06. September 2015 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlinge in Ungarn: Reise der Hoffnung – Gleise ins Nichts“ · Kategorien: Balkanroute, Serbien, Ungarn

Quelle: Spiegel Online

Kaum hat sich die Lage in Ungarns Hauptstadt Budapest entspannt, kommen im Süden immer neue Flüchtlinge an, die den Weg in den Westen suchen. Die Behörden sind überfordert, Helfer werfen der Regierung vor, sie tue bewusst nichts für die Flüchtlinge.

Aus Röszke, Ungarn, berichtet Keno Verseck

Manche glauben, sie würden durch ein Tor der Hoffnung treten. Sie laufen auf den Bahnschienen entlang, von der serbischen Seite hinüber nach Ungarn, schauen nicht auf die Stacheldrahtrollen links und rechts, bemerken nicht, dass Gefängnisinsassen 200 Meter weiter schon den nächsten Zaun bauen, vier Meter hoch, und rufen begeistert:

„Hungary! Hungary! Good!“ Erleichterung, Freude in ihren Gesichtern. Als wären sie schon am Ziel.

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06. September 2015 · Kommentare deaktiviert für „EU will Balkan zur sicheren Herkunftsregion erklären“ · Kategorien: Deutschland, Europa · Tags:

Quelle: Zeit Online

Wer hat Anrecht auf Asyl, wer darf abgeschoben werden? Seit Monaten wird darüber in Deutschland gestritten. Nun will die EU-Kommission sichere Herkunftsländer festlegen.

Die EU-Kommission will die Staaten des westlichen Balkans und die Türkei einem Zeitungsbericht zufolge zu sicheren Herkunftsstaaten erklären lassen und die Zuwanderung aus diesen Ländern damit erschweren. Einen entsprechenden Vorschlag werde sie am Mittwoch vorlegen, berichtete die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung unter Berufung auf die Kommission. Damit würden Albanien, Montenegro und der Kosovo zu sicheren Staaten erklärt, was in Deutschland bisher nicht der Fall ist. Bei der Frage gibt es vor allem Widerstand der Grünen, die über den Bundesrat ihren Einfluss geltend machen können.

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06. September 2015 · Kommentare deaktiviert für „Refugee crisis: eight life stories from Budapest’s Keleti station“ · Kategorien: Balkanroute · Tags:

Quelle: The Guardian

Scenes of welcome have awaited refugees in Germany, but what caused them to flee their homes in the first place?

‘I want to go back to my country and teach people’

Majd Haaj Hassan is as quick with a Shakespeare quotation, reeling off Sonnet XVIII in a grubby refugee camp, as he is with a political analysis of Syria’s woes.

Like many of those who could afford the steep smugglers’ fees to cross the first borders into Europe, the English literature student, who is still determined to graduate from some university, somewhere, comes from a wealthy family.

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06. September 2015 · Kommentare deaktiviert für „EU-Kommission will Flüchtlingsquoten festlegen“ · Kategorien: Deutschland, Europa · Tags:

Quelle: FAZ

Entlastung für Ungarn, Italien und Griechenland: Flüchtlinge aus bestimmten Ländern sollen fair auf die EU-Staaten verteilt werden. Gegner einer Verteilungsquote können sich vorübergehend freikaufen.

Die EU-Kommission will Ungarn um 54.000 schutzbedürftige Flüchtlinge entlasten und diese nach einem festen Schlüssel auf die Mitgliedstaaten verteilen. Aus Griechenland sollen 50.400 Flüchtlinge umgesiedelt werden, aus Italien 15.600. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung lag ein entsprechender Notfallplan am Samstag vor. Die Kommission will ihn am kommenden Mittwoch formell beschließen, Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker wird ihn dann der Öffentlichkeit vorstellen.

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06. September 2015 · Kommentare deaktiviert für „Vier Züge fahren in der Nacht in München ein“ · Kategorien: Deutschland, Österreich · Tags:

Quelle: Süddeutsche Zeitung

  • In der Nacht erreichen noch einmal vier Züge mit Flüchtlingen München. Die etwa 2000 Menschen waren aus Ungarn über Österreich nach Deutschland eingereist.
  • Von München aus geht es für viele weiter: Noch in der Nacht sollten Züge nach Dortmund und Braunschweig fahren.
  • Am Dortmunder Hauptbahnhof marschieren am frühen Sonntagmorgen etwa 30 Mitglieder der Partei „Die Rechte“ auf. Gegendemonstranten und Polizei schaffen es, dass sich die Demonstration gegen den erwarteten Flüchtlingszug nach etwa einer Stunde auflöst.
  • Lesen Sie hier alles zu den Ereignissen des Samstags.

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06. September 2015 · Kommentare deaktiviert für Budapest: Zwischen Müll und Matratzen · Kategorien: Balkanroute, Österreich, Ungarn

Quelle: Zeit Online

Der Budapester Keleti-Bahnhof leert sich nur langsam. Flüchtlinge campieren im Chaos. Die wenigen Helfer versuchen dort, das Versagen des Staates auszugleichen.

von Ferdinand Otto

Am Morgen nach dem ersten Flüchtlingstreck Richtung Grenze, dem March of Hope, scheint sich am Budapester Keleti-Bahnhof kaum etwas geändert zu haben. Zwar sind Tausende Flüchtlinge mit Bussen und Bahnen nach Österreich und Deutschland abgereist. Doch die Unterführung, wo sie wochenlang ausgeharrt hatten, gleicht noch immer einem Bettenlager: Überall liegen, sitzen, schlafen, stehen Mütter, Kinder, Junge und Alte zwischen Müllbergen, Zelten, Isomatten, auf Papplagern.

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05. September 2015 · Kommentare deaktiviert für „Österreich erwartet heute bis zu 10.000 Flüchtlinge“ · Kategorien: Österreich, Ungarn · Tags:

Quelle: Zeit Online

Hunderte Flüchtlinge sind mit Zügen in Wien angekommen und in Richtung Deutschland umgestiegen. Rund 4.000 Flüchtlinge haben bislang die Grenze aus Ungarn passiert.

Rund 4.000 Flüchtlinge, die in Ungarn auf ihrem Weg nach Westeuropa gestrandet waren, sind am Samstagmorgen mit Bussen nach Österreich gebracht worden. Diese Zahl gab Polizeisprecher Helmut Marban vor Reportern bekannt.

800 Menschen seien bereits per Bahn in Wien angekommen und in Züge Richtung Deutschland umgestiegen, sagte ein Wiener Regierungsbeamter. Er rechnete damit, dass weitere 3.000 Flüchtlinge im Laufe des Tages in Wien ankommen werden. Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil rechnet damit, dass heute bis zu 10.000 Flüchtlinge in Österreich eintreffen könnten.

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05. September 2015 · Kommentare deaktiviert für Arabellion in Ungarn · Kategorien: Ungarn · Tags:

Martin Glasenapp | Medico International

[…] „Haben wir es alle übersehen? Die Bilder und Filme der syrischen Flüchtlinge vom Bahnhof Keleti kamen mir immer so bekannt vor. Wie sie dort standen, wie sie demonstrierten und zusammenstehen, das rhythmische Klatschen, Arm in Arm eine Welle machen, die selbstgemalten Schilder und Zeichnungen, wie die Fahne getragen wird… All das haben wir zu Beginn des syrischen Aufstands in Damaskus, in Daraa, in Homs oder auch in Kobane gesehen. Es waren Zeichen der Demokratie, der Würde und des Freiheitswillen der SyrerInnen, die aufbegehrten gegen die Gewalt des Regimes. Dann begann die Militarisierung der Revolution, der zivile Protest verschwand und wurde zerrieben von Fassbomben und Häuserkämpfen. Aber die Bilder und Zeichen aus Budapest beweisen: Alles ist immer noch da, und das, was im Land selbst nicht mehr geht, wird mitgetragen von jenen, die keine Möglichkeit mehr sehen außer zu gehen und nach Europa zu kommen. Die syrische Flucht exportiert die Zeichen ihrer großen Erhebung: Freiheit und Würde! Ob in Damaskus, Aleppo, Homs oder Budapest oder Bicske. Die syrische Revolution ist im Land vielleicht besiegt, aber sie ist noch lange nicht tot. Sie geht nur woanders weiter – und kann so auch wieder zurückkehren…“

05. September 2015 · Kommentare deaktiviert für Liveticker Budapest Keleti Bahnhof · Kategorien: Balkanroute, Ungarn, Video

Quelle: bordermonitoring.eu

Videos zu den Entwicklungen am Budapester Bahnhof:

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05. September 2015 · Kommentare deaktiviert für „3000 Flüchtlinge in Österreich eingetroffen“ · Kategorien: Balkanroute, Österreich, Ungarn

Quelle: nzz
In Österreich sind am frühen Samstagmorgen von Ungarn aus 2500 bis 3000 Flüchtlinge eingetroffen. Es kämen immer weitere Menschen an, sagte Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil.

17 oder 18 Doppeldeckerbusse sollten die Migranten nach Wien und «vielleicht auch noch Richtung Deutschland» bringen, wie Doskozil gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur APA sagte. Im Grenzort Nickelsdorf wurden auch zwei Sonderzüge bereitgestellt. Der erste Zug mit 400 Flüchtlingen an Bord verliess Nickelsdorf am Morgen Richtung Salzburg.

Die erschöpften Migranten wurden von den ungarischen Behörden mit Bussen zur Grenze gebracht, überquerten sie zu Fuss und wurden auf der österreichischen Seite von Helfern mit Wasser und Nahrungsmitteln empfangen.

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