22. November 2017 · Kommentare deaktiviert für Fotoreportage: „Gestrandet im ‚Dschungel‘ des Balkans“ · Kategorien: Balkanroute, Schengen Migration · Tags: ,

DW | 19.11.2017

Zwischen Serbien und Kroatien campieren hunderte Flüchtlinge unter freiem Himmel. Sie hoffen auf eine Chance, nach Westeuropa zu gelangen und dem Leben im „Dschungel“ zu entkommen. Dimitris Tosidis berichtet aus Šid.

Leben im „Dschungel“ Mehr als 150 Menschen verstecken sich im „Dschungel“ – einem dicht bewachsenen Gebiet neben den Gleisen einer Bahnstrecke, die die serbische Grenzstadt Šid mit Kroatien verbindet. Die meisten Bewohner haben schon mehrere Versuche hinter sich, Mitteleuropa zu erreichen: mit Hilfe von Schmugglern, alleine oder in Gruppen, als blinde Passagiere auf Lastwagen oder Güterzügen.

19. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Arbeitsmigration in Rumänien: Dorf ohne Mütter“ · Kategorien: Rumänien, Schengen Migration, Social Mix · Tags: , ,

taz | 18.11.2017

Viele Rumäninnen müssen im Ausland arbeiten, um über die Runden zu kommen. Darunter haben sie enorm zu leiden – und noch mehr ihre Kinder.

Crina Boros

Die Fahrt in das Dorf, dem die Mütter abhanden gekommen sind, ist kurvenreich. Von der Stadt Lasi aus, ganz im Nordosten Rumäniens gelegen, geht es vorbei an Sonnenblumenfeldern, auf denen Bauern mit Traktoren arbeiten. Auf einer Brache außerhalb des Dorfes steht ein tief gebräunter Schäfer mit seinem Hirtenstab und ruft nach seiner Herde. Die Schafe laufen an einem Teich vorbei, der gerade neu mit Karpfen bestückt wurde und nun zum Angeln freigegeben ist.

Wir fahren über eine enge Brücke in das Dorf, auf staubigen Straßen entlang der Häuser, alte und neue. Viele von ihnen wurden nicht fertig gebaut. Die Dächer sind ungedeckt, Stapel an Steinen neben den Häusern, Baugerät. Wir folgen der Straße bis zum Dorfkern, begleitet werden wir von George Moga, dem Direktor der Schule am Ort. Er zeigt auf die einzelnen Häuser: „Das da wurde mit Geld aus Griechenland gebaut“, sagt er, „und das mit Einkünften aus Italien.“

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15. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Südfrankreich: Angeklagt wegen Nächstenliebe“ · Kategorien: Frankreich, Schengen Migration · Tags: , ,

Zeit Online | 15.11.2017

In Südfrankreich öffnen Dorfbewohner ihre Häuser für Flüchtlinge. Vier über Sechzigjährige stehen deshalb nun vor Gericht. Sie fühlen sich vom Staat kriminalisiert.

Von Annika Joeres, Breil sur Roy

Als am Neujahrstag Schneeregen fiel und die Flüchtlinge in Flipflops zum Dorfplatz kamen, zögerte Françoise Gogois keine Sekunde: Sie nahm drei von ihnen bei sich im Haus auf, gelegen im Roya-Tal nahe der französisch-italienischen Grenze. Wenige Tage später brachte sie mit Bekannten sechs Geflüchtete über einen Bergwanderweg in die Nachbarstadt – zwei Minderjährige, eine Frau und drei Männer aus Eritrea. Sie wollten weiterziehen, zu Bekannten in Paris und Deutschland.

Kurz hinter dem Gipfel wurden sie von französischen Gendarmen festgenommen, die ihnen Beihilfe zum illegalen Aufenthalt vorwarfen. Nun stehen die in Frankreich als „Flüchtlings-Omas und -Opas“ bekannten Rentner in Aix-en-Provence vor dem Berufungsgericht. Erneut, denn die Staatsanwaltschaft in Nizza hatte ihren Freispruch vom Sommer angefochten.

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14. November 2017 · Kommentare deaktiviert für Italia: Gorizia, nel tunnel dei «maledetti» · Kategorien: Italien, Schengen Migration, Slowenien, Social Mix · Tags:

In der italienischen Stadt Gorizia an der Grenze zu Slowenien leben seit ein paar Monaten Hunderte von Migranten in einem Tunnel im Zentrum der Stadt. Sie stammen vor allem aus Pakistan und Afghanistan. Der Bürgermeister von Gorizia Rodolfo Ziderna (Forza Italia) gesteht ihnen weder Wasser noch Toiletten zu, damit sie verschwinden.

Il Manifesto | 14.11.2017

Il reportage. Ziderna, sindaco di Forza Italia, non concede né acqua né bagni chimici «così se ne vanno»

Ivan «Grozny» Compasso

Si chiama galleria Bombi, si trova nel pieno di centro di Gorizia, in piazza Vittoria. Buca il colle sopra il quale svetta il castello della città, costruito nel secolo XI. Si gode di una vista incantevole dalle sue mura. Ma è quello che c’è sotto che bisogna portare alla luce. Nella galleria.

Centinaia di migranti ci vivono, se così si può dire, da mesi. Sono soprattutto persone che arrivano da Pakistan e Afghanistan. Sgomberati dal parco di Valletta del Corno, anch’esso dentro la città, si sono sistemati davanti alla prefettura, in piena piazza Vittoria. Ci hanno dormito per una decina di giorni, fino a quando non è stato deciso di spostarli, nella galleria appunto, a cavallo di Ferragosto. E da lì non si sono più mossi.

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11. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlinge in Mazedonien: Immer noch auf der Balkanroute“ · Kategorien: Balkanroute, Griechenland, Mazedonien, Schengen Migration

ARD Tagesschau | 10.11.2017

Die Balkanroute ist zwar seit zwei Jahren geschlossen, doch noch immer versuchen Flüchtlinge, über die Region in die EU zu kommen. Manchmal über unwegsames Gebirge, manchmal über irgendein Loch an der Grenze zu Griechenland.

Von Darko Jakovljevic, ARD-Studio Wien

10. November 2017 · Kommentare deaktiviert für Parisians Take in Homeless Teens Stuck in Migrant Shelter Catch-22 · Kategorien: Frankreich, Schengen Migration, Social Mix · Tags: , ,

Refugees Deeply | 07.11.2017

In Paris, informal networks of volunteers temporarily house teenage migrants they find sleeping on the streets. Many spend months trying to prove they are under 18, leaving them with few options for official shelter.

Gaëlle Faure

When Patrick* arrived in Paris last January after an arduous journey from his native Cameroon – by way of Nigeria, Niger, Algeria, Morocco and Spain – he spent several weeks sleeping in the Metro and under highway overpasses. He was 15 years old.

“I was so cold and so dirty,” he said. “I had dreamed of France since I was a little kid, but I had no idea that people slept on the streets here.”

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07. November 2017 · Kommentare deaktiviert für Striking the Border. Migrants’ Daily Struggles from Ventimiglia to the World · Kategorien: Europa, Italien, Mittelmeerroute, Schengen Migration, Social Mix · Tags: ,

TSS Platform | 10.2017

by LORENZO DELFINO (Migrant Coordination, Italy)

Starting from migrants’ experience in Ventimiglia, this contribution focuses not only on the violence of the borders regime, but also on the determination of migrants. The attempts to stop or limit their arrivals face their commitment to strike the border, to refuse the asylum system and the government of mobility that pretends to manage and filter migrants’ movement. The current attempts to “close the Mediterranean Sea” are to be conceived as a reaction to the protagonism of migrants. At the same time these attempts, made by the Italian government in line with European institutions and policies, open new challenges for those who struggle against the borders – both territorial and social –, since they increase denials and deportations, intensify hierarchies and differences among migrants, worsen social violence and racism. Migrants’ experience in Ventimiglia shows migrants’ movement as a daily social strike with a transnational resonance and remarks the political importance of a European Residence Permit without conditions as a tool to fight borders regime and precarity.

Italy, supported by the European Union, is committed to close once and for all the central Mediterranean route. In the meanwhile, its borders, both social and territorial, are the field on which not only violence but also struggles and insubordination keep on reproducing.

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03. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Dublin IV fällt durch“ · Kategorien: Europa, Schengen Migration · Tags:

nd | 02.11.2017

Innenausschuss des EU-Parlaments legt eigenen Entwurf zu Asylregelung vor

Von Uwe Sattler

Es kommt nicht alle Tage vor, dass die Linksfraktion einen Großteil ihrer Positionen in Berichten und Entschließungen des EU-Parlaments wiederfindet. Meist ist es ein harter Kampf, zumindest einige Änderungen in den Dokumenten durchzusetzen. Nun jedoch finden sich in der Stellungnahme des Innenausschusses (LIBE) zur Reform der Dublin-Regulierung genau jene Forderungen, die die GUE/NGL gemeinsam mit Abgeordneter der Sozialisten & Sozialdemokraten und der Grünen auf die Agenda gesetzt hat.

»Damit hat der Ausschuss eine klare Position gegen den Egoismus der Mitgliedsstaaten bei der Aufnahme von Geflüchteten und gegen die von der EU-Kommission geplante Aufweichung humanitärer Kriterien bezogen«, so Cornelia Ernst, Mitglied im LIBE und Sprecherin der LINKE-Delegation im EU-Parlament, gegenüber »nd«.

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03. November 2017 · Kommentare deaktiviert für On the Alps road: in Briançon, mountaineers in support of migrants · Kategorien: Frankreich, Schengen Migration · Tags:

Mediapart | 02.11.2017

Since the blockage of the Roya valley (France), more and more people are taking the route of the Alps. In the Briançonnais region (France), more than one thousand migrants have been welcomed by volunteers since the end of july 2017. By the lack of reaction of the public authorities, the inhabitants are worried about dramas the winter could cause. They organize themselves, like the people of the Roya valley before them, to welcome, as good as possible, the newcomers, mainly African.

Full article only in French

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Sur la route des Alpes (1/2): à Briançon, des montagnards solidaires des migrants

Par Louise Fessard

Depuis le blocage de la vallée de la Roya, ils sont de plus en plus nombreux à emprunter la route des Alpes. Dans le Briançonnais, plus de 1 000 migrants ont été accueillis par des bénévoles depuis fin juillet 2017. Devant l’absence de réaction des pouvoirs publics, les habitants s’inquiètent des drames que risque de provoquer l’hiver. Et s’organisent, comme avant eux ceux de la vallée de la Roya, pour accueillir au mieux les arrivants, majoritairement africains.

Article entier

02. November 2017 · Kommentare deaktiviert für „Nur die Hoffnung bleibt“ · Kategorien: Balkanroute, Schengen Migration, Serbien

Zeit Online | 01.11.2017

Seit die Balkanroute geschlossen ist, stranden viele Flüchtlinge in Serbien. In Auffanglagern werden sie notdürftig versorgt, bevor sie sich erneut auf den Weg machen.

Von Thomas Roser, Obrenovac

Entschlossen guckt der auf seinem Stockbett sitzende Saud Khan auf die weiße Wand vor sich. Das Ziel seiner 19-monatigen Odyssee scheint unerreichbar fern, dennoch hält der Afghane eisern daran fest. „Ich will in mein Land zurück – nach England“, wiederholt der 25-Jährige im Auffanglager im serbischen Obrenovac gebetsmühlenhaft.

Als die Taliban 2009 seinen Vater getötet hätten, sei er aus seinem nordafghanischen Heimatort Baghan geflohen, berichtet der Mann mit dem unsteten Blick niedergeschlagen. Ein Jahr habe er damals benötigt, um nach Großbritannien zu gelangen. Fünf Jahre lang habe er in Gloucestershire gewohnt, bevor er nach Ablehnung seines Asylgesuchs abgeschoben worden sei. Doch in seinem Dorf hätten ihm die immer wieder aufflackernden Gefechte und erneute Todesdrohungen der Taliban keine Ruhe gelassen: „Ich fühlte mich nie sicher.“

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