Ein Arbeitsloser wurde in der Stadt Medea zu zwei Monaten Haft auf Bewährung und zu einer Geldstrafe in Höhe von eineinhalb Monatslöhnen (umgerechnet 200 Euro) verurteilt, weil er als Mitglied des Nationalkomitees für die Verteidigung der Rechte der Arbeitslosen (CNDC) Flugblätter verteilt hatte. Als rechtliche Grundlage für die Verurteilung diente das neue restriktive Vereinsgesetz. Amnesty International kritisierte die Verurteilung.
Die Tageszeitung El Watan berichtet, wie die Kontrolldispositive in der wichtigsten algerischen Erdgas- und Erdölförderstadt Hassi Messaoud in der Sahara seit Beginn der dortigen Lokalrevolten vor einigen Monaten verändert wurden.
Die Gendarmerie, deren Gebäude in einer Revolte in den vergangenen Monaten kurzzeitig von Demonstranten erobert wurde und die dann scharf auf Demonstranten geschossen hat, hat sich in der Stadt regelrecht verbarrikadiert. In der Stadt wie auch auf dem umliegenden Land Richtung Petro-Felder sind noch mehr Checkpoints eingerichtet worden, viele Jugendliche wurden von Polizei und Militär dafür rekrutiert. Zahlreiche städtische und private Unternehmen waren in den Lokalrevolten tagelang besetzt worden. Nun sind die Haupteingänge der Unternehmen und Dienstleister verschlossen und gesichert, man kommt nur noch über Nebeneingänge in die Gebäude hinein.
Algerien hat seine Ostgrenze in der Sahara (von Taleb El Arbi bis nach Tamanrasset) mit einer Mauer aus Tausenden Containern gesichert, die mit Sand gefüllt wurden. Die Container sollen sowohl direkte Hindernisse bilden, wie auch versteckenden Schutz für die Armee an der Grenze bieten. Als Anlass für die Grenzaufrüstung wird der Antiterrorismus angegeben, auch die Schmuggelbekämpfung wird genannt. Die irreguläre Transitmigration durch die Sahara ist betroffen.

Ain Temouchent: Des femmes bloquent la RN2
http://www.elwatan.com/actualite/ain-temouchent-des-femmes-bloquent-la-rn2-30-04-2013-212170_109.php
le 30.04.13 | 21h27
Ein junger Algerier, der vor 5 Jahren als Harraga nach Spanien gekommen ist und seinen Aufenthalt trotz Heirat mit einer Spanierin und Geburt eines Kindes nicht legalisieren konnte, wurde im Gefängnis von Barcelona erdrosselt. Seine Angehörigen fordern die Wahrheit über den Mord und begannen ein Sit-In vor dem spanischen Konsulat.
http://www.lequotidien-oran.com/index.php?news=5182344
Une famille veut la vérité sur la mort de son fils dans une prison espagnole : Sit-in devant le Consulat d’Espagne
par Mokhtaria Bensaâd
Il est 8h du soir, ce lundi 22 avril. Le téléphone sonne. Une voix inconnue annonce à cette mère de famille la mort de son fils, dans la prison de Barcelone, en Espagne.
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Die wachsende soziale Unzufriedenheit in Algerien ist real. Nun erscheint ein erstes Video, das aus dem US-Kontext, aus dem Belgrader Zentrum OTPOR CANVAS, zu kommen scheint. Ein bevorstehender Aufstand wird simuliert – um Einfluss auf die Sozialbewegungen in Algerien zu gewinnen? Oder um sie zu diskreditieren?
http://www.tunisienumerique.com/video-le-printemps-arabe-frappe-a-la-porte-de-lalgerie/175214
(Vidéo) Le printemps arabe frappe à la porte de l’Algérie
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Die algerische Regierung verlegt Militär und Gendarmerie in den Süden und rüstet die Südgrenzen auf. Eine Rekrutierung Jugendlicher für Militär und Gendarmerie hat begonnen. Das Ziel ist der Aufbau von zusätzlichen Einheiten im Umfang von 10.000 Mann im Süden.
Nouvelles stratégies sécuritaires au Grand-Sud
le 26.04.13 | 10h00
http://www.elwatan.com/actualite/nouvelles-strategies-securitaires-au-grand-sud-26-04-2013-211635_109.php
Les récentes visites du patron de la DGSN à Ouargla et du chef d’état-major de l’ANP à Tamanrasset, il y a quelques semaines, reflètent les inquiétudes au sommet du pouvoir quant à l’instabilité dans le Grand-Sud.
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Série de grèves dans plusieurs secteurs : Semaine noire
le 26.04.13 | 10h00
Cette semaine, n’espérez pas mettre vos enfants à l’école. Il est aussi conseillé de… ne pas tomber malade !
Médecins spécialistes et généralistes, psychologues, paramédicaux, professeurs d’enseignement paramédical, enseignants tous paliers confondus, administrateurs et travailleurs de l’Education et de la Santé, étudiants, enseignants universitaires… tous seront (pour certains, à nouveau) en grève. Autrement dit, les polycliniques, les centres de soins de proximité, les PMI, les unités de médecine scolaire et universitaire, les services d’épidémiologie et de médecine préventive et les hôpitaux de santé publique, tous les établissements scolaires et les administrations publiques fonctionneront en service minimum. Onze syndicats appellent à la grève à partir de la semaine prochaine.
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Die Anzeichen verdichten sich, dass die überraschend schnelle Stationierung von schnellen US-Einsatzkräften in Andalusien in den kommenden Tagen einem Druckaufbau gegen die algerische Militärherrschaft gerichtet ist – oder aber als Interventionsmöglichkeit konzipiert ist, falls es zum Aufstand in Algerien kommt. Erstaunlich schnell hat der spanische Ministerpräsident Rajoy in den vergangenen Tagen den unbekannten US-Plänen zugestimmt und hat sich am 25.04.2013 zu „Arbeitsgesprächen“ nach Algier begeben.
Ob die US-Drohung tatsächlich – wie die Presse und manche amerikanischen und französischen Politikberater behaupten – der Evakuierung amerikanischer StaatsbürgerInnen dient und der Fall des Regimes alsbald bevorstehen sollte, oder ob sich die US-Drohung auf Auseinandersetzungen um die Herrschaftsbereiche in der Sahelzone beziehen, ist momentan nicht auszumachen. Die Stationierung ist auch im Kontext einer möglichen US-Intervention in Syrien zu sehen.
http://www.alquds.co.uk/?p=36619
http://lesmoutonsenrages.fr/2013/02/10/printemps-arabe-bhl-veut-mettre-lalgerie-a-feu-et-a-sang/
EE UU tendrá en Morón una fuerza de reacción rápida con 500 marines
El objetivo del contingente será que evitar otra crisis como la del asalto al consulado de Bengasi
http://politica.elpais.com/politica/2013/04/19/actualidad/1366375166_776753.html
Die Nachrichtenagenturen geben am 25.04.2013 die Meldung über die Stationierung von 500 bis 550 US-Marines und 8 oder 9 US-Kampfflugzeugen auf der andalusischen Basis Morón de Frontera in den kommenden Tagen heraus. In Algerien heißt es, es drohe eine Intervention bei zunehmenden Unruhen im Lande – die USA bereiteten sich darauf vor, ihre StaatsbürgerInnen zu evakuieren. In Spanien heißt es, die US-Interventionen könnten sich auf verschiedene Länder im gesamten Maghreb oder auf die Sahelzone ausrichten.
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