Paul Flückiger, Warschau
„[ …] In der Nacht vom Sonntag auf den Montag sind nach bulgarischen Medienberichten über hundert Flüchtlinge aus dem Irak von der Polizei aufgegriffen und teilweise gewaltsam in die Türkei zurückgedrängt worden. Laut kurdischen Online-Portalen handelt es sich um Jesiden aus dem Irak, die in den türkischen Kurdengebieten Zuflucht gefunden hatten. Die in Bussen angereisten Jesiden sollen am Grenzübergang zwischen der türkischen Ortschaft Kapikule und dem bulgarischen Ort Kapitan Andrejewo versucht haben, die östliche EU-Aussengrenze ohne gültige Reisedokumente zu überqueren. Laut kurdischen Angaben machten die Flüchtlinge die schlechten Lebensbedingungen in den Lagern bei Diyarbakir für ihren Versuch verantwortlich, in ein Land der Europäischen Union zu gelangen.
