arm hoch. „Meine Töchter sind klug, ich wünsche mir eine gute Zukunft für sie.“ Künast ist von Demonstranten umzingelt. „Deutschland stellt gute Autos und schöne Häuser her, aber wer denkt an uns? Wir sind auch Menschen!“, ruft ein anderer Demonstrant. Die Grüne nickt verständnisvoll: „Das Wichtigste ist für uns, dass Sie protestieren dürfen und Ihre Gesundheit nicht gefährdet ist.“

Hamid schüttelt den Kopf. Dasselbe habe er schon letzte Nacht gehört. Da hatte Mittes Ordnungsstadtrat Carsten Spallek die Demonstranten überreden wollen, in einer Notunterkunft zu übernachten. „Wir hätten den Protest unterbrechen müssen, die Polizei hätte wahrscheinlich auch Schirme und Plakate mitgenommen“, glaubt Hamid. Zwar garantierten die Beamten den Flüchtlingen, am nächsten Morgen zurückkehren zu können. „Aber wir vertrauen ihnen nicht“, so Hamid. „Die Polizei sagt alle 30 Minuten etwas anderes. Die wollen uns loswerden.“ Er richtet sich auf und verschränkt die Arme vor der Brust wie ein Bodyguard. „Lieber sterben wir hier als im Gefängnis.“

31. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für Racial Profiling · Kategorien: Deutschland · Tags: ,

OVG Rheinland-Pfalz: Polizeiliche Personenkontrollen aufgrund der Hautfarbe unzulässig (Die Presse)

http://thevoiceforum.org/node/2874

Racial Profiling: Personenkontrollen aufgrund der „Hautfarbe“ vom Oberverwaltungsgericht als unzulässig erklärt. Initiative Schwarze Menschen in Deutschland – ISD Bund e.V

Die Bundesrepublik Deutschland entschuldigt sich beim Kläger.

Am heutigen Montag, den 29.10.2012, hat vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Rheinland Pfalz in Koblenz die Berufungsverhandlung zur Rechtmäßigkeit von Personenkontrollen bei Bahnreisenden aufgrund phänotypischer Merkmale stattgefunden. Das Oberverwaltungsgericht erklärte im Fall des Klägers das Kriterium der „Hautfarbe“ als Legitimation für eine Kontrolle als Verstoß gegen das Grundgesetz und damit die polizeiliche Maßnahme für nicht zulässig.

Das Gericht sprach sich damit klar gegen die Praxis des „Racial/Ethnic Profiling* aus. „Für die Befragung und die Aufforderung, Ausweispapiere vorzulegen – nach Paragraph 22 Absatz 1a Bundespolizeigesetz – im vorliegenden Fall, ist der Anknüpfungspunkt der Hautfarbe nicht zulässig. Die Maßnahmen verstoßen gegen das Diskriminierungsverbot nach Artikel 3 Absatz 3 Grundgesetz, so dass sie ermessen-fehlerhaft waren“, erklärte Richterin Dagmar Wünsch. Das Urteil habe eine bestimmte, direktive Wirkung für zukünftige Fälle, sagte Richter Doktor Stahnecker.

Mit seiner Entscheidung erklärte das Gericht auch das Urteil des Verwaltungsgerichts Koblenz vom Februar 2012 für wirkungslos. Es hatte in erster Instanz entschieden, dass die Beamten „die Auswahl der anzusprechenden Personen auch nach dem äußeren Erscheinungsbild vornehmen“ dürfen. Im konkreten Fall war der heute 26-Jährige Schwarze deutsche Kläger aus Kassel im Dezember 2010 auf einer Regionalstrecke von Kassel nach Frankfurt/Main von zwei Bundespolizisten kontrolliert worden. Er hatte gegen die polizeiliche Maßnahme geklagt.

Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) begrüßt das heutige Urteil, das die rassistisch konnotierten Arbeitsmethoden der Bundespolizei rügt. „Seit Jahren kämpfen wir für eine öffentliche Wahrnehmung dieser Praxis. Polizeikontrollen dieser Art sind kein Einzelfall. Sie beschreiben die Alltagserfahrung vieler Schwarzer Menschen und People of Color in Deutschland. Durch die polizeiliche Praxis werden sie als Verdächtige gekennzeichnet und kriminalisiert. Wir hoffen daher auf ein grundsätzliches politisches Signal durch dieses Urteil“, sagt Tahir Della, Vorstandsmitglied der ISD. Das Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. (BUG) hatte dem Oberverwaltungsgericht ein Rechtsgutachten bezüglich des im Grundgesetz verankerten Gleichheitsgrundsatzes und “Racial/Ethnic Profiling“ als Methode bei Polizeikontrollen vorgelegt. „Der Gleichbehandlungsgrundsatz des Grundgesetzes muss ein zentraler Aspekt der Polizeiarbeit sein. Jetzt bleibt abzuwarten, ob durch die Entscheidung die zukünftige Polizeipraxis nachhaltig geändert wird“, äußert Vera Egenberger, Geschäftsführerin des BUG nach der Verhandlung. Die ISD und das BUG werden weiterhin beobachten, ob Menschenrechtsstandards bei Personenkontrollen durch die Polizei respektiert werden.

*Die Praxis des sogenannten „Racial/Ethnic Profiling“ beschreibt die diskriminierende Verwendung von Zuschreibungen (wie ethnische Zugehörigkeit, Hautfarbe, nationale Herkunft oder Religion) als Grundlage für Identitätskontrollen und Durchsuchungen ohne konkretes Indiz durch die Polizei.

Initiative Schwarze Menschen in Deutschland – ISD Bund e.V

Press: Financial Times Deutschland

Racial Profiling gerichtlich untersagt: Polizisten dürfen nicht aufgrund von Hautfarbe kontrollieren

Ein schwarzer deutscher Student aus Kassel war während einer Zugfahrt von Bundespolizisten kontrolliert worden und hatte gegen die Maßnahme geklagt. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Koblenz entschied am Dienstag, dass die Ausweiskontrolle rechtswidrig war, da für die Polizisten die Hautfarbe des Studenten ausschlaggebend für die Kontrolle war.

Ein schwarzer deutscher Student aus Kassel war während einer Zugfahrt von Bundespolizisten kontrolliert worden und hatte gegen die Maßnahme geklagt. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Koblenz entschied am Dienstag, dass die Ausweiskontrolle rechtswidrig war, da für die Polizisten die Hautfarbe des Studenten ausschlaggebend für die Kontrolle war.

Ein Sprecher des Oberverwaltungsgerichts sagte heute:“Das Gericht hat deutlich gemacht, dass aus seiner Sicht die Ausweiskontrolle rechtswidrig war, weil sie ausschlaggebend an der Hautfarbe anknüpfte.“ Vertreter der Bundespolizei hätten sich am Montag bei der mündlichen Verhandlung bei dem Mann entschuldigt, sein Anwalt habe den Fall dann für erledigt erklärt. In einem Strafverfahren wegen Beleidigung gegen den Studenten hatte einer der Polizisten gesagt, er spreche Reisende an, die ihm als Ausländer erschienen – auch wegen ihrer Hautfarbe. Dagegen hatte der Student geklagt, war aber zunächst vor dem Verwaltungsgericht Koblenz gescheitert. Damals hatten die Richter ihre Entscheidung damit begründet, dass er auf einer Bahnstrecke unterwegs gewesen sei, die für unerlaubte Einreisen genutzt werde. Da nur Stichproben möglich seien, dürften Beamte Fahrgäste auch nach ihrem Aussehen auswählen. Der Student legte Berufung gegen das Urteil ein (Az.: 7 A 10532/12.OVG) und bekam nun vom Oberverwaltungsgericht Recht zugesprochen. Das OVG erklärte die Entscheidung des Verwaltungsgerichts für wirkungslos.

Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) begrüßt das Urteil Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) begrüßt in einer Meldung auf ihrer Homepage das heutige Urteil. Sie sehen im „Racial Profiling“ eine „rassistisch konnotierte Arbeitsmethode“ und rügen diese Praxis scharf. „Seit Jahren kämpfen wir für eine öffentliche Wahrnehmung dieser Praxis. Polizeikontrollen dieser Art sind kein Einzelfall. Sie beschreiben die Alltagserfahrung vieler Schwarzer Menschen und People of Color in Deutschland. Durch die polizeiliche Praxis werden sie als Verdächtige gekennzeichnet und kriminalisiert. Wir hoffen daher auf ein grundsätzliches politisches Signal durch dieses Urteil“, sagt Tahir Della, Vorstandsmitglied der ISD.

Auch die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, wertete den Beschluss positiv. „Damit steht fest, dass allein die Hautfarbe eines Menschen kein Kriterium für eine polizeiliche Personenkontrolle sein darf.“ Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International sprach von einem wichtigen Signal gegen Diskriminierung bei Personenkontrollen. Das Deutsche Institut für Menschenrechte erklärte, die Bundesregierung sei nun in der Pflicht sicherzustellen, dass die Bundespolizei die bisherige Praxis nicht mehr anwende.

Polizeigewerkschaft: „schöngeistige Rechtspflege“

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat das Urteil scharf kritisiert. “Man sieht wieder einmal, die Gerichte machen schöngeistige Rechtspflege, aber richten sich nicht an der Praxis aus“, sagte der DPolG-Bundesvorsitzende Rainer Wendt am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Die Entscheidung sei zu respektieren, die Polizeiarbeit mache sie aber nicht leichter, sagte Wendt.

http://www.ftd.de/politik/deutschland/:racial-profiling-gerichtlich-untersagt-polizisten-duerfen-nicht-aufgrund-von-hautfarbe-kontrollieren/70111772.html

Vorankündigung: Hauptverhandlung wegen „Racial Profiling“ vor dem OVG Koblenz am 29.10.2012

http://thevoiceforum.org/node/2853

31. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für Flüchtlingsprotest Brandenburger Tor – Material und Petition · Kategorien: Deutschland · Tags:

Zeitungsartikel und Nachrichten über den Flüchtlingsprotestmarsch von Würzburg nach Berlin, über die Aktionen der Flüchtlinge in Berlin und die Reaktionen – zuletzt die Wegnahme der Zelte und wärmenden Utensilien der hungerstreikenden Flüchtlinge am Brandenburger Tor. Hiergegen richtet sich die hier weitergeleitete Petition.

flüchtlingskarawane nach berlin

http://www.change.org/de/Petitionen/dr-christian-hanke-bezirksb%C3%BCrgermeister-berlin-mitte-duldung-der-fl%C3%BCchtlingsproteste-auf-dem-pariser-platz


									
31. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für Kompass – AntiRa – Newsletter Nr. 9 – November 2012 · Kategorien: Deutschland · Tags: ,
+++ Protestmarsch-Demo und weitere Aktionen der selbstorganisierten Flüchtlinge in Berlin +++ Urteil im Piratenprozess +++ Rundreise mit Aktivist aus Bamako/Mali +++ Veranstaltung und Treffen gewerkschaftlicher Anlaufstellen in München +++ Protestkult(o)ur/SOS nach Brüssel +++ Gegen die IMK in Rostock +++ Internationale Konferenz in Oldenburg +++ Weitere überregionale und transnationale Termine +++ 2013 – 20 Jahre faktische Abschaffung des Asylrechts… +++

Über 6000 TeilnehmerInnen kamen am 13.10. zur Abschlussdemo in Berlin zusammen, und abgesehen vom Migrationsaktionstag im Rahmen des G-8 in Rostock 2007 gab es seit vielen Jahren keine vergleichbar große Demo für die Rechte der Flüchtlinge in Deutschland. Nur zwei Tage später, am 15.10.,  besetzten AktivistInnen von The Voice die nigerianische Botschaft, um gegen die Kollaboration bei Abschiebungen zu protestieren. Eine mutige Aktion, auf die von der Polizei äußerst repressiv reagiert wurde. Doch das Protestcamp der Flüchtlinge auf dem Oranienplatz in Berlin besteht weiter, auch als Diskussionsraum, um über Formen und nächste Ziele des selbstorganisierten Widerstandes zu beraten. Weiterlesen »

29. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für Flüchtlingsprotest Brandenburger Tor 29.10.2012 · Kategorien: Deutschland

taz 29.10.2012

Flüchtlinge in Berlin
Eiskalte Schikanen
Kritik am Umgang mit Hungerstreikenden wächst. Opposition: „Unmenschliches Vorgehen“. Sozialsenator appelliert.von Konrad Litschko / Nikolai Schreiter

„Sie lassen sich immer was Neues einfallen“, stöhnt Hamid M. Der iranische Hungerstreikende blickt müde, er verschränkt die Arme vor dem dicken Anorak, spricht leise. „Die Polizei hat nur ein Ziel“, sagt der 29-Jährige. „Dass wir hier verschwinden.“

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29. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für Flüchtlingsprotest Wassmannsdorf – Video · Kategorien: Deutschland · Tags:
[Berlin] Refugee Protest Camp: VIDEO Solidarity Action in Lager Waßmannsdorf 27.10

Please spread this video beyond your communities and your neighbourhoods 
for the call to closedown the refugee lagers and camps!!
In Solidarity we remain with protest camp in Berlin.

VIDEO:
http://vimeo.com/52344815

27. Oktober 2012. From the Refugee Protest Camp in Berlin Oranienplatz
starts a solidarity action with the Refugees in the Lager Waßmannsdorf.
The nazi aggression they suffered on October 9th added itself to isolation
and daily fear of deportation the Refugees have to live with. We went
there with the message: You are not alone. Join us on struggle!