Private Initiativen gegen den Notstand auf dem Mittelmeer
Matthias Monroy
Derzeit sind so viele Menschen auf der Flucht wie seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr. Dass Tausende auf dem Mittelmeer ertrinken, nehmen Privatleute und Aktivisten nicht mehr hin
Vergangenes Jahr hatte die italienische Regierung mithilfe der Marine mehr als 140.000 Geflüchtete auf dem Mittelmeer aufgegriffen und aufs Festland gebracht. Italien betonte stets, dass es sich dabei eigentlich um ein europäisches Problem handele, mithin die EU Hilfe leisten müsse. Zwar erhielt Italien finanzielle Unterstützung bei der Unterbringung der Migranten, die italienische Seenotrettungsoperation „Mare Nostrum“ wollten die übrigen 27 Mitgliedstaaten aber nicht weiterführen (Wegschauen, statt Flüchtlinge retten).
