Quelle: Mediendienst Integration
In einem Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos kam es am 19. September zu heftigen Ausschreitungen. Das Lager geriet in Brand und wurde teilweise zerstört. Der Grenzschutz-Experte Bernd Kasparek hat in den vergangenen Monaten die Situation in den Hotspots in Griechenland untersucht. Im Gastkommentar für den MEDIENDIENST sagt er: Wenn sich die Versorgung der Geflüchteten nicht verbessert, könnte es zu weiteren Revolten kommen.
Bernd Kasparek
Die Situation auf den griechischen Inseln ist sehr angespannt: Flüchtlinge leben in überfüllten Einrichtungen, in denen oft existenzielle Dinge wie Trinkwasser fehlen. Viele Geflüchtete wissen zudem nicht, ob und wann sie abgeschoben werden. Es ist daher kein Wunder, dass es zu Ausschreitungen kam. Die Proteste vom 19. September waren nicht die ersten: Bereits Anfang April brachen in den Hotspots von Lesbos und Chios Tumulte aus. Unter den vorherrschenden Bedingungen ist es sehr wahrscheinlich, dass es demnächst auch in den anderen Hotspots zu Aufständen kommen wird.